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Deadline eingehalten Tesla: Superbatterie in Down Under fertig

23.11.2017, 13:59  |  27094   |   |   

Tesla hat den weltweit größten Lithium-Ionen-Batteriespeicher in Südaustralien erfolgreich errichtet. Die Anleger an den deutschen Börsen reagieren bisher (23.11.2017, 11:08:17 Uhr, Tradegate) eher verhalten.

Tesla hat sein Versprechen eingehalten: Innerhalb von weniger als 100 Tagen wurde der weltweit größte Lithium-Ionen-Batteriespeicher in Südaustralien fertiggestellt. Für den 129 Megawatt großen Stromspeicher, der 30.000 Haushalte für eine Stunde mit Strom versorgen kann, werden Tesla Powerpacks in einem Batteriepark parallel geschaltet. Ziel ist es Strom aus Windfarmen der französischen Firma Neoen zwischenzuspeichern. Durch die neuen Kapazitätsreserven sollen Stromausfälle, die im australischen Outback häufig vorkommen, verhindert werden. Das Projekt ist Teil des 550 Millionen Dollar umfassenden Energie-Plans der australischen Regierung.

Am 29. September 2017 hatte Musk auf Twitter angekündigt, dass seine Firma innerhalb von 100 Tagen den weltweit größten Lithium-Ionen-Batteriespeicher in Süden Australiens installieren werde. Anderenfalls erhalte der australische Staat den Energiespeicher kostenlos. Jetzt konnte das Projekt rechtzeitig vor der Deadline fertiggestellt werden, so das Nachrichtenportal Bloomberg.

Der Premierminister des Bundesstaates Südaustralien sagte in einem Statement, das Bloomberg vorliegt: „Der weltweit größte Lithium-Ionen-Batteriespeicher wird ein wichtiger Teil unseres Energiemixes werden. Es sendet die klare Botschaft, dass Südaustralien führend bei erneuerbaren Energien mit Energiespeichern sein wird."

Tesla schreibt zu seinen Stromspeichersystem Powerpack: „Das Powerpack ist ein vollständig integriertes, netzgekoppeltes Energiespeichersystem, das alles enthält, was Sie für ein Gebäude- oder Versorgungsnetz benötigen. Es vereinfacht die Installation, die Integration und die zukünftige Unterstützung mit systemweiten Vorteilen, die weit über den Nutzen eigenständiger Batterien hinausgehen.“ Das System kann in nahezu allen Breitengraden betrieben werden.

Teslas Energiespeichersystem erhöht zudem die Netzzuverlässigkeit und erleichtert die Integration von erneuerbaren Energien. Ein großes Problem der regenerativen Energien ist deren schwankende Energiebereitstellung: Windkraftwerke produzieren bei Sturm sehr viel Strom, bei Flaute hingegen keinen. Um die schwankende Energiebereitstellung auszugleichen bedarf es deshalb effektiver Speichermöglichkeiten.

Mega-Akkus sind nur eine Möglichkeit, um im großen Stil Strom zu speichern. Pumpspeicherwerke, wie das Pumpspeicherkraftwerk Langenprozelten, werden schon seit Jahrzehnten erfolgreich zur Speicherung von elektrischer Energie genutzt. Das Prinzip ist einfach: Stromüberschüsse werden genutzt, um Wasser in ein höher gelegenes Speicherbecken zu pumpen. Bei Bedarf wird das Wasser abgelassen und treibt dabei eine Wasserturbine an, die Strom erzeugt.

Die Anleger an den deutschen Börsen reagierten auf die Tesla-Erfolgsmeldung eher verhalten. Momentan (23.11.2017, 11:08:17 Uhr, Tradegate) steht die Tesla-Aktie rund 0,06 Prozent im Minus. Erst gestern war bekannt geworden, dass die Cash-Burn-Rate von Tesla in den letzten zwölf Monaten bei 480.000 US-Dollar pro Stunde lag (siehe HIER). Der jetzt errichtete Stromspeicher muss auch noch weiteren Tests unterzogen werden, bevor er ans Stromnetz geht.

Tesla

Quellen:
Bloomberg:"Elon Musk's Giant Battery Set for Testing in the Australian Outback"
Fortune: "Tesla Just Finished Building the World's Biggest Battery on a Wind Farm in South Australia"
tesla.com/de_DE/powerpack

Wertpapier
Tesla


5 Kommentare

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Kommentare

Zitat von DenkanstossDie Akkus wuren von Samsung gekauft - das ist wirklich disruptiv !:D
Trotzdem kaufen die Leerverkäufer wie verrückt ein.

Hast Du da eine Quelle?
[/quote]
Instis hauen raus...[/quote]

Irgendwie scheinen die sich zu stabilisieren.

Der Kurs scheint auch gerade stabil zu sein bzw. steigt sogar noch an, das ist schon ziemlich sonderbar.
Die Akkus wuren von Samsung gekauft - das ist wirklich disruptiv !:D
Trotzdem kaufen die Leerverkäufer wie verrückt ein.
Instis hauen raus...
Naja, es mussten dort ja auch nur viele Akkupacks verkabelt werden, mehr ist das nicht.

Aber woher hatte Tesla denn die ganzen Akkus? Habe gehört dass er die von Samsung dazu gekauft hat? Stimmt das?

Irgendwie sonderbar, in den USA schafft er es nicht, sein Model 3 zusammen zu bauen, angeblich wegen "Schwierigkeiten bei den Akkus" (für die Musk, nach eigenen Aussagen, nicht verantwortlich ist) und in Australien verkabelt er locker hunderte Akkus?

Irgendwas an der Geschichte ist irgendwie nicht so stimmig....
Lithium ist ein ganz normales Element mit physikalischen Grenzen, die nicht überschritten werden können. Es gibt kein Super Lithium, also auch keinen Super Akku, nur eine weitere Super Verseckelung.

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