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Großbritannien: Regierungswebsites wurden von Krypto-Mining-Malware angegriffen

12.02.2018, 17:19  |  893   |   |   

Tausende von Regierungs-Websites wurden mit Malware infiziert, die die Computer der Besucher dazu zwingt, während der Nutzung der Website Krypto-Währung abzubauen, berichtet der Guardian.

Am späten Sonntag ging die Website des britischen Datenschutzbeauftragten, des Information Commissioner's Office, offline, um sich mit dem Problem zu befassen, nachdem es womöglich von der Malware infiziert worden war. Das Kryptojacking-Skript wurde über BrowseAloud, ein populäres Plugin, das blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zum Web ermöglicht, in Webseitencodes eingefügt.

Mehr als 5.000 Websites wurden von der Malware überflutet. Die als Coinhive bekannte Software, die die Rechenleistung des Geräts eines Benutzers stillschweigend nutzt, um die Open-Source-Kryptowährung Monero abzubauen, wurde anscheinend in das kompromittierte BrowseAloud-Plugin injiziert. Texthelp, das BrowseAloud betreibt, hat seine Website am Sonntag heruntergefahren, während es versuchte, das Problem zu lösen.

Das National Cyber Security Centre bestätigte, dass das Problem untersucht wird und fügte hinzu, dass nichts darauf hindeutet, dass Mitglieder der Öffentlichkeit durch den Malware-Angriff gefährdet sind. 

Scott Helme, ein IT-Sicherheitsberater, warnte vor der Malware, nachdem er eine Nachricht von einem Freund erhalten hatte, dessen Antivirensoftware ein Problem entdeckt hatte, nachdem er eine Website der britischen Regierung besucht hatte.

"Diese Art von Angriff ist nicht neu - aber das ist der Größte, den ich je gesehen habe. Dieser Angriff bedeutet, dass Tausende von Websites in Großbritannien, Irland und den Vereinigten Staaten betroffen sein könnten", so Helme gegenüber Sky News. "Jemand hat mir gerade mitgeteilt, dass die Website der lokalen Regierung in Australien die Software auch benutzt.", so Helme gegenüber The Guardian.

Die betroffenen Seiten wurden vom Netz genommen, wodurch das Problem weitgehend entschärft wurde. Regierungswebsites werden weiterhin sicher funktionieren.


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