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Presseschau vom Wochenende 10 (10.11. März)

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Gastautor: Robert Sasse
11.03.2018, 13:15  |  314   |   

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

RAIFFEISEN: Ein gewichtiges Thema der Wochenendpresse aus wirtschaftlicher Sicht ist erneut die Raiffeisen-Gruppe. So schreibt die "SonntagsZeitung", dass Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz mit dem umstrittenen Geheimdeal um Commtrain Card Solutions innert einem Jahr eine Rendite von 400 Prozent gemacht haben soll. Konkret habe er mit einem Einsatz von 400'000 CHF einen Gewinn von 1,7 Mio CHF erzielt, berichtet die Zeitung und zitiert dazu aus dem dem Blatt vorliegenden Gutachten des Aktienrechtlers Peter Forstmoser. Wie die Zeitung weiter schreibt, wollte Raiffeisen Vincenz nach seinem Abgang als Gruppenchef mit einem Beratervertrag ausstatten. So sollte Vincenz während fünf Jahren für Beratungsleistungen jährlich je eine halbe Millionen erhalten. Der von Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Ruegg-Stürm eingebrachte Vorschlag wurde vom Verwaltungsrat indes abgelehnt, schreibt die SonntagsZeitung. (SonntagsZeitung, S. 35)

Gleichzeitig schreibt der "SonntagsBlick" in derselben Angelegenheit, dass Vincenz und der ebenfalls in Untersuchungshaft sitzende Geschäftspartner Beat Stocker von Anfang an versucht hätten, die Berichterstattung über die heiklen Transaktionen zu verhindern und mit juristischen Konsequenzen gedroht hätten. Zu einer formellen Klage sei es aber zum Beispiel bei Publikationen auf "Inside Paradeplatz" - trotz zahlreicher juristischer Manöver - nicht gekommen.

Der ad interim als Verwaltungsratspräsident amtende Pascal Gantenbein stellte sich in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" hinter CEO Patrik Gisel. Er schliesst allerdings nicht aus, dass es im Zuge der Aufklärung auch noch für Gisel Konsequenzen geben könnte. (Tages-Anzeiger, Samstagsausgabe S. 9).

ROCHE: Wie die "Finanz und Wirtschaft" (FuW) am Wochenende schreibt, dürfte Roche-Konzernchef Severin Schwan im vergangenen Jahr der Top-Verdiener unter den Schweizer Managern gewesen sein. Werden die ihm für 2017 zugesprochenen aktienbasierten Vergütung zum Marktwert berechnet, hätte Schwan eine Gesamtentschädigung von 15,1 Mio CHF erhalten, zitiert das Blatt Ethos-Direktor Vincent Kaufmann. Unter den SMI-Unternehmen würden nur Nestlé und Roche die aktienbasierte Vergütung der Unternehmensspitze nach dem Steuerwert berechnen, alle anderen verwenden den Marktwert, so Kaufmann weiter. Im Vergütungsbericht von Roche sind die aktienbasierte Vergütung des Roche-CEO mit einem reduzierten Verkehrswert von 55,8% aufgeführt, was zum ausgewiesenen Gesamtsalär von 11,7 Mio für Schwan führt. (FuW; S. 1)

TAMEDIA: Tamedia will gemäss einem Bericht der "Schweiz am Wochenende" (SaW) die Basler Zeitung (Baz) kaufen. Mehrere voneinander unabhängige und gut unterrichte Quellen würden Gespräche zwischen Christoph Blocher/Rolf Bollmann auf Seite Baz und Pietro Supino/Christoph Tonini von Tamedia bestätigen, schreibt die Zeitung. Laut einer Quelle sei Mitte Februar bereits Einigkeit erreicht worden. Wie die Schweiz am Wochenende weiter schreibt, würde Tamedia von Blocher die Baz übernehmen und ihm im Gegenzug den Tamedia-Anteil von 65% am Gratis-Anzeiger "Tagblatt der Stadt Zürich" überlassen sowie zusätzlich eine Entschädigung in Millionenhöhe entrichten. Baz-Verwaltungsrat Bollmann erklärte gegenüber dem SaW, dass sich seit längerer Zeit verschiedene Verlage für die Baz interessieren würden und deshalb auch immer wieder Gespräche stattfinden würden. Diese seien aber ergebnislos verlaufen. Von Seite Tamedia hiess es, dass es kein Geheimnis sei, dass Tamedia eine Übernahme der Baz prüfen würde, sollte sie zum Verkauf stehen. (Schweiz am Wochenende, S. 5)

LINDT & SPRÜNGLI: Lindt & Sprüngli-Chef Dieter Weisskopf glaubt weiterhin an ein organisches Wachstum von 6 bis 8% für die nächsten Jahre, wie er in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" sagte. Für dieses Jahr sei die Wachstumsprognose aber "vorsichtigerweise" auf 5% gesenkt worden. Derzeit bremst die US-Tochter Russell Stover den Konzern aus. Die Frage, ob das Management Russell Stover falsch eingeschätzt hat, beschäftigt inzwischen auch die Revisoren von PWC. Denn in den Büchern von Lindt & Sprüngli stehen 769 Mio CHF an Goodwill im Zusammenhang mit der Übernahme von Russell Stover. Die Revisoren führten diesen Goodwill in ihrem Prüfbericht als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt auf, wie die "NZZ am Sonntag" bekannt machte. Der Grund: Die Bewertung des Goodwills hängt von den zukünftigen Ergebnissen von Russell Stover ab und damit von Schätzungen und Prognosen der Geschäftsleitung. Sind diese bislang zu hoch ausgefallen, drohte eine Wertberichtigung. Im Jahr 2017 lag die Performance von Russell Stover unter der Prognose, wie PWC festhält. Die Geschäftsleitung habe diese Situation in der diesjährigen Berechnung angemessen abgebildet. Nach einer Prüfung der Schätzungen, Prognosen und Bewertungen der Geschäftsleitung kam PWC zum Schluss, dass die verwendeten Modelle und Annahmen geeignet seien, um die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte nachzuweisen. Im Klartext: Dieses Jahr keine Wertberichtigung vorzunehmen, war gerechtfertigt. Doch wenn sich die US-Tochter weiter unter den Erwartungen entwickelt, droht ein solcher einfach später. (SonntagsZeitung, S. 38 und NZZ am Sonntag S. 27; siehe separate Meldung)

SWISS: Die Fluggesellschaft Swiss will auf Europaflügen von und nach Genf ein neues Verpflegungskonzept testen. Dabei sollen Passagiere mit dem Economy-Tarif "Eco Light" vermehrt für Essen und Getränke zur Kasse gebeten werden, schreibt die "SonntagsZeitung". Die übrigen Fluggäste in der Economy Klasse sollen dagegen nach wie vor kostenlose Verpflegung in Form von Mineralwasser und einem Snack erhalten, ergänzt die Airline Swiss am Sonntag in einer Stellungnahme. Gleichzeitig erklärte der Konzernchef von Swiss Thomas Klühr gegenüber der Zeitung, dass sich der Standort Genf für die Fluggesellschaft über den Erwartungen entwickle. Er gehe davon aus, dass Swiss im Jahr 2018 in Genf schwarze Zahlen schreiben werde. Damit dürfte die Swiss ihre Basis in Genf wohl behalten, so Klühr weiter. (SonntagsZeitung S. 37; siehe separate Meldung)

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten



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