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Boom der Halbleiterindustrie beflügelt VAT – anhaltend starkes Wachstum erwartet

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Gastautor: Robert Sasse
12.03.2018, 13:43  |  289   |   

Zürich (awp) - Die Kreditanalysten der Credit Suisse bleiben bei ihrem Rating "Low BBB" für Zug Estates nach Vorlage der Jahreszahlen 2017, heben aber den Ausblick auf "Positive" von bisher "Stable". Sie begründen dies in einem Kommentar vom Montag mit steigenden Einnahmen aus den Liegenschaften durch mehr Neuvermietungen sowie der leicht sinkenden Leerstandsquote.

Durch die höheren Investitionen hätten sich die Kreditkennzahlen 2017 abgeschwächt, auch wenn sie vergleichsweise noch relativ stark waren, heisst es weiter. Die ziemlich moderate Ausschüttung bestätige die konservative Finanzpolitik des Unternehmens. Die Anhebung des Ausblicks erfolge aufgrund der hohen Qualität der beiden grossen Bebauungsprojekte und der langfristigen Strategie.

yr/kw

Stäfa/Zürich (awp) - Der Sensorenhersteller Sensirion geht voraussichtlich am 22. März an die Börse. Mit der angestrebten Preisspanne wird das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 438 bis 545 Mio CHF kommen. Ins Publikum gegeben werden je nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption bis knapp 58% der Aktien. Ein Drittel der Aktien wird einer Gruppe von Ankeraktionären gehören, die Sensirion faktisch kontrollieren werden.

Ausgegeben werden rund 8,1 Mio Aktien, wovon 6,15 Mio vom bisherigen Mehrheitsaktionärs Gottlieb Knoch abgegeben werden, die übrigen werden neu geschaffen. Darüber hinaus wurde den federführenden Banken Credit Suisse, J.P. Morgan und Bank Vontobel eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 1,22 Mio Aktien eingeräumt. Die Preisspanne wurde auf 28 bis 36 CHF festgelegt, wie aus den Unterlagen hervorgeht, die am Montag mit dem Start der Bookbuilding-Phase veröffentlicht wurde.

Schon fest steht, dass Sensirion mächtige Ankeraktionäre haben wird. Die Unternehmensgründer und Sensirion-Co-Verwaltungsratspräsidenten Felix Mayer und Moritz Lechner bilden zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft 7-Industries und der Ernst-Göhner-Stiftung eine Aktionärsgruppe. Der entsprechende Aktionärsbindungsvertrag ist auf 20 Jahre ausgelegt und enthält ein gegenseitiges Vorkaufsrecht, wie Co-VRP Lechner am Montag vor den Medien ausführte.

Um Sensirion vor unfreundlichen Übernahmen zu schützen, wird es zudem eine Vinkulierung geben. Die Schwelle, bis zu welcher Sensirion-Titel im Aktienbuch eingetragen werden, liegt bei 5%. "Das Hauptziel der Vinkulierung ist, die Unabhängigkeit des Unternehmens und die langfristige Innovation sicherzustellen", sagte Lechner.

Neben den Publikumsaktionären und der Aktionärsgruppe wird es zwei weitere bisherige Aktionäre mit einer gewichtigen Zahl von Sensirion-Aktien geben. Einer davon ist Gottlieb Knoch, der einen Grossteil seiner Anteile für das IPO zur Verfügung stellt. Die Sensirion-Aktien werden dereinst unter dem Tickersymbol "Sens" gehandelt.

ORGANISCHES WACHSTUM ZWISCHEN 10 UND 15 PROZENT

Zusammen mit den Details zum Börsengang gab die Sensirion-Führung auch eine erste Guidance fürs Geschäftsjahr 2018 ab. Sensirion-Chef Marc von Waldkirch stellte ein Umsatzwachstum von 15 bis 18% sowie eine adj. EBITDA-Marge von 15-16% in Aussicht. Geprägt ist diese Guidance noch von einer Akquisition, die letztes Jahr getätigt wurde und die sich 2018 positiv auf das Umsatzwachstum, aber negativ auf die operative Marge auswirkt. Mittelfristig rechnet Sensirion nämlich mit einem jährlichen organischen Wachstum von 10 bis 15% und einer EBITDA-Marge von gegen 20%.

Damit könnte Sensirion sein Wachstumstempo und die Profitabilität der letzten Haare halten: Für 2017 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 148 Mio CHF, rund 13% mehr als 2016. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 26 Mio CHF und lag damit auf dem Vorjahreswert. 2017 erreichte Sensirion eine EBITDA-Marge von knapp 18%, 2016 lag sie gar bei 20%. 23% des Umsatzes wandte Sensirion zudem für die Forschung und Entwicklung auf.

Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Zudem sollen weitere Mittel ins Wachstum fliessen. Sensirion sieht seine Aktien denn auch nicht als Dividendentitel. "Sensirion ist prinzipiell ein Wachstumsunternehmen", sagte Lechner. "Das heisst aber nicht, dass es nie eine Dividende geben wird."

jr/kw

Moutier (awp) - Der Drehmaschinenhersteller Tornos ist im Geschäftsjahr 2017 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nachdem im Vorjahr noch ein Verlust resultiert hatte, sind dank des markant höheren Umsatzes sowohl der Betriebs- als auch der Reingewinn positiv ausgefallen. Erstmals seit Jahren zahlt das Unternehmen denn auch eine Dividende aus. Für das Gesamtjahr 2018 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und will das Ergebnis noch einmal verbessern.

Tornos hatte die Zahlen im Wesentlichen bereits im Januar und Februar bekanntgegeben, diese Werte werden nun bestätigt. Demnach zogen der Umsatz um 31% auf 178,8 Mio CHF und der Auftragseingang um über 55% auf 207,0 Mio massiv an. Der Auftragsbestand von 63,6 Mio CHF per Ende Dezember 2017 entspricht in etwa einem Auftragsvorrat von fünf Monaten.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT verbesserte sich gleichzeitig auf 9,5 Mio CHF und die entsprechende Marge auf 5,3%. Der Reingewinn legte auf 8,2 Mio zu, wobei hier ein Gewinn aus Verkäufen von Liegenschaften von 1,4 Mio CHF enthalten ist. Im Vorjahr hatten noch negative Werte von -3,0 Mio bzw. -3,6 Mio resultiert. Dank einer Reduktion des Nettoumlaufvermögens resultierte auch ein positiver freier Cashflow von über 28 Mio, nachdem hier 2017 noch ein Minus von 15,6 Mio herausgeschaut hatte.

ERSTE DIVIDENDE NACH ZEHN JAHREN

Erstmals seit langer Zeit will das Unternehmen den Aktionären wieder eine Dividende entrichten, nämlich 0,15 CHF je Aktie mittels einer Reduktion des Aktienkapitals. Zuletzt hatte eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 erfolgt.

Das Ergebnis wird als insgesamt sehr erfreulich bezeichnet. Die gute Entwicklung sei insbesondere auf die überarbeitete Produktepalette sowie auf neue Dienstleistungen zurückzuführen, wobei alle Maschinenreihen zugelegt hätten. Für in Moutier hergestellte höherpreisige Maschinen nahm der Auftragseingang im Vorjahresvergleich überproportional zu. Und auch die Maschinen im mittleren Preissegment hätten den bereits erfreulichen Wert des Vorjahres nochmals übertroffen. Gegen die Hälfte der verkauften Maschinen stellte Tornos in Asien her.

ANTEIL DER UHRENINDUSTRIE SCHRUMPFT DEUTLICH

Der wichtigste Zielmarkt war im vergangenen Jahr die Automobilindustrie mit einem Anteil am Auftragseingang von 45%. Die Medizinal- und Dentaltechnik steuerte 18% zum Bestellungseingang bei und das Marktsegment Elektronik knapp 8%. Deutlich rückläufig war der Anteil der Uhrenindustrie, welcher auf knapp 4% zurückging, nach über 11% im Vorjahr.

Weiter gibt das Unternehmen eine organisatorische Änderung bekannt. Im Mikro-Fräsmaschinen-Geschäft wird das Unternehmen die Aktivitäten zusammenführen und künftig einheitlich unter der Marke Tornos vertreiben. Deshalb werde die Tochtergesellschaft Almac per Ende 2018 in die Tornos SA in Moutier integriert. Alle Mitarbeitenden der Almac SA werden von Tornos übernommen.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 heisst es, dass der Geschäftsverlauf im Jahr 2018 besser sein werde als im Vorjahr. Man sei mit vollen Auftragsbüchern ins neue Jahr gestartet, die Zielmärkte präsentierten sich in einer stabilen Verfassung und die Nachfrage nach den Produkten von Tornos sei gross. So stelle sich die "erfreuliche Herausforderung", die zahlreichen Aufträge fristgerecht und in gewohnter Qualität auszuführen.

"Der Geschäftsverlauf in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres ist sehr erfreulich verlaufen", ergänzte CEO Michael Hauser an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Bei einzelnen Produkten sei die Nachfrage derart hoch, dass die Lieferfrist über ein Jahr betrage.

An der Börse verzeichnen die Tornos-Aktien am Montag nach einem guten Start mittlerweile leichte Verluste (-0,9%). Der Gesamtmarkt tendiert derweil leicht positiv.

cf/kw

Zürich - Der Backwarenkonzern Aryzta hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 (per Ende Januar) wie erwartet eine deutliche Umsatz- und Gewinneinbusse erlitten. Der Konzern hatte bereits Ende Januar eine massive Gewinnwarnung ausgesprochen. Das Management sieht sich in einem mehrjährigen Turnaround-Programm, wobei derzeit noch keine neuen Mittelfristziele kommuniziert werden. Die Aktie, die zu den grössten Verlierern im bisherigen Jahresverlauf gehört, kam entsprechend weiter unter Druck.

Der Umsatz sank im ersten Semester insgesamt um 6,3% auf 1,79 Mrd EUR, wie das irisch-schweizerische Unternehmen am Montag mitteilte. Organisch resultierte ein Rückgang von 2,2%, wobei einem Volumenrückgang von 3,8% ein positiver Preis-/Mix-Effekt von 1,6% gegenüberstand. Ohne das unterdessen verkaufte Cloverhill-Geschäft in Nordamerika hätte aber immerhin ein organisches Wachstum von 1,3% resultiert.

NORDAMERIKA SEHR SCHWACH

Was die Regionen betrifft, war vor allem in Nordamerika (Umsatzanteil 44%) ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Der Umsatz sank dort um über 14% auf 786,4 Mio EUR (org. -7,5%) und die Marge um 300 Basispunkte auf 9,0%. Vor allem die Probleme bei Cloverhill - Aryzta wurde dort bekanntlich von Kunden wegen Lieferschwierigkeiten verklagt - waren für den Rückgang verantwortlich.

In Europa konnte Aryzta (Anteil 49%) den Umsatz um 0,7% auf 868 Mio EUR steigern, organisch legte der Konzern auf dem alten Kontinent um 1,7% zu. Vor allem ein verlorener Vertrag mit Coop drückte hier auf den Umsatz. Im Rest der Welt, dessen Umsatzanteil lediglich gut 7% ausmacht, stieg der Umsatz organisch um 9,1%.

Der operative Gewinn (Stufe EBITDA) brach derweil um knapp 30% auf 161,3 Mio EUR ein, die entsprechende Marge sank um rund 300 Basispunkte auf 9,0%. Unter dem Strich resultierte ein (bereinigter) Gewinn von 50,9 Mio EUR, das sind 54% weniger als in der Vorjahresperiode. Werden auch die Goodwillabschreibungen und einmalige Restrukturierungskosten von über 200 Mio EUR miteinberechnet, ergäbe sich unter dem Strich gar ein hoher Verlust von knapp 197 Mio EUR.

Das neue Management unter dem Konzernchef Kevin Toland versucht seit ein paar Quartalen, das Geschäft zu stabilisieren. "Wir führen derzeit diverse Massnahmen zur Verbesserung des EBITDA ein. Dabei stecken wir in einem mehrjährigen Turnaround Programm", sagte der Konzernchef an einem Call für Investoren. Man lege nun den Fokus auf die Hauptkunden im Bereich Bäckereiwaren, die Verbesserung der operativen Effizienz und die Entschuldung der Bilanz.

Sicher sei man aber mit der jüngsten Gewinnentwicklung nicht zufrieden. Die Margen müssten wieder besser werden. Aber das brauche Zeit, sagte er. Ein wichtiges Thema ist auch die Verschuldung. Die Refinanzierung sei derzeit gesichert, erklärten die Verantwortlichen. Das Verhältnis aus Nettoschulden und EBITDA liege momentan bei 4,21x. Gemäss den aktuellen Kreditklauseln (Covenants) darf das Verhältnis nicht über 4,75x sein, Ende des Geschäftsjahres werde der Wert auf 4x weiter runtergehen.

Wichtig zur Stabilisierung des Geschäftes bzw. zur Finanzierung sind auch die geplanten Verkäufe, mit denen Aryzta mindestens 450 Mio EUR einnehmen will. Bei diesen sei man auf Kurs, sagte der Konzernchef. Bisher habe man bereits rund 140 Mio eingenommen, etwa mit dem Verkauf von La Rousse Foods im Januar und mit dem Verkauf von Cloverhill im Februar. Zum Verkauf steht vor allem noch eine 49%-Beteiligung an der französischen Picard.

VERTRAUEN ZURÜCKGEWINNEN

Zwar habe man schon viele Massnahmen ergriffen, so Konzernchef. "Aber bevor wir Ziele etwa zur Marge veröffentlichen, wollen wir auch das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen". Sicher sei man aber mit der jüngsten Gewinnentwicklung nicht zufrieden. "Die Margen müssen wieder besser werden. Aber das braucht Zeit", so der CEO.

Entsprechend den anhaltenden Unsicherheiten kam die Aryzta-Aktie am Montag erneut unter Druck. Zwar legte das Papier anfänglich deutlich zu, verlor aber nach der Eröffnung deutlich an Terrain und notiert am frühen Nachmittag 4,4% tiefer auf 22,85 CHF.

Der Zahlenkranz bewege sich in etwa dort, wo dies nach der Gewinnwarnung vom Januar erwartet werden konnte, hiess es bei Analysten. Befürchtet wird aber, dass die angekündigten Restrukturierungsmassnahmen mit hohen Kosten verbunden sind. Zudem fehle es an einer mittelfristigen Visibilität in Bezug auf die Margenentwicklung.

uh/tp

Zürich (awp) - Der Sanitärtechnikkonzern Geberit veröffentlicht am Dienstag, 13. März die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2017. Insgesamt neun Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen:

FOKUS: Da Geberit den Umsatz bereits im Januar publiziert und dabei auch die Guidance für die bereinigte EBITDA-Marge bestätigt hatte, sind kaum Überraschungen zu erwarten. Gespannt ist man insbesondere auf Aussagen zum Ausblick für das laufende Geschäftsjahr, wobei unter anderem der grösste Einzelmarkt Deutschland im Fokus steht oder der Einfluss der Rohmaterialpreise. Der operative Gewinn dürfte im laufenden Jahr vom Wegfall von negativen Sondereffekten im Zusammenhang mit der Schliessung zweier Werke in Frankreich profitieren, welche das Ergebnis 2017 noch belastet hatten.

ZIELE: Die schon vor längerer Zeit formulierten Mittelfristziele gelten ab 2018. Ab nun wird ein organisches Umsatzwachstum über die Zyklen von jährlich 4 bis 6% angestrebt. Dies unter der Annahme, dass der europäische Baumarkt zu "normalem" Wachstum zurückfindet. Durch die Realisierung der Synergien mit der übernommenen Sanitec soll die EBITDA-Marge in den Bereich von 28 bis 30% angehoben werden, im vergangenen Jahr lag die nicht um die Kosten bereinigte Marge bereits bei 28%. Der ROIC schliesslich soll 25% erreichen.

PRO MEMORIA: Im Januar gab Geberit den Umsatz bekannt. Dieser nahm um 3,5% auf 2,91 Mrd CHF zu, akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich ein organisches Plus von ebenfalls 3,5%. Die im Umsatz enthaltenen Währungseinflüsse waren positiv und erreichten 34 Mio CHF. Der umsatzmindernde Effekt des Verkaufs von Koralle und Varicor kompensiert den Währungseffekt allerdings vollständig. Das Wachstumstempo hat sich dabei im vierten Quartal gegenüber den Vorquartalen wieder etwas beschleunigt.

Mit Blick auf das Ergebnis hiess es, dass die um Einmalkosten der Sanitec-Integration bereinigte EBITDA-Marge im Rahmen der bereits prognostizierten 28% liegen dürfte. Negativ auf die operativen Ergebnisse hätten sich vor allem höhere Rohmaterialpreise, Personalkosten und Abschreibungen ausgewirkt. Dafür habe es positive Effekte durch den höheren Umsatz, durch einen guten Produktemix sowie durch Synergien aus der Sanitec-Integration gegeben.

AKTIENKURS: Die Geberit-Aktien kosten in etwa gleich viel wie Ende 2017, womit sie sich besser halten als der negative Gesamtmarkt. Vom Allzeithoch vom vergangenen August hat sich der Titel um gut 10% abgeschwächt.

yl/ab/cf

Haag (awp) - Der Ostschweizer Vakuumventilhersteller VAT ist im vergangenen Geschäftsjahr im Zuge der nach wie vor boomenden Halbleiterindustrie erneut stark gewachsen. Steigern konnte das Unternehmen auch seine Gewinnzahlen. Bei der operativen Marge konnte das Ostschweizer Unternehmen aber nicht von Skaleneffekten profitieren: Durch das rasante Wachstum der letzten Jahre verursachte Mehrkosten liessen VAT diesbezüglich an Ort treten.

Der Umsatz von VAT stieg um 36,3% auf 692,4 Mio CHF. Das um Einmaleffekte angepasstes Betriebsergebnis EBITDA stieg mit 36,1% im selben Ausmass. Beim EBIT weist VAT ein Plus von 51,1% auf 178,7 Mio CHF aus, und der Reingewinn, während der EBIT und belief sich auf 215,1 Mio CHF stieg um 72,1% auf 115,7 Mio CHF.

Im zweiten Jahresabschluss, den das Unternehmen seit seinem Börsengang im Frühling 2016 veröffentlichte, konnten die Schätzungen der Analysten damit grösstenteils überboten werden. Auch die versprochene Dividende von 4,00 je Aktie liegt am oberen Ende der Erwartungen. Die Aktien von VAT gewannen nach Veröffentlichung der Zahlen denn auch an Wert: Bei Handelseröffnung betrug das Plus gegenüber dem Schlusskurs des Vorabends fast 4,5%, am Mittag lag es immerhin noch bei knapp 1,9%.

SONDERKOSTEN WEGEN SCHNELLEN WACHSTUMS

Dass die EBITDA-Marge bei 31,1% stabil blieb und das Unternehmen nicht von Skaleneffekten profitieren konnte, erklärte VAT-CFO Andreas Leutenegger am Montag vor Medien und Analysten unter anderem mit Kosten, die durch das äusserst schnelle Wachstums der letzten Jahre verursacht wurde. Bezüglich Marge sei das Management eigentlich "glücklich darüber, was man erreicht habe", so Leutenegger.

Als Beispiel für zusätzliche Kosten wegen des schnellen Wachstums nannte er die Personalentwicklung: So sei die Mitarbeiterzahl letztes Jahr netto um rund 500 gestiegen. Zusammen mit der übrigen Fluktuation hätten insgesamt 1000 neue Personen bei VAT eingestellt werden müssen. Dies habe die Personalabteilung nicht mehr bewältigen können, weshalb zusätzlich externe Fachkräfte beigezogen werden mussten. Aber auch die hohe Auslastung der Fabriken hatte Auswirkungen auf der Kostenseite: Weil immer mehr Aufträge erst auf den letzten Drücker ausgeführt werden könnten, wurden letztes Jahr deutlich mehr Ventile per Luftfracht statt per Schiff verschickt - was entsprechend teurer sei.

KEINE PANIK WEGEN Q4-AUFTRAGSEINGANG

Einen scheinbaren Einbruch verzeichnete VAT beim Auftragseingang: So wurden übers ganze Jahr 2017 betrachtet zwar 31% mehr Aufträge verzeichnet als 2016. Im vierten Quartal jedoch betrug das Plus nur 11%. Für das VAT-Management ist das aber kein Grund für Nervosität. Wann genau Aufträge eingingen, könne variieren. Zudem sei per Jahresende das Verhältnis zwischen den Aufträgen im Bestellbuch und dem Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in etwa unverändert.

Überhaupt stehen die Zeichen bei VAT auf weiteres Wachstum: Für 2018 wird damit gerechnet, dass Megatrends wie die allgemeine Digitalisierung und steigende Vernetzung von Geräten das Wachstum weiter beflügeln dürften. Das Zeitalter von Big Data nehme immer mehr an Fahrt auf und verhelfe dem Unternehmen so zu einer neuen Phase des nachhaltigen Wachstums, hiess es in der Medienmitteilung. VAT dürfte davon profitieren, dass die Hersteller von Halbleitern und OLED-Screens weiter in ihre Produktion investieren und dafür auch Ventile von VAT benötigen.

2018 wird daher ein Wachstum des Umsatzes von 15 bis 20% erwartet. Auch das mittelfristige Ziel einer EBITDA-Marge von 33% wurde bestätigt - mit der Ergänzung, dass das Ziel im Jahr 2020 erreicht werden soll. Um den Kapazitätsausbau in Malaysia und Rumänien zu beschleunigen, erhöht VAT zudem seine Investitionsquote. Diese soll 2018 bei etwa 7% des Nettoumsatzes liegen. In den Folgejahren solle der Satz aber wieder auf ca. 4% gesenkt werden, hiess es.

jr/tp

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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