Forsa-Studie 'Führungsbarometer' Deutsche Führungskräfte verwenden nur eine Stunde pro Woche zur individuellen Förderung ihrer Mitarbeiter (FOTO) - Seite 2

Nachrichtenagentur: news aktuell
27.06.2018, 11:15  |  594   |   |   

Vertrauensbeziehung zwischen Führungskräften und Mitarbeitern gebe.

Zu viel Harmonie zwischen Führungskräften und Mitarbeitern führt
zu träger Organisation

"Es ist nur zu hoffen, dass dies nicht vielmehr ein
Nicht-Angriffspakt ist", sagt Stephan Penning. "Tust du mir nichts,
tu ich dir nichts. Denn Coaching und individuelle Entwicklung eigenen
sich häufig viel weniger dazu, Harmonie zu produzieren. Schließlich
geht es darum, gemeinsam besser zu werden. Wird das erst gar nicht
versucht, drohen Organisationen in eine harmonisch bedingte Träge
abzurutschen. Das bedeutet häufig Stillstand in Sachen
Unternehmensentwicklung und Innovation. Führung heißt aber nicht nur
Akzeptanz zu finden. Sondern eben auch unangenehme Dinge ansprechen
und entscheiden zu müssen. Wer Führungskraft wird, bewirbt sich nicht
um einen Beliebtheitspreis."

Führen Manager dann, verbrauchen Sie den größten Teil ihrer Zeit
für die Koordination und Priorisierung von Aufgaben (24 Prozent),
gefolgt von Meetings (18 Prozent), Zielmanagement (18 Prozent) und
Personalplanung (14 Prozent). Für individuelles Coaching sowie
Konfliktmanagement bleiben jeweils 13 Prozent der Führungszeit.
Hochgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche bedeutet das: Eine
Führungskraft verbringt gerade einmal eine einzige Stunde in der
Woche mit der individuellen Führung ihrer Mitarbeiter. Stephan
Penning sagt: "Und zwar all ihrer Mitarbeiter, nicht jedes
Einzelnen." Legt man eine 60-Stunden-Woche zugrunde, sind es immerhin
1,5 Stunden. "Geht man davon aus, dass ein mittlerer Manager auch nur
zehn Menschen führt, sind das sechs Minuten pro Person. Es ist
unerklärlich, wie hier persönliche Entwicklung stattfinden soll."

Die einfache Neuverteilung von Zeit reicht als Lösungsansatz nicht
aus

"Die Lösung des Problems ist vielschichtig", sagt Stephan Penning.
"Zunächst einmal ist das Selbstverständnis der Mittelmanager
entscheidend, nicht nur als Führungskraft tituliert zu werden,
sondern im Wortsinne auch führen zu wollen. Im zweiten Schritt steht
das Können: Welche Führungskompetenzen haben die entsprechenden
Manger bereits erworben? Sind Wollen und Können vorhanden, muss Zeit
umdisponiert werden: Weg von operativer Arbeit und Fach- und
Sachaufgaben hin zu Führungszeit. Und das wiederum fokussiert auf
individuelle Befähigung. Diese kann und sollte übrigens durchaus
während der operativen Arbeitszeit der Mitarbeiter stattfinden.
'Individuelle Befähigung' muss nicht immer heißen 'individueller
Termin'. Effektiver ist in vielen Fällen eine unmittelbare Begleitung
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren täglichen
Arbeitsabläufen."

Über die Studie:

Forsa hat im Auftrag von Penning Consulting 90 HR-Chefs befragt.
Jeweils zu einem Drittel in Unternehmen zwischen 400 und 500
Mitarbeitern, zwischen 501 und 1.000 Mitarbeitern und mit mehr als
1.001 Mitarbeitern. Um so einen repräsentativen Querschnitt durch
verschiedene Unternehmensgrößen und -formen in Deutschland zu
erhalten.

OTS: Penning Consulting GmbH
newsroom: http://www.presseportal.de/nr/102324
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Pressekontakt:

Penning Consulting GmbH
Frau Hanna Kraft
Aachener Straße 1290 - 1292
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Telefon: +49 2234 98 980 0
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