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AKTIE IM FOKUS Zweite Gewinnwarnung drückt Ceconomy auf neues Tief

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.09.2018, 11:51  |  735   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein ungewöhnlich heißer Sommer und vorsichtigere Prognosen des Elektronikhändlers Ceconomy haben die Aktien am Mittwoch schwer belastet. Sie sackten um fast 10 Prozent ab auf den tiefsten Stand seit der Börsennotiz im Juli vergangenen Jahres. Mit einem Abschlag von zuletzt noch knapp 6 Prozent auf 6,31 Euro waren sie der größte Verlierer im MDax der mittelgroßen Titel, in dem sie nur noch bis Freitag enthalten sind. Dann steigen sie in den SDax der kleineren Börsenwerte ab.

Der aus dem Metro-Konzern hervorgegangene Elektronikhändler hat wegen der ungewöhnlichen Hitzewelle in diesem Sommer die Gewinnprognosen für das Geschäftsjahr 2017/2018 gekappt. Die Beteiligung am französischen Branchenkollegen Fnac Darty ausgeklammert, dürfte der operative Gewinn (Ebit) unter dem des vorangegangenen Geschäftsjahres liegen. Finanzchef Mark Frese stellte zudem ein Fragezeichen hinter den Zeitplan für die mittelfristigen Ziele.

Anleger zogen daraufhin am Mittwoch die Reißleine. Bereits Mitte Juni hatte Ceconomy an der Börse schwer enttäuscht - mit niedrigeren Prognosen nach dem Verkauf des Russland-Geschäfts. Um gut 13 Prozent waren die Aktien an dem Tag eingebrochen. Dabei waren sie seit dem Hoch Mitte Januar bei 13,40 Euro ohnehin schon nur noch im Rückwärtsgang unterwegs gewesen: Mehr als halbiert hat sich der Kurs seitdem.
Ganz überraschend kam die Gewinnwarnung also nicht. Schon mit der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Geschäftsquartal Mitte August habe man am Markt eine neuerliche Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr befürchtet, schrieb Analyst Clement Genelot vom Investmenthaus Bryan Garnier. Die zweite Prognosesenkung in diesem Jahr drohe nun das Vertrauen der Investoren zu untergraben.

Der deutsche Absatzmarkt entwickele sich für Ceconomy unverändert schwach, sagte der Experte. Hier erwirtschafte das Unternehmen rund die Hälfte des Umsatzes. Das heiße Wetter, das Kunden vom Einkaufen abhalte, dürfte sich auch in den Monaten Juli bis September belastend ausgewirkt haben. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank rechnet damit, dass die Markterwartungen für die Gewinne von Ceconomy nun um bis zu 10 Prozent sinken könnten./bek/ag/nas

CECONOMY

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