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Kommentar Nebenwerte als Sicherheitsgarantie in stürmischen Zeiten

Gastautor: Torsten Arends
19.10.2018, 09:18  |  1684   |   |   

Die Zeiten an den Aktienmärkten werden langsam ungemütlich. Die Bluechips drohen zu schwächeln oder haben bereits Schwierigkeiten. Der DAX als der Bluechip-Index ist von seinen Höchstständen weit entfernt. Aber auch andere Indizes im europäischen Bluechip-Bereich sind angeschlagen. Alles keine besonders guten Aussichten, denn die meisten deutschen und europäischen Aktienanleger und Fonds setzen gerne und fast ausschließlich auf Großunternehmen und wollen damit eine gewisse Stabilität und Sicherheit im Depot erreichen.

Die zweite und die dritte Reihe

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Die zweite Reihe an der Börse wird durch den MDAX repräsentiert. Der MDAX (Mid-Cap-DAX) ist ein deutscher Aktienindex. Er spiegelt die Entwicklung der 50 größten Unternehmen der klassischen Branchen wider, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz auf die DAX-Unternehmen folgen.

Der MDAX ist ein Performance-Index, der seit dem 19.1.1996 an den Börsen gelistet wird. Im Zuge einer Neugestaltung ihrer Indizes reduzierte die Deutsche Börse den zweitwichtigsten deutschen Aktienindex zum 24.3.2003 von 70 auf 50 Werte. Zum 24.9.2018 wurde dann wieder auf 60 Werte erweitert. Dies steht im Zusammenhang mit der Aufnahme einiger bisher im TecDAX geführten Unternehmen.

Ein weiterer Index aus der DAX-Familie ist der SDax. Er stellt den Auswahlindex für 50 kleinere Unternehmen, sogenannte Small Caps, dar. Sie folgen den im MDAX enthaltenen Werten hinsichtlich Umsatz und Marktkapitalisierung. Ihn gibt es seit dem 21.6.1999.

Weitere Ausführungen zu den Indizes finden unsere Leser in einem früheren Beitrag: Die Änderungen in der Familie Dax.

Natürlich gibt es auch auf europäischer Ebene diese zwei Nebenwerte-Indizes.

Nebenwerte sind deutlich robuster

In 13 der vergangenen 18 Jahre schlugen europäische Nebenwerte die Standardwerte in Sachen Performance. Im Boxen würde es heißen: klarer Sieger nach Punkten für die Aktien von kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

Was auf europäischer Ebene gilt, finden wir in Deutschland nicht anders vor. Unsere Leser müssen sich nur einmal einen Vergleichschart zwischen dem DAX und dem MDAX oder dem SDAX anschauen. Dabei werden sie feststellen, dass die beiden kleineren Indizes den DAX in einem Mehrjahresvergleich deutlich hinter sich lassen.

Worin liegt die Ursache für das gute und stabile Abschneiden der Nebenwerte?

Kleine und mittelgroße Unternehmen wachsen regelmäßig stärker als Großkonzerne und bilden damit in der Konsequenz auch die Grundlage dafür, dass die Aktienkurse der kleinen und mittelgroßen Unternehmen stärker ansteigen.

Sehr viele kleine und mittelgroße Unternehmen stellen einerseits Zulieferprodukte für die DAX-Unternehmen und kooperieren mit den Großen. Andererseits sind sie selbst milliarden- oder millionenschwere Konzerne, die bisher nur nicht im Fokus der Anleger standen, sogenannte Hidden (versteckte) Champions.

Ein weiterer Vorteil liegt hier teilweise in der Eigentümerstruktur, denn häufig handelt es sich um familiengeführte Unternehmen, die eine gesunde Bilanzstruktur mit hoher Eigenkapitalquote aufweisen. Das führt zu weniger Verwerfungen, wenn die Börsen schwanken bzw. drehen.

Auch der Cashflow kann sich bei den Nebenwerten sehen lassen, und die erwirtschafteten Gewinne sind teilweise auch höher, was wiederum die Aktionäre an einer kontinuierlich hohen Dividendenzahlung merken.

Warum setzen so wenige Anleger auf Nebenwerte?

Die Ursache dafür sind einige teils tief im Bewusstsein verwurzelte Fehleinschätzungen, die die Anleger häufig davon abhalten, Aktien von kleinen und unbekannten Unternehmen zu erwerben.

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