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Die neue Cannabis-Aktie, die Aurora Cannabis und Canopy Growth überholt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.11.2018, 23:58  |  4082   |   |   

Die großen kanadischen Cannabis-Aktien mussten einen Rückschlag hinnehmen. Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) hatte in seiner ersten Handelswoche an der New Yorker Börse einen fürchterlichen Start. Canopy Growth (WKN:A140QA) verlor in der vorvergangenen Woche über 25 % seiner Marktkapitalisierung.

Aber es gibt eine neue Cannabis-Aktie, an der das Unwetter vorübergezogen ist. Die Performance dieser Aktie schlägt die von Aurora, Canopy und fast jeder anderen Cannabis-Aktie in diesem Jahr.

Um welche handelt es sich also? Origin House (WKN:A2DH0P). Die Aktie wurde ab dem 22. Oktober am Canadian Stock Exchange (CSE) und im Freiverkehr in den USA gehandelt. Nur ist Origin House allerdings nicht komplett neu.

Unter neuer Flagge

Bis vorvergangene Woche war Origin House noch als CannaRoyalty bekannt. Was steckt hinter der Namensänderung? Nun, das Unternehmen wollte eine neue Corporate Identity, die das Ziel deutlich macht, eine „herausragende weltweite Cannabismarke“ zu werden.

CannaRoyalty betitelte den Ursprung des Unternehmens. Das eigentliche Geschäftsmodell konzentrierte sich auf das Cannabis Royalty Streaming, bei dem das Unternehmen Marihuana-Unternehmen im Austausch für einen Prozentsatz der Pflanzenproduktion oder eine Beteiligung finanzierte. Doch die Strategie des Unternehmens änderte sich im Laufe der Zeit.

Origin House konzentriert sich nun hauptsächlich auf den Vertrieb von Cannabisprodukten in Kalifornien. Der US-Bundesstaat stellt den größten legalen Marihuana-Markt der Welt. Und Origin House ist die Nummer 1 auf dem kalifornischen Cannabis-Markt.

Das Unternehmen hat derzeit über 50 Markenpartner. Man vertreibt mehr als 130 Cannabis-Markenprodukte an rund 70 % der Einzelhandelsausgabesstellen in Kalifornien. Origin House besitzt und vermarktet auch gleich mehrere Eigenmarken.

Aber obwohl Origin House ein wichtiger Player auf dem riesigen kalifornischen Markt ist, hat man auch in Kanada den Fuß in der Tür. Im September gab das Unternehmen bekannt, dass man 180 Smoke übernimmt, einen führenden Vape-Händler mit 26 Geschäften sowie einer starken Online-Präsenz.

Gute Aussichten

Neuer Name, neues Logo und neuer Börsenticker: Origin House erwartet, dass die guten Zeiten erst richtig losgehen. CEO Marc Lustig sagte, dass das erste Halbjahr 2018 in Kalifornien aufgrund der holprigen Markteinführung des staatlich regulierten Marktes für Cannabis zum Freizeitgebrauch etwas schwierig war. Nun aber findet Lustig die Situation „ziemlich toll“.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass Origin House im Jahr 2019 profitabel sein wird. Technisch gesehen erzielte das Unternehmen im zweiten Quartal einen Gewinn. Das positive Ergebnis resultierte jedoch aus Gewinnen aus dem Verkauf von Vermögenswerten. Aber Origin House scheint nun auf einem gut Weg zu nachhaltiger Rentabilität zu sein.

Zumindest ein Analyst denkt, dass Origin House im nächsten Jahr fast 200 Millionen CAD und im Jahr 2020 425 Millionen CAD generieren wird – das sind rund 325 Millionen USD. Origin House bietet noch keine Umsatzprognose, aber die Schätzungen des Analysten sollten umsetzbar sein.

Lustig sagte, dass das Unternehmen derzeit rund 70 % seines Umsatzes mit dem Vertrieb und 30 % mit seinen Eigenmarken erzielt. Sein Ziel ist es, den Umsatzmix bis Anfang 2019 auf fast 50:50 zu verschieben. Origin House plant, dies durch die Einführung einer neuen Marke pro Monat zu erreichen.

Dies ist Teil der dreiphasigen langfristigen Strategie von Origin House. Man will zunächst die Basis als führender Cannabis-Verkäufer in Kalifornien weiter ausbauen. Phase zwei besteht darin, die Daten, die man aus ihren Vertriebsaktivitäten gewinnt, zu nutzen, um weiter zu beschleunigen – also mehr erfolgreiche Marken hervorzubringen und bestehende Marken auf dem kalifornischen Markt zu bewerben.

Phase drei der Strategie von Origin House könnte sich langfristig noch stärker auszahlen. Das Unternehmen plant, seinen Erfolg in Kalifornien auch in anderen wachstumsstarken Märkten zu wiederholen. Der Zukauf von 180 Smoke ist ein Beispiel für diese Strategie. Lustig hat angedeutet, dass Origin House in Zukunft auch in den benachbarten US-Bundesstaat Nevada expandieren könnte. Er ist fest entschlossen, dass das Unternehmen diszipliniert wachsen wird, anstatt in neue Märkte vorzudringen, ohne vorher eine solide Grundlage dafür geschaffen zu haben.

Besser als die großen Player?

Wie gesagt, Origin House schlägt locker die Aktienperformance der meisten anderen Cannabis-Aktien, darunter zwei der größten: Canopy und Aurora. Aber ist Origin House als langfristige Anlage auch besser als die Großen der Branche? Ich denke schon.

Die Investmentfirma Beacon Securities ist der Ansicht, dass Vertriebspartner und Einzelhändler die Königsklasse der Cannabismarken sein könnten. Da stimme ich zu, insbesondere was den US-Markt angeht. Origin House ist gut positioniert, um neben den Markenpartnern auch einige seiner Eigenmarken zu krönen.

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