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Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 06-2019

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Gastautor: Jörg Schulte
11.02.2019, 06:41  |  4840   |   

Marktbeobachter erkannten schnell die Gründe für die fallenden Kurse und nannten den weltweit stotternden Wirtschaftsmotor sowie enttäuschende Unternehmensausblicke als Gründe.

Der Dow Jones-Index stieg diese Woche um 0,2 % und pendelt um die 25.000 Punkte-Marke, während der DAX weitere rund 2,4 % auf 10.906 Punkte verlor. Als Grund für die momentane Stärke der US-Indizes wird die „Kapitulation“ der US-Notenbank am 30. Januar angeführt, zu der sie nach einem rund 20 % Crash im Dezember 2018 nahezu gezwungen worden sei. Für das deutsche Börsenbarometer DAX endete die vergangene Handelswoche eher unschön. Am Freitag fiel dann auch noch die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten.

 

Wurden die Börsen noch zu Beginn der Handelswoche von guter Stimmung und Konjunkturdaten aus Europa beflügelt, da der europäische Einkaufsmanagerindex nicht so stark gefallen war wie vermutet und die Rede zur Lage der Nation des US-Präsidenten Trump positiv gewertet wurde, was den DAX auf ein neues Jahreshoch geführt hatte, trat dann am Mittwoch wieder Ernüchterung ein. Am Donnerstag wurde schon wieder massiv abverkauft, was den Leitindex um rund 2,7 % in die Knie zwang.

 

Marktbeobachter erkannten schnell die Gründe für die fallenden Kurse und nannten den weltweit stotternden Wirtschaftsmotor sowie enttäuschende Unternehmensausblicke als Gründe für die Kursverluste. Zu schaffen machte dem DAX natürlich auch das erneute Kursbeben bei der Wirecard Aktie. Die Aktien des Zahlungsdienstleisters gaben am Donnerstag und Freitag zeitweise um jeweils bis zu 20 % nach, nachdem über die Ticker lief, dass die Polizei in Singapur Büroräume durchsucht hätte.

 

Als übergeordneten Grund sehen Experten aber immer noch den seit Monaten anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Ein Treffen werde nicht vor dem 1. März 2019 erwartet und die Länder seien von der Beendigung ihres Handelsstreits immer noch ein Stück weit entfernt, war den Medien zu entnehmen.

 

Auch die volkswirtschaftlichen Daten für die deutsche Wirtschaft sahen zuletzt nicht sonderlich gut aus. So dürfte das Bruttoinlandsprodukt bisherigen Schätzungen zufolge nur um maximal 0,2 % gestiegen sein. Das sei zwar immerhin eine Besserung gegenüber dem Minus von 0,1 % aus dem dritten Quartal 2018, aber dennoch ein enttäuschender Start ins neue Jahr. Der ifo-Geschäftsklimaindex setzte seinen Abwärtstrend um 1,9 Punkte auf 99,1 Punkte fort.

 

Eine schnelle Trendumkehr sei angesichts der andauernden Störfeuer wie ein immer gefährlicher werdender Brexit, sturmlaufende Gelbwesten in Frankreich und eine sich abschwächende Konjunktur in China und Europa nicht zu erwarten, war von Analysten zu hören.

 

Auch der Goldpreis verlor diese Woche 0,2 % auf rund 1.314,- USD je Unze, und der Silberpreis gab rund 0,5 % auf 15,84 % ab. Der Goldbugs-Index liegt mit knapp unter 170 Punkten auf dem Niveau der Vorwoche.

 

Nur eine Richtung, nämlich die nach oben, kennt derzeit scheinbar Palladium. In den vergangenen drei Jahren stieg das Metall um fast 175 % und notiert derzeit bei rund 1.404,- USD je Unze.

 

Und eine Fortsetzung der Hausse sei zumindest kurzfristig wahrscheinlich, so Analysten. Denn es sei im laufenden Jahr mit einem signifikanten Angebotsdefizit von etwa 1,3 Mio. Unzen zu rechnen, wobei das Gesamtvolumen sich auf gerade einmal rund 7 Mio. Unzen belaufe. Hier schlagen nun die in den vergangenen Jahren fehlenden Explorationsarbeiten voll durch!

 

Auch bei den Goldminenaktien ist einiges im Umbruch. So grassiert hier zusehends das Übernahmefieber. Seit der Übernahme von Randgold durch Barrick Gold wurde zu Jahresbeginn auch die Übernahme von Goldcorp durch Newmont bekannt gegeben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Fast alle Goldproduzenten mussten beziehungsweise haben in den vergangenen Jahren ihre Produktion teilweise um bis zu 40 % zurückgefahren und Stellen abgebaut. Und die Aktionäre machen dem Management immer mehr Druck, was es massiv dazu zwingt, Kosten besser in den Griff zu bekommen. Dazu müssen gewinnträchtige Minen gekauft und schwächere Abbaugebiete mit hohen Förderkosten abgestoßen werden. Hier aber wittern bereits Minenoptimierer ihr Geschäft und positionieren sich bereits finanziell, um interessante Projekte zu erwerben. Marktbeobachter rechnen mit einem Synergieeffekt, der sich mit ersten Verkäufen, aber auch Käufen von Minen immer schneller in Gang setzen könnte.

 

Der ein oder andere Übernahme Kandidat schlummert wahrscheinlich auch unter den Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten und auch in der vergangenen Woche wieder mit hervorragenden Meldungen aufwarten konnten. Deshalb hier die interessanrtresten Nachrichten im Überblick:

 

Silver stellt Portfolio seiner Explorationsprojekte in Chile vor

Neben seinen Minen in Mexiko betreibt der kanadische Silberproduzent auch noch aktiv seine drei Explorationsprojekte in Chile.

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Bluestone unterstreicht mit hohen Gehalten niedrige Gesamtförderkosten sowie vorhandenes Potenzial

Eine weitere neue Ader wurde darüber hinaus außerhalb der aktuellen Ressource entdeckt, die ebenfalls noch weiter erkundet werden muss, aber in dem aktualisierten Ressourcenmodell bereits als ‚VN_18’ geführt wird.

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Uranium Energy - die Revolution am US-Uranmarkt kann kommen

Mit den erschlossenen Projekten ‚Burke Hollow‘ und ‚Reno Creek‘ ist Uranium Energy schneller als viele andere Unternehmen in der Lage den Abbau und die Produktion zu starten.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

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Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Bitte beachten Sie die englische Originalmeldung.

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