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Über 3.500 Arbeitsplätze sind betroffen Großbritannien: Honda schließt das einzige Europa-Werk

19.02.2019, 14:18  |  11400   |   |   

Der japanische Autohersteller Honda, der 3.500 Mitarbeiter in seinem Werk in Swindon, England, beschäftigt, will den Standort bis 2021 schließen. CEO Takahiro Hachigo sagte in einer Pressekonferenz am Dienstag, dass die Entscheidung Teil eines globalen Umstrukturierungsplans sei. 

"Angesichts der beispiellosen Veränderungen, die unsere Branche betreffen, ist es wichtig, dass wir unsere Elektrifizierungsstrategie beschleunigen und unsere globalen Aktivitäten entsprechend umstrukturieren", sagte Katsushi Inoue, der Chief Officer für europäische Operationen, in seinem Statement zur aktuellen Situation der Marke und der Branche.

Die Entscheidung sei eine "verheerende Entscheidung für Swindon und Großbritannien", sagte Greg Clark, Großbritanniens Wirtschaftsminister, in einer Erklärung.

In Swindon baut Honda jährlich 160.000 Civics. Hachigo sagte auch, dass Honda weiterhin seinen europäischen Hauptsitz in Großbritannien haben wird. Die Schließung des einzigen Honda-Werkes in Europa habe nichts mit dem am 29. März 2019 anstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU zu tun, so das Unternehmen. 

Hachigo sagte auch, dass das Unternehmen nicht über die Möglichkeit nachdenkt, den europäischen Markt zu verlassen. Es sei jedoch geplant, Elektrofahrzeuge aus japanischer Produktion zu exportieren. Wie Nissan wird auch Honda von einem neuen Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan profitieren, das es einfacher machen wird, Autos in Japan für den Export in die EU zu produzieren. 

Honda kündigte auch an, dass es 2021 die Herstellung des Civic im Werk in der Türkei einstellen werde. Das Unternehmen verkauft in Nordamerika, Japan und China viel mehr Fahrzeuge als in Europa. Ian Howells, Senior Vice President von Honda in Europa, sagte gegenüber "BBC": "Wir sehen einen beispiellosen Wandel in der Branche auf globaler Ebene. Wir müssen aufgrund der Nachfrage unserer Kunden und der Gesetzgebung sehr schnell zur Elektrifizierung unserer Fahrzeuge übergehen".

Die Honda-Entscheidung folgt auf eine Reihe von ungünstigen Ankündigungen für Großbritannien: Der britische Autohersteller Jaguar Land Rover wird 4.500 Stellen streichen und die Staubsaugermarke Dyson verlegt ihren Hauptsitz von Südwestengland nach Singapur.
 

Quellen:

NYT

CNBC

BBC



2 Kommentare

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Kommentare

Der wahre Grund ist, das die Hondas aus England schneller rosten und qualitativ Rotz sind..
Wie er schon sagt: "aus japanischer Produktion zu exportieren"
Die Hondas in Japan gebaut haben einen wesentlich besseren Qualitätsstandard bei dem Europa nicht mithalten kann. Gute Technik kommt doch NUR aus Japan!
Die Japaner sind viel zu höflich als direkt die wahren Gründe zu nennen. Brexit wird natürlich auch eine wesentliche Rolle gespielt haben.

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