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Spurensuche nach Tanker-Attacken im Golf - Riad zeigt auf Teheran
Foto: Chris Boswell - 123rf Stockfoto

Spurensuche nach Tanker-Attacken im Golf - Riad zeigt auf Teheran

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.06.2019, 15:41  |  959   |   |   

WASHINGTON/RIAD (dpa-AFX) - Nach den mutmaßlichen Attacken auf zwei Tanker im Golf von Oman geht das Rätselraten über die Hintergründe weiter. Nach den USA und Großbritannien reihte sich auch Saudi-Arabien in die Reihe der Länder ein, die Teheran als Hauptverantwortlichen sehen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman holte in der Nacht zum Sonntag zum verbalen Schlag gegen den Iran aus. Er forderte von der internationalen Gemeinschaft eine "entschlossene Haltung". Der Iran wies jede Verantwortung zurück.

Das "iranische Regime" habe den Besuch des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe nicht respektiert und während dessen Anwesenheit die Schiffe angegriffen, eins davon ein japanisches, sagte Bin Salman der arabischen Zeitung "Al-Sharq al-Awsat", wie das Blatt am Sonntag berichtete. Das sunnitische Saudi-Arabien sieht in dem schiitischen Nachbarn einen Erzfeind.

Die beiden Tanker waren am Donnerstagmorgen bei schweren Zwischenfällen im Golf von Oman beschädigt worden. Zu dieser Zeit war Abe in Teheran, um im Konflikt mit dem Iran zu vermitteln. Die "Front Altair" einer norwegischen Reederei geriet nach Explosionen in Brand. Auch der japanische Betreiber der "Kokuka Courageous" berichtete von zwei Detonationen. Die genauen Hintergründe sind bislang unklar.

Sein Land wolle keinen Krieg, sagte der Thronfolger weiter. Zugleich betonte er jedoch: "Wir werden nicht zögern, jeder Bedrohung für unser Volk, unsere Souveränität und unsere lebenswichtigen Interessen zu begegnen." Das Problem liege allein in Teheran. Der Iran sei derjenige, der die Lage in der Region eskaliere und terroristische Angriffe verübe, entweder direkt oder über ihm treue Milizen. "Das zeigt deutlich den Kurs des iranischen Regimes und seine Absichten, die auf die Sicherheit und Stabilität der Region abzielen."

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag (Ortszeit) die US-Sichtweise untermauert. "Der Iran hat es getan", sagte er in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan stellte in Aussicht, die US-Regierung wolle bald weitere Belege für ihre Einschätzung veröffentlichen, um international Konsens in der Frage herzustellen. Mehrere andere Staaten und internationale Organisationen hielten sich dagegen mit Schuldzuweisungen ausdrücklich zurück und forderten eine genaue Untersuchung der Vorfälle.

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