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OTS Bundesverband der deutschen Kalkindustrie e.V. / Jahrestagung des ...

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.06.2019, 18:21  |  285   |   |   

Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie (BVK) (FOTO)
Leipzig (ots) -
Auf der Jahrestagung des Verbandes in Leipzig analysiert der BVK-Vorsitzende Dr. Kai Schaefer die aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere geht er auf die großen Herausforderungen für die Branche ein: das Abflauen der Wirtschaft, die gestiegenen umweltpolitischen Erwartungen der Zivilgesellschaft, das Thema Rohstoffsicherung und die Frage der Klimaneutralität bis 2050. Schließlich stellt er die aktuellen Zahlen der Deutschen Kalkindustrie vor. BVK-Hauptgeschäftsführer Martin Ogilvie vermittelt einen Überblick über die Arbeit, die Kernthemen und das Netzwerk des Verbandes. Dr. Burkhard Naffin, stellvertretender BVK-Vorsitzender, gibt die Gewinner des diesjährigen Arbeitssicherheitswettbewerbs bekannt.

Die Mitgliederversammlung als Branchentreffen der deutschen, österreichischen und schweizerischen Kalkindustrie findet dieses Jahr in Leipzig statt.

Der Verbandsvorsitzende Dr. Kai Schaefer, Mitglied der Geschäftsführung der SCHAEFER KALK GmbH & Co KG, Diez, macht deutlich, dass das Klima für die deutsche Kalkindustrie zunehmend rauer wird. Dies sei zum einen auf die aktuelle Weltwirtschaftslage zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die politische Entwicklung in Deutschland. Eine nicht handlungsfähige Große Koalition schaffe Unsicherheit und Stillstand. Der Ausgang der Europawahl, die Dynamik auf die Politik durch die Fridays-for-Future-Demonstrationen und die Stärke der Grünen könnten massive Auswirkungen auf die Industrie durch eine einseitige Klima- und Rohstoffpolitik haben.

"Eine immer schwierigere Herausforderung für uns alle ist die Sicherung der Abbaubarkeit unseres Rohstoffes. Die Anforderungen der Umweltgesetzgebung steigen weiter. Noch stärker aber steigt das Unverständnis der Zivilgesellschaft über industrielle Produktionsanlagen und über Eingriffe zur Rohstoffgewinnung", so Dr. Schaefer.

Die Kalkindustrie gehöre zu den energieintensiven Branchen. Seit Beginn des Emissionshandels sei sie in das europäische Emissionshandelssystem einbezogen. Eine nationale CO2-Steuer, die die Branche zusätzlich belasten würde, lehne die deutsche Kalkindustrie ab.

Um die Klimaziele 2050 aus dem Klimaschutzplan zu erreichen, solle Deutschland bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral sein. Die deutsche Kalkindustrie verstärke ihre Anstrengungen zur CO2-Minderung; die Prozessemissionen aus dem Kalkstein aber, die 2/3 der Gesamtmenge an CO2 ausmachen, seien nicht minderbar. Mindestens als Zwischenlösung fordere die deutsche Kalkindustrie daher auch die Möglichkeit der CO2-Verpressung.

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