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Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 33-2019

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Gastautor: Jörg Schulte
19.08.2019, 03:46  |  10189   |   

Angesichts unsicherer Aktienbörsen und zunehmendem Druck auf der Zinsseite, hört man immer öfter, dass Gold als sicherer Hafen wiederentdeckt würde.

 

Die schwierige Nachrichtenlage lässt fast keine Kurssteigerungen zu. Der ZEW-Index ist im August von - 24,5 auf - 44,1 Punkte auf den tiefsten Stand seit 2011 gefallen. Damit droht Deutschland eine technische Rezession. Zudem schwebt nach wie vor der ungeordnete Brexit wie ein Damoklesschwert über den Märkten.

 

Ein weiterer Tiefschlag kam am vergangenen Montag, als die Meldung eines eingetrübten ifo Weltwirtschaftsklimas über die Ticker lief. Der Indikator fiel im dritten Quartal von -2,4 auf -10,1 Punkte. „Die Verschärfung des Handelskonflikts belastet die Weltkonjunktur beträchtlich“, kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest.

 

Nachdem China am Dienstag angeboten hatte die Verhandlungen wieder aufzunehmen, als der DAX noch im Minus notierte, schoss er plötzlich um rund 250 Punkte nach oben. Die US-Regierung hatte daraufhin erklärt, einige Warengruppen aus Gründen der „Gesundheit und nationalen Sicherheit“ von zusätzlichen Zöllen auszunehmen. Auch die Zölle für Mobiltelefone, Laptops und verschiedene andere Produkte sollen bis zum 15. Dezember ausgesetzt werden, vielleicht um das Weihnachtsgeschäft nicht zu gefährden. Für alle anderen Güter hingegen sollen die neuen Zölle wie geplant am 1. September eingeführt werden.

 

Was wäre, wenn US-Präsident Trump gar nicht an einer Beilegung des Konflikts interessiert ist, und diesen dazu nutzt, um bei seinen potenziellen Wählern zu punkten? Rein theoretisch, wahrscheinlich auch praktisch, könnte er dann bis zur Präsidentschaftswahl im November 2020 den Konflikt aufrecht halten und nach „Belieben“ anheizen und auch wieder abkühlen lassen.

 

Dass sich China allerdings nicht so einfach erpressen lässt, hat das Reich der Mitte dadurch bewiesen, dass es nach der weiteren Eskalation den Yuan deutlich hat abwerten lassen. Das bedeutet, dass aus dem was als Handelskonflikt begann, in einen Währungskrieg werden könnte. In dem Fall, ist mit deutlich größeren Kollateralschäden für die Weltkonjunktur zu rechnen. Dementsprechend halten sich natürlich auch die Unternehmen mit Investitionen zurück. Als Folge daraus, erwarten Experten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels.

 

Angesichts unsicherer Aktienbörsen und zunehmendem Druck auf der Zinsseite, hört man immer öfter, dass Gold als sicherer Hafen wiederentdeckt würde. Der angesehene Analyst Daniel Ghali von TD Securities sieht beim Goldpreis ein Potenzial von 2.000,- USD je Unze. Die Gründe, die das Niveau rechtfertigen würden, seien vor allem die „unkonventionellen politischen Linien“. In den kommenden ein bis zwei Jahren, wenn diese politischen Linien immer mehr zur Realität würden, könne er sich problemlos ein Goldpreis von 2.000,- USD je Unze oder höher vorstellen.

 

Da Ghali nicht näher auf die „unkonventionellen Gründe“ einging, gehen wir davon aus, dass er damit nicht nur den US-Präsident Donald Trump meint, sondern auch die Probleme von Italien, Großbritannien und Argentinien bis hin zu China, wo das Risiko einer Zuspitzung der Ereignisse in Hongkong ebenfalls ein Treiber für die Goldpreisentwicklung gemeint sind. Für den Bank of America Merrill Lynch Metallanalyst bleibt der Grund für weiter steigende Goldpreise vor allem den Negativzinsen geschuldet.

 

Während Gold auf den höchsten Stand seit etwa sechs Jahren geklettert ist, notiert der Silberpreis nicht einmal auf dem Top-Niveau des vergangenen Jahres bei rund 18,50 USD je Unze. Allerdings, so Marktbeobachter, sei der Weg des Silberpreises mit dem Überwinden der 16,- USD je Unze-Marke nach oben frei, und hätte sogar genügend Potenzial demnächst besser zu laufen als der Goldpreis.

 

Das Gold/Silber-Verhältnis – welches beschreibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um eine Unze Gold zu kaufen – liegt noch immer bei einem historischen Hoch von über 88. Damit ist das Edel- und Industriemetall nahe an den Rekordwerten der 1990er Jahre. Anhand diesem Ratio erkennen die Marktexperten ein sehr attraktives Chance-Risiko-Verhältnis, zumal auch die Fundamentaldaten steigende Silberpeise vorhersagen. Berechnungen zufolge soll bereits im kommenden Jahr die Silbernachfrage höher sein als das Angebot, nicht zuletzt deshalb, da die globale Silberproduktion seit drei Jahren rückläufig ist. Nun könnte es doch noch richtig spannend werden beim Gold und Silber, aber auch bei den Elektrometallen werden.

 

Gute Nachrichten gab es wieder von den Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten. Die aus Redaktionssicht interessantesten Nachrichten finden Sie hier:

 

Sibanye-Stillwater mit deutlich besserem Quartalsergebnis

Goldproduktion steigt um 46 % bei stark gesunkenen Gesamtförderkosten.

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MAG Silver weiterhin voll auf Kurs!

Ebenfalls konnten bei der Untertagekonstruktion signifikante Fortschritte erzielt werden.

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Caledonia Mining blickt auf ein erfolgreiches 2. Quartal 2019 zurück

Neben den hervorragenden Zahlen wird der Fokus auf die Zukunft gerichtet. Und die sieht gut aus!

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EnWave in weiteren ETF aufgenommen

Nach der Aufnahme in den in den Horizon Marijuana Life Sciences Index ETF folgte nun auch die Aufnahme in einen an der New Yorker Börse notierten Cannabis ETF.

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Aurania Resources beginnt extrem spannendes Bohrprogramm und Endeavour Silver findet 1.705 g/t Silber

Während Aurania Resources nun in die bisher spannendste Bohrphase eintritt, hat Endeavour Silver erneut Volltreffer gelandet und bereitet die nächste Mine vor.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

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Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier - https://www.js-research.de/disclaimer-agb/ -. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

 

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