Bis zu 90% sparen! Kostenloser Depotgebühren-Check
030-275 77 6400
DAX+0,08 % EUR/USD-0,32 % Gold+1,20 % Öl (Brent)+0,06 %

METRO IM FOKUS Konzernchef Koch muss nun liefern

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.08.2019, 08:35  |  1231   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Nach dem gescheiterten Übernahmeangebot des tschechischen Investors Daniel Kretinsky steht Metro-Chef Olaf Koch unter Druck. Er muss nun beweisen, dass sein Konzept für den Handelskonzern aufgeht und dieser tatsächlich mehr wert ist als Kretinsky geboten hat. Die Lage bei Metro, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DIE LAGE BEI METRO:

In der Düsseldorfer Konzernzentrale dürfte das Management um Koch Anfang August aufgeatmet haben: Wenige Tage nach Ablauf der Übernahmeofferte des Investors Kretinsky war klar, dass dieser die Mindestannahmeschwelle deutlich verfehlt hatte. Lediglich knapp 42 Prozent der Aktien waren angedient worden, beziehungsweise befanden sich teilweise bereits in Kretinskys Besitz. Nötig waren 67,5 Prozent. Damit war das Angebot gescheitert.

Die Metro-Führung hatte sich gegen das Gebot gewehrt. Sie hatte erklärt, dass es das Unternehmen zu niedrig bewerte und nicht angemessen sei. Zugleich fürchtete der Konzern, dass die eigene operative Flexibilität und die strategische Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden könnte, da Kretinsky die Übernahme zu einem guten Teil fremdfinanzieren wollte.

Investoren sahen das Angebot ebenfalls skeptisch: So blieb der Aktienkurs von Metro seit Bekanntwerden der Kretinsky-Pläne unter dem Angebotspreis von 16 Euro hängen. Dazu stellten sich mit den Familien Beisheim und Schmidt-Ruthenbeck wichtige Großaktionäre quer. Einen höheren Preis wollte Kretinsky jedoch nicht zahlen. Nach dem Scheitern der Offerte fällt der Anteil des Investors wieder auf 17,5 Prozent zurück - er bleibt damit ein wichtiger Großaktionär des Handelskonzerns. Eigenen Aussagen zufolge plant er derzeit nicht, weitere Aktien zu kaufen. Was mit der Option auf den restlichen Metro-Anteil der Familie Haniel von 15,2 Prozent passiert, ist offen.

Die Erleichterung des Metro-Managements könnte daher nur von kurzer Dauer sein: Denn jetzt rückt das Tagesgeschäft der Metro wieder in den Vordergrund. Und damit die von Koch vorgelegten Pläne, mit denen der Manager das seit langem schwächelnde Unternehmen fit für die Zukunft machen will. Luft und Spielraum für Investitionen könnte Koch dabei der Verkauf des verlustreichen Supermarktgeschäfts Real sowie des China-Geschäfts verschaffen. Dann könnte sich Metro wieder ganz auf das Geschäft mit Gastronomiebetreibern und kleinen Händlern konzentrieren. Doch spruchreif ist noch nichts. So wurden jüngst die exklusiven Gespräche mit dem Investor Redos nochmals verlängert, der Verkauf zieht sich hin.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 3

Diskussion: METRO -- keine Chance gegen Amazon fresh
Wertpapier
MDAXMETRO
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
MetroAktienEuroHandelChina


1 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel