VW-Dieselskandal: Volkswagen zahlt Millionen für Vergleich in Chile Vergleiche auch in Deutschland möglich - Seite 2

07.02.2020, 11:28  |  1344   |   |   

 

Viele Klagen in Deutschland erfolgreich - OLG stellen Nutzungsentschädigung für VW in Frage

 

In Deutschland waren bisher viele Klagen gegen den VW- Konzern aufgrund des Abgasskandals erfolgreich, bereits 2017 in erster Instanz, sodann in Zweiter. Sollte VW nicht auf einen Vergleich eingehen, stehen den Wolfsburgern weitere Klagen ins Haus. Des Weiteren stellen die Oberlandesgerichte in Brandenburg und Hamburg die Ansprüche von VW gegen seine Kunden bei Rückabwicklung und Rückgabe des Fahrzeugs in Frage. Wird ein Kaufvertrag nämlich rückabgewickelt, so besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Wertersatz der gezogenen Nutzungen, die der vom Kaufvertrag zurücktretende Kunde ziehen konnte. Dieser Anspruch wird dann vom zurückzuzahlenden Bruttokaufpreis abgezogen. Dies erscheint vor allem vor dem Hintergrund der vorsätzlichen und sittenwidrigen Schädigung unbillig, so Verbraucherrechtsanwalt Johannes von Rüden, der weder vor dem BGH, noch dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gute Chancen dafür sieht, dass VW die Nutzungsentschädigung in vollem Umfang zugesprochen bekommt. Insbesondere der EuGH ist für seine verbraucherschutzfreundliche Rechtsprechung bekannt. Von Rüden plädiert dafür, den geschädigten Kunden den vollen Bruttokaufpreis zuzusprechen.

 

Zuletzt urteilte OLG Oldenburg, dass keine Verjährung eingetreten ist

 

Bisher versucht Volkswagen sich bei seiner Verteidigung gegen die Ansprüche vor allem darauf zu stützen, dass die Verjährungsfrist bereits mit Bekanntwerden des Dieselabgasskandals im Jahr 2015, habe zu laufen begonnen und mit Ende des Jahres 2018 die Ansprüche, wegen der regelmäßigen Verjährungsfrist, verjährt seien. Dem ist das OLG Oldenburg entgegengetreten und damit von einem Urteil des OLG München abgewichen, das der Auffassung Volkswagens gefolgt war. Das OLG Oldenburg erklärte, dass das fristauslösende Ereignis erst die Aufklärung des, als „Dieselgate“ bekannt gewordenen, Abgasskandals habe sein können. Betroffene Kunden sollten daher spätestens jetzt Klage erheben, da erste Ansprüche demnächst verjähren könnten. Entscheidend ist dabei, ab welchem Zeitpunkt es dem Fahrzeughalter möglich war, zu wissen, dass sein Fahrzeug betroffen ist. Lassen Sie sich daher von kompetenten Anwälten beraten. Nehmen Sie unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch.

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VW-Dieselskandal: Volkswagen zahlt Millionen für Vergleich in Chile Vergleiche auch in Deutschland möglich - Seite 2 VW hat mit vom Diesel-Abgasskandal in Chile betroffenen Kunden einen Vergleich geschlossen. Auch in Deutschland sind Vergleiche möglich.

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