Wohlstand für Alle - Vom Liberalismus und der Freien Marktwirtschaft profitieren die Ärmsten des Landes gefühlt am meisten

Gastautor: Markus Ross
13.02.2020, 11:26  |  735   |   |   

„Wenn Sie die ersten Seiten des kommunistischen Manifests lesen, so finden sie hier das größte Loblied auf den Kapitalismus, das Ihnen je unter die Augen gekommen ist.“ Hannah Ahrendt

Auch der Erfinder des Kommunismus, Karl Marx, erkannte klar die ökonomische Leistungsfähigkeit der Freien Marktwirtschaft und welchen Wohlstandsfortschritt sie der Menschheit gebracht hat. Dennoch wollte er dieses von ihm mit dem abwertenden Begriff ‚Kapitalismus‘ bezeichnete System zu Fall bringen und durch ein kommunistisches System ersetzen, in dem alle Menschen glücklich und zufrieden sein würden. Wohin das geführt hat, sieht man an allen kommunistischen Ländern, die samt und sonders früher oder später im Elend versinken.

Die meisten Menschen wissen nicht, wie viel besser es ihnen heute geht als noch vor nicht allzu langer Zeit – und dass sie das primär dem Kapitalismus zu verdanken haben.
Noch im Jahr 1816 gab es hier in Deutschland eine Hungersnot, in Irland starben bei einer Hungersnot im Jahr 1845 zwischen einer halben Million und einer Million Menschen. Und dafür, dass Hungersnöte auch in der heutigen Zeit vorkommen, muss man nur zum kommunistischen Nordkorea schauen oder zum sozialistischen Venezuela, wo es gerade zu massiven Versorgungsengpässen kommt.
Vor der Revolution im Jahr 1789 musste eine durchschnittliche französische Familie zwischen 50 und 80 Prozent ihres Einkommens nur für Brot aufwenden – da kann man sich eine ungefähre Vorstellung von der damaligen „Lebensqualität“ machen.

Hier exemplarisch ein paar Beispiele für großen Fortschritt in den vergangenen 100 Jahren:

Durchschnittliche Lebenserwartung               verdoppelt
Durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen        verdreifacht
Kinder-Sterblichkeitsrate                              gezehntelt
Nahrungsmittelkosten                                  gezehntelt
Transportkosten                                           gezehntelt
Elektrizitätskosten                                       gezwanzigstelt
Kommunikationskosten                                um den Faktor 1000 niedriger

Es ist bei Linken und sonstigen Weltverbesserern aber schon immer Methode gewesen, diese Vorteile zu verschweigen und andererseits den bösen ‚Kapitalismus“ für schlichtweg alles in der Welt verantwortlich zu machen, was schief geht, angefangen von Arbeitslosigkeit, Klimawandel bis hin zu Umweltsünden und allen anderen Ungerechtigkeiten dieser Welt.

Diese Fehlinformationen werden seit mehr als zwei Jahrhunderten von ‚interessierten Kreisen‘ sehr erfolgreich propagiert und verbreitet, um die Welt Schritt für Schritt auf das sozialistische Paradies vorzubereiten. Und so hat dieser Irrglaube seinen Weg in die Schulen, Universitäten, Medien und vor allen Dingen in die Köpfe vieler Menschen gefunden. 
Es ist eine wahrlich gigantische Marketingleistung der Sozialisten, dass sie in der Lage sind sehr vielen Menschen ihr katastrophal schlechtes ‚Produkt‘ anzudrehen. Und die Menschen nicht mehr erkennen, wie viel besser es ihnen selbst und allen anderen in einem System der Freien Marktwirtschaft geht.

Wesentliche Aspekte werden auch bei der aktuellen Diskussion um den Klimawandel und seine Ursachen verkannt: zum einen haben wir, wie schon gesagt, unseren gesamten Wohlstand primär dem Kapitalismus zu verdanken.
Und zum anderen ist nur ein gut funktionierender aber auch gut regulierter, „eingehegter“ Kapitalismus letztlich in der Lage, die Umwelt zu schützen – denn dafür benötigt man Ressourcen, Überschüsse und Geld.

Für beide vorgenannten Aspekte kann man das naheliegende Beispiel Deutschland und DDR heranziehen: Nach etwa 40 Jahren getrennter Wege war das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Westdeutschland im Jahr 1989 etwa 2,5 Mal so hoch wie in Ostdeutschland – so viel zum wirtschaftlichen Erfolg.
Im Bereich Umweltschutz gab es bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989 in der Bundesrepublik schon deutliche Verbesserungen, in Ostdeutschland hatte man für einen solchen „Luxus“ keinerlei Ressourcen übrig, die Luftverschmutzung in den dortigen Industriegebieten war riesig. Die ostdeutsche Führung hatte schon alle Hände voll damit zu tun, für eine aus unserer Perspektive notdürftige Versorgung der Ostdeutschen zu sorgen: die Nahrungsversorgung war nicht gerade auf höchstem Niveau, auf einen ‚Trabi‘ musste man auch etwa 10 Jahre warten und nur jeder zehnte Haushalt hatte einen Telefonanschluss. 
Für den Luxus „Umweltschutz“ hatte man in der sozialistischen DDR keinerlei Ressourcen übrig.

Die Freie Marktwirtschaft ist das Wirtschaftssystem des Liberalismus. Im Gesellschaftskonzept des Liberalismus können Unternehmer frei und selbständig agieren, so weit wie irgend möglich ohne Einflussnahme des Staates. Ludwig Erhard hat bei seiner Wirtschafts- und Währungsreform im Jahr 1948 als Ziel seines liberalen Wirtschaftsprogramms formuliert: „Wohlstand für alle“; und seine Reformen haben den Grundstein für unseren heutigen Wohlstand gelegt. Und dieser Wohlstand ist ausnahmslos allen zu Gute gekommen, auch denen am unteren Rand, die heute Sozialhilfe bekommen. Eine relativ hohe Mindestabsicherung kann sich nämlich nur ein wohlhabendes Land leisten.

Wenn sich auch Westdeutschland seitdem nicht diverse sozialistische Experimente geleistet hätte (staatliches Geldmonopol, hohe Staatsquote, staatliche Eingriffe in die Energiewirtschaft, überbordende Bürokratie, große Anzahl von Beamten, teure Parlamente, ein ausufernder Wohlfahrtsstaat, unsolide und unbezahlbare Rentenreformen, ein kontinuierlich schlechter werdendes Schulsystem, u.v.a.m.), läge unser Bruttosozialprodukt pro Kopf jetzt sicher bei dem Doppelten des heutigen Niveaus – was bedeuten würde, dass auch ein Sozialhilfeempfänger heute schon deutlich besser leben könnte!

Auch im Bereich Bildung wird es im Übrigen für alle von Vorteil sein, wenn der Staat möglichst wenig Einfluss ausübt. In einem vernünftigen freiheitlichen System wären alle in der Lage, ihre Kinder in gute Schulen zu schicken, nicht nur die Wohlhabenden. 
Schulen müssen nicht staatlich organisiert und verwaltet werden - der Staat kann zum Beispiel Eltern das Schulgeld für gute private Schulen zur Verfügung stellen, anstatt mit hohem Aufwand staatliche Schulen zu verwalten, deren Qualität oftmals nicht die Kosten rechtfertigen.

Ein Blick in die Zukunft:

Im Interesse der Menschen müssen wir die großen Vorteile einer Freien Marktwirtschaft gegenüber einem halb- oder voll-sozialistischen System herausarbeiten. Nur mit gutem Wissen und guten Informationen ausgestattete Menschen sind in der Lage, bei ihren Wahlentscheidungen die für sie selbst mittel- bis langfristig besten Entscheidungen zu treffen. Hier muss angesetzt werden!
Wenn Neidgefühle ausgeblendet werden, erkennt jeder vernünftige Mensch, dass es für ihn und seine Familie sehr viel besser ist, wenn er selbst real doppelt so viel Geld zur Verfügung hat als vorher – auch wenn vielleicht ein anderer Hundert mal mehr haben sollte.
Die erste „Aufklärung“ seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts hat für die Menschheit Wunder bewirkt. Eine zweite Aufklärungsphase ist dringend nötig.
Erst wenn die Menschen erkennen, dass ein freiheitliches Wirtschaftssystem für sie selbst und alle anderen vorteilhaft ist, aber auch nur dann, wird es auch in unserem Land wieder Mehrheiten für eine vernünftige Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik geben.

Autor: Markus Ross, Atlas Initiative für Recht und Freiheit e.V., Frankfurt

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