TecDAX Wirecard: Die Uhr tickt - Braun sagt: "Plan übererfüllt" orchestriert von JPM, Goldman,UBS,DZBank ...

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
16.02.2020, 13:10  |  7700   |   |   
TecDAX | Wirecard: Die Uhr tickt - Braun sagt:

Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) hat am Freitag geliefert - sehr gut, aber offensichtlich nicht so gut, dass der Kurs anspringt - sell on good news? Eher: Die große FT-Unsicherheit wurde nicht genommen, es fehlte ein - herbeigeschriebener Hinweis - wann KPMG seinen Bericht abliefern wird.

Am Freitag - nach den Zahlen - schloss der Kurs von Wirecard leichter bei 138,90 EUR - ein Kurs der weder den Longs weh tut, auch wenn der gerade überwundene Widerstand von 140,00 EUR wieder unterboten wurde, noch den Shorts große Freude bringt. Der CEO Markus Braun betont klar das WESENTLICHE des Tages auf Twitter: "We are overachievers. Wirecard’s business is going strong into the future and we are very much looking forward to a successful year." Planübererfüllung und - wie man es verstehen könnte - nicht nur für 2019, sondern auch für die aktuell gerade noch betätigte Prognose für 2020. Und das offizielle Wirecard-Twitteraccount steht nicht nach: "We continued our growth in fiscal year 2019, substantially boosting both sales revenues and earnings."

Und wie wurde das ganze nun aufgenommen? Gemischt, Grundtenor gut,aber - wie zu erwarten - es fehlt die Klarheit über die Vorwürfe der FT. Die Zahlen waren nicht so viel besser als erwartet, als dass es einen Schub für die Aktie gegeben hätte. Wunder gehen halt nicht auf Knopfdruck, insbesondere wenn man ein auf seinen guten Ruf angewiesener Anbieter einer Dienstleistung ist, die auch andere liefern könnten - zumindest ähnlich oder in einer Kombination verschiedener Anbieter. NICHT VERGESSEN: Die Ergebnisse wurden erzielt trotz der dem Renomme abträglichen FT-Diskussion, trotz der diversen "Sensationsberichte" auf FT, Wirtschafts-Woche, Handelsblatt und anderen. Wirecard's Management musste sich auf das Operative konzentrieren und bestimmt sind einige Kunden "verlorengegangen" durch die Stimmungslage - Paymentdienstleistungen erfordern Vertrauen in den Geschäftspartner, der "für einen" das Geld "einsammeln" soll - und niemand kann behaupten, dass nicht einige durch die Betrugsdiskussionen abgeschreckt wurden. Also die Zahlen sind eigentlich noch besser, wenn der FT-Effekt berücksichtigt wird. Wieviel Umsatz und Gewinn - aufgrund der hohen Economies of Scale trägt jeder zusätzliche EURO Umsatz mehr zum Gewinn bei - verlorenging, kann nicht beziffert werden. Wieviele Kunden nicht gewonnen werden konnten, weil Management-Kapazität wegen der KPMG-Prüfungen anderweitig gebunden wurde und wird, kann man nicht beziffern - vermutlich einige.

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