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Agrarius: Enttäuschende Resultate

Nachrichtenquelle: Aktien Global
24.11.2020, 08:42  |  288   |   |   

Den Ausführungen von SMC-Research zufolge ist die Ernte bei Agrarius enttäuschend verlaufen. SMC-Analyst Holger Steffen setzt sein Research nun zunächst aus, bis das Unternehmen wieder eine solidere Basis erreicht.

Nachdem die Ernte der Winterkulturen mit 19,3 Tsd. Tonnen bereits um ca. 25 Prozent unter dem Planwert geblieben sei, habe AGRARIUS gemäß SMC-Research nun auch enttäuschende Resultate für die Sommerkulturen gemeldet. Insgesamt habe sich die Erntemenge lediglich auf 8,1 Tsd. Tonnen belaufen, das Management habe hingegen unter durchschnittlichen Wetterbedingungen mit rund 11 Tsd. Tonnen kalkuliert. Die Witterungsbedingungen seien aber im gesamten Zyklus ungünstig gewesen. Insbesondere habe es deutlich zu wenig Niederschlag gegeben – und wenn es Regen gegeben habe, dann in den falschen Phasen.

Das Wetter spiele nach Darstellung von SMC-Research in der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle. AGRARIUS leide nun schon das zweite Jahr in Folge unter deutlich zu niedrigen Niederschlägen in der Anbauregion, was für Verluste und Finanzierungsbedarf sorge. Die grundsätzlichen Fort­schri­tte, die im Aufbau und der Professionalisierung der Aktivitäten in Rumänien erzielt worden seien, werden daher nach Darstellung der Analysten in den Zahlen im Moment nicht sichtbar. Zwar könne das Unternehmen prinzipiell inzwischen deutliche Überschüsse erwirtschaften, was auch im nächsten Jahr wieder möglich sein werde, aber dafür müsse das Wetter mitspielen. Eine erneut enttäuschende Entwicklung wäre nach Meinung von SMC-Research schwer zu verkraften.

Vor diesem Hintergrund setzen die Analysten das Research zunächst aus und warten ab, wie sich die Winterkulturen entwickeln. Hoffnung mache, dass die Aussaat und die erste Entwicklungsphase von Winterraps, der eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für AGRARIUS habe, gut gelaufen seien. Sollte sich dieser positive Trend bestätigen, könne das aus Sicht von SMC-Research auch die weitere Finanzierung erleichtern. Sobald diesbezüglich wieder eine solide Basis bestehe, werden die Analysten das Research wieder aufnehmen – das könne durchaus schon im nächsten Frühjahr oder Sommer der Fall sein.

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 24.11.20, 09:50 Uhr)

Bitte beachten Sie unseren Disclaimer zur Identität des Weitergebenden und zu möglichen Interessenskonflikten: http://www.aktien-global.de/impressum/

Hinweise nach Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958

Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 24.11.20 um 9:20 Uhr fertiggestellt und am 24.11.20 um 9:30 Uhr von sc-consult GmbH (SMC-Research) erstmals veröffentlicht.

Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: http://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2020/11/2019-11-24-SMC-Comment-Agrarius_frei.pdf

Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.


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Kommentare

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27.11.20 11:27:05
Die sog. Aussetzung des Research, "bis das Unternehmen wieder eine solidere Basis erreicht",
geschieht meistens, wenn eine Unternehmensinsolvenz möglich oder absehbar ist, oder wenn extrem gravierende Bilanzmanipulationen bekannt werden etc.
Auf jeden Fall immer, wenn die unmittelbare Unternehmenszukunft akut sehr deutlich bedrohlicher aussieht und die Insolvenzwahrscheinlichkeit drastisch gestiegen ist. Zur Erinnerung:
1) Bedingt durch den Verlust des Jahres 2019 brach die Eigenkapitalquote von 29 auf nur noch 7 Prozent zum Geschäftsjahresende ein. 2020 jedoch fällt erneut ein Mehrmillionenverlust an! Entweder also eine schnelle große Kapitalerhöhung, zu einem Kurs, der jeden zwingt mitzuzeichnen (1,x €/Aktie) - oder Insolvenz.
2) Das gesamte kurzfristige Fremdkapital stieg bereits letztes Geschäftsjahr von 6,9 Mio auf 10,2 Mio. Euro. So hoch kurzfristig verschuldete, mehrjährig hoch defizitäre Unternehmen ohne Eigenkapital leiht keine Bank mehr Geld!

Die Aussichten für Agrarius sind zudem verherrend:
1) Putin hat gestern erneut das Einfuhrverbot für EU-Lebensmittel nach Russland bis zum 31.12.2021 verlängert. Seit Boykottbeginn 2015 stehen die EU-Preise für Landwirtschaftsprodukte durch die fehlende Nachfrage aus Russland deutlicher unter Preisdruck. Siehe https://www.agrarheute.com/politik/russland-verlaengert-einf…

2) Die Ausbreitung der Schweinepest (u.a. Polen, Deutschland, Tschechien) führte zu einem Importstopp nach China, Japan, Südkorea etc..In Folge fiel der Schweinepreis in der EU drastisch, er lag vor 9 -12 Monaten noch rd. 50% (!) höher. https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/schweinepest-ende-…

Die Folge ist, dass ab Herbst 2020 die Nachfrage nach Schweinefutter drastisch zurück ging, weil seidem deutlich weniger Schweine in Mästung sind. In Folge fielen die Preise je Tonne Futtermittel sogar noch drastischer, weil es schlecht/kaum lagerbar. Und es wird 24 bis 36 Monate dauern,
bis die Schweinepest in der EU komplett weg ist & die Abnehmerländer China, Japan etc Schweinefleisch aus der EU wieder abnehmen werden.

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