ROUNDUP 2 Merkel plant vorsichtige Öffnung in dritter Corona-Welle

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
23.02.2021, 19:34  |  127   |   |   

(durchgehend aktualisiert)

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht eine dritte Coronawelle durch Deutschland rollen und will deshalb nur behutsam aus dem Lockdown. Es gebe drei Stränge, bei denen man Schritt für Schritt öffnen wolle, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Online-Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zugleich soll die Impfreihenfolge geändert werden, um die teilweise Öffnung von Kitas und Schulen besser abzusichern: Beschäftigte in Kitas, Kindertagespflege sowie Grund- und Förderschulen sollen bereits von diesem Mittwoch eine Impfung erhalten können.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Das gibt in einem Umfeld, in dem Abstand & Maske nicht immer möglich sind, zusätzliche Sicherheit." Dazu soll eine geänderte Impfverordnung im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. In zehn Bundesländern sind Grundschulen und Kitas seit Montag wieder geöffnet.

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Für diese Impfungen kommen voraussichtlich zunächst Hunderttausende Impfdosen des Herstellers Astrazeneca in Frage, die bisher ungenutzt lagern. Dem Ministerium zufolge wurden mehr als 1,4 Millionen Dosen geliefert - nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden aber nur 212 000 Dosen gespritzt. Am Samstag sollen mehr als 650 000 weitere Dosen des Astrazeneca-Stoffes an die Länder gehen. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass sich Pflegekräfte wegen der etwas geringeren Wirksamkeit damit nicht spritzen lassen wollen.

INFEKTIONSLAGE:

Merkel sagte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, die Tatsache, dass es eine dritte Corona-Welle gebe, könne nicht wegdefiniert werden. Man müsse mit der Mutation des Virus leben. Der Anteil der ansteckenderen britischen Virusmutation ist nach Angaben des Verbands Akkreditierter Labore in der Medizin auf rund 30 Prozent gewachsen, wie der Verband auf Basis von Stichproben mitteilte. Binnen eines Tages gab es 3883 Corona-Neuinfektionen, binnen sieben Tagen 60,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Die Zahl der Toten stieg um 415 auf 68 318.

ÖFFNUNGSPERSPEKTIVEN UND VERSCHÄRFUNGEN:

Merkel nannte als Öffnungsstränge die persönlichen Kontaktbeschränkungen sowie Bildung und Wirtschaft. Die Schritte sollten klug mit den erweiterten Testmöglichkeiten zusammengebracht werden. CDU-Chef Armin Laschet sagte in der Fraktionssitzung, nachdem sich die britische Variante ausbreite, sei Vorsicht das Richtige. Trotzdem werde eine Öffnungsstrategie erwartet - Testen sei deshalb wichtig.


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