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Steigende Gebühren drohen Was halten Sie von einem möglichen Verbot von „Payment for Orderflow“?

Die EU-Kommission denkt über ein Verbot von Rückvergütungsprovisionen nach. Steigende Transaktionsgebühren wären die Folge, da den Brokern ein Teil ihrer Einnahmen wegbrechen würde.

Seit einigen Jahren sorgen die sogenannten Neobroker für Bewegung in der Finanzbranche. Dank dem Smartphone und günstigen Gebühren ist der Handel mit Wertpapieren so einfach und preiswert wie nie zuvor. Laut einer Studie des Deutschen Aktieninstitut strömten 2020 so viele Menschen an die Börsen, wie schon seit 20 Jahren nicht mehr, darunter besonders viele junge Anleger, die auf diese Weise etwas für ihre Altersvorsorge tun wollen. Kunden unseres eigenen Brokers, des mehrfach ausgezeichneten Smartbroker, handeln unter bestimmten Voraussetzungen sogar für 0 Euro pro Order, Depotgebühren gibt es nicht.

Möglich wird dies vor allem durch das als „Payment for Orderflow“ bezeichnete Prinzip, wonach der Broker (also z.B. der Smartbroker) eine kleine Vergütung von den Handelsplätzen erhält, weil er ihnen Kunden vermittelt, die dann an einer Börse ein Geschäft abschließen. Diese Rückvergütungen gibt es nicht nur beim Aktienkauf, sondern z.B. auch von Derivate-Emittenten und ETF-Anbietern. Alle Anbieter erhalten diese Rückvergütungen, also auch diejenigen, bei denen eine Order schnell mal 10, 20 oder sogar 30 Euro kosten kann. Bedeutet: Alle Broker erhalten eine kleine Provision, aber nur die Neobroker reduzieren deshalb ihre Gebühren.

Günstigere Kurse als bei Xetra

Die Neobroker sind in der Regel so organisiert, dass sie auch von diesen kleinen Margen leben können, da sie auf ein teures Netz an Filialen und Beratern verzichten. Die gesamte Infrastruktur läuft digital und ist dadurch günstiger als etwa bei den „klassischen“ Sparkassen oder Regionalbanken. Die EU-Kommission denkt nun allerdings darüber nach, „Payment for Orderflow“ verbieten zu lassen, weil aus ihrer Sicht die Gefahr besteht, dass die Kunden womöglich zu dem Börsenplatz geleitet werden, der den Brokern die größte Provision verspricht, nicht aber unbedingt die günstigsten Kurse für die Kunden anbietet.

Das ist vor allem dann ein Problem, wenn Broker nur einen oder zwei Handelsplätze zur Verfügung stellen – denn in diesen Fällen ist die Auswahl tatsächlich sehr eingeschränkt und Kurse können kaum oder gar nicht verglichen werden. Der Smartbroker bietet seinen Kunden Zugang zu rund 40 Handelsplätzen, darunter allen Börsen in Deutschland. Erst vor wenigen Wochen wurde der Smartbroker in der renommierten Zeitschrift „Finanztest“ als mit Abstand günstigster Anbieter unter allen getesteten Brokern ermittelt.

Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag von Trade Republic kam zu dem Ergebnis, dass Kunden beim Handel über die elektronische Börse Lang & Schwarz keine Nachteile bei den Ausführungskursen entstehen. Die Untersuchung basierte auf ca. 2,2 Millionen Transaktionen von rund 100.000 Kunden des Berliner Online-Brokers. Demnach erhalten Kunden bei Lang & Schwarz in 43 Prozent der Fälle sogar bessere Kurse als bei einer Ausführung über den Referenzmarkt Xetra – der wiederum mit höheren Ordergebühren zu Buche schlägt. Laut der Studie sparen Kunden des Neobroker durchschnittlich 52 Cent bei einer 1.000 € Order, verglichen mit der gleichen Transaktion auf Xetra.

Wir möchten gerne von Ihnen wissen, wie Sie zu einem möglichen Verbot des „Payment for Order Flow“-Modells stehen und ob Sie sich mit steigenden Gebühren arrangieren könnten, sollten die Rückvergütungen für die Broker künftig wegfallen. 


BITTE NEHMEN SIE SICH EINE MINUTE ZEIT FÜR UNSERE KURZE UMFRAGE UND KLICKEN AUF DIESEN LINK


Ihr Abstimmungsverhalten ist selbstverständlich zu 100 Prozent anonym.

Autor: F.R.




7 Kommentare
29.11.2021, 11:51  |  12994   |   |   

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Kommentare

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02.12.21 09:44:20
Vielen Dank für Deinen gesendeten Beitrag.

Ich habe in den letzten 8 Jahren andere Erfahrungen gemacht und fühle mich bei Flatex als Kunde
sehr wohl. Dies schrieb ich am 29.11.21 19:26:45 h Beitrag Nr. 4 (70.065.428. Es wird ein Beispiel
als Schaubild beigefügt. Der beste Marktteilnehmer mit fairen Preisen und Stückzahlen in Tradegate.

Wenn Du Lust und Interesse hast, schaue es Dir einmal an.
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02.12.21 09:13:26
Die Zersplitterung der Börsenlandschaft in Deutschland ist das Kernproblem, nicht PFOF.

Durch immer neue Börsenplätze und vor allem Dark Pools reduziert dich die Liquidität je Handelsplatz immer weiter, sehr wahrscheinlich mit Folgen für die Preisbildung und die Ausführungsqualität für den Kunden.

Nur aufgrund dieses Wettbewerbs ist es überhaupt zu PFOF gekommen.

PFOF jetzt einzudämmen geht nicht an die Wurzel des Übels.

Vom Punktmarkt, den eine Börse ja darstellen sollte, sind wir Lichtjahre entfernt.

Persönlich sind für mich Börsenplätze bei denen ich aufgrund der bid/ask size mehrere Ausführungen je Order erwarten muss uninteressant, weil mit zu großen Preisänderungsrisiken und häufig mit großen Spreads behaftet.
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30.11.21 16:55:55
Die Regulierer sollten sich mal mit Versicherungen beschäftigen und die dort üblichen Rückvergütungen genauer unter die Lupe nehmen.
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29.11.21 19:45:47
Kleiner Hinweis eines Traders:

Auf XETRA wurden zum Schluss wie folgt angeboten:

23,300 EUR Stück 3.439

Heute Abend versucht jemand den Kurs besser zu stellen. Da könnte morgen ein böses Erwachen kommen. Nur für die Trader.. nicht für die Träumer.. ist diese Meldung!!
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29.11.21 19:26:45
Als Trader interessiert mich diese Diskussion überhaupt nicht, weil ich über Flatex genug Handelspartner erhalte und die Gebühren für die Transaktion in Ordnung sind. Tradegate ist für mich im Handel der absolut faireste und beste Handelsartner den es in der Abwicklung gibt. Die Kursstellung und die angegebenen Stückzahlen machen im Handel sehr viel Freude. Die Gebührendiskussion ist deshalb seit Jahren für mich nie ein Thema gewesen.

Sie sind m.E. auch in diesem Forum kleinkariert.....gute Trader zahlen gerne den Beitrag an den Broker oder Handelsplatz.
"Man muss auch gönne können". Ein sehr schöner Spruch aus dem Rheinland.

Gerne zeige ich heute mal ein Bild wie Flatex aktuell den Kurs von mehren Häusern in WO anzeigt!!

Börse letzter letzter Kurs Diff Volumen Geld Brief Hoch Umsatz % kumuliert G-Vol B-Vol Tief
XETRA 29.11.2021 23,30 EUR 0,30 330 0,00 0,00 24,00 5,90 EUR 17:36:13 1,30 % 18.220 0 0 23,20
Lang & Schwarz 29.11.2021 23,50 EUR 0,50 25 23,10 23,50 23,70
ab 5,90 EUR realtime 14:53:17 2,17 % 2.128 44 44 23,30
Baader Bank AG 29.11.2021 23,40 EUR 0,50 13 23,10 23,60 23,40
5,90 EUR realtime 11:41:34 2,18 % 13 107 107 23,40
gettex 29.11.2021 23,10 EUR 0,20 23 23,10 23,60 24,00
ab 3,90 EUR realtime 18:31:23 0,87 % 823 107 107 23,10
Lang & Schwarz Exchange 29.11.2021 23,20 EUR -0,10 50 23,10 23,50 24,00
5,90 EUR realtime 19:10:06 -0,43 % 3.663 44 44 22,90
Tradegate 29.11.2021 23,40 EUR 0,10 25 23,30 23,40 24,00
5,90 EUR realtime 18:51:57 0,43 % 8.190 135 132 23,10
Quotrix 29.11.2021 23,40 EUR 0,40 50 23,30 23,40 23,60
5,90 EUR realtime 18:51:35 1,74 % 1.000 160 160 23,00

Viel Spaß mit dem Puzzle wünsche ich auf diesem Weg!!

Disclaimer

Steigende Gebühren drohen Was halten Sie von einem möglichen Verbot von „Payment for Orderflow“? Die EU-Kommission denkt über ein Verbot von Rückvergütungsprovisionen nach. Steigende Transaktionsgebühren wären die Folge, da den Brokern ein Teil ihrer Einnahmen wegbrechen würde.



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