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Die Fondsbilanz 2007

Gastautor: Albert Reiter
04.01.2008, 11:10  |  2540   |   |   
e-fundresearch.com analysiert die Gewinner und Verlierer 2007:

2007 war für Fondsanleger ein durchwachsenes Jahr. Zwar waren Renditen von bis zu 65,8 Prozent möglich, doch die Subprime- und Kreditkrise drückte auf die Stimmung an den internationalen Märkten und damit auch auf die Gewinne der Anleger. Nur knapp 53 Prozent aller 10.163 im deutschsprachigen Raum zugelassenen Fonds liegen auf Jahressicht im Plus. Im Schnitt haben Fondsanleger 2007 1,4 Prozent gewonnen. Im Vergleich mit den letzten Jahren (2005: 18,4 Prozent; 2006: 6,1 Prozent) eine magere Ausbeute.

Märkte im Schatten der Subprime-Krise

Verantwortlich dafür ist das eingetrübte Kapitalmarktumfeld. Die Unsicherheit rund um die Subprime-Krise ließ die Volatilität an den internationalen Märkten stark steigen - gemessen am CBOE Market Volatility Index um 75,6 Prozent. Aktien verloren inmitten der Unsicherheit seit Jahresbeginn gemessen am MSCI World Index 1,2 Prozent.

„Chindia“: Motor der Weltwirtschaft und Renditebringer

Inmitten der Verluste in den USA und Europa boomten die Börsen zahlreicher Schwellenländer aber nahezu ungebrochen. Vor allem in China und Indien konnten Fondsanleger hohe Renditen erzielen. Die 66 China und Greater China Fonds erzielten im Schnitt eine Performance von 36,4 Prozent. Noch besser liegen aber die 28 Indien-Fonds. Im Schnitt waren dort 51,3 Prozent zu holen. Insgesamt sind unter den Top 30 Fonds zwölf Indien- und fünf China-Fonds.

Indien-Aktienfonds unter den größten Gewinnern

Der beste Fonds 2007 investiert in Indien, es ist der CAAM Funds India C Cap von Crédit Agricole mit einer Performance von 65,8 Prozent. Fondsmanager Ray Jovanovich zeichnet auch für den Meinl India Growth verantwortlich, der mit einer Performance von knapp 58,4 Prozent auf Rang 14 liegt. Für Jovanovich steht Indien zu Unrecht im Schatten von China. „Wenn internationale Investoren sich für Indien nur ein Viertel der Zeit nehmen würden, die sie aufwenden, um China zu analysieren, dann wären sie erstaunt, wie viele Möglichkeiten es in Indien gibt.“ Während Indien vor allem im IT-Sektor und in anderen Dienstleistungsbranchen besonders stark wächst, ist Jovanovich vor allem für die Industrie optimistisch: „Wir sehen das wahre Potential Indiens im Industriesektor. Die Produktion dort ist auf Höchstständen, die man die letzten Jahrzehnte nicht gesehen hat.“
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