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Was wirklich im Moment in Europa passiert

Gastautor: Marktorakel
25.10.2011, 17:36  |  15288   |  12   |   

So können sich die Sachverhalte umkehren. Während ausgerechnet deutsche Illustrierten und Nachrichtenmagazine davon schreiben, die Euro-Rettung oder Europa könnte am deutschen Bundestag scheitern, geben renommierte US- Magazine Deutschland schon den Tip auszusteigen aus dem Theater, so lange es noch geht.

In der Tat: Ein guter Rat von Freunden.
Was die deutsche Presse aber zum Teil von sich gibt, ist dem Bereich der Verschwörungstheorien zuzuordnen.

Es ist doch völlig und nunmehr für jedermann ganz offensichtlich, dass die Sache aus dem Ruder läuft.
Es kann sich aber für Deutschland sogar als Glücksfall herausstellen, dass einige Staaten so  uneinsichtig geworden sind, dass der Ausstieg aus dem Euro in der ganzen Welt aus einzig legitime Maßnahme Deutschlands verstanden wird. Als Notwehr.

Noch sind wir aber nicht soweit.

Ausgerechnet Italien könnte aber den Ausschlag geben, allen Beteiligten vor Augen zu führen: Es kann nicht funktionieren und es wird nicht funktionieren. Alle Mann von Bord! Jeder rette sich selbst!

Das muss nicht schon morgen oder nächste Woche oder nächsten Monat passieren.
Aber es wird immer unwahrscheinlicher, dass die Euro-Zone, so wie jetzt, gehalten werden kann.
Der Zusammenbruch kann letztendlich sehr schnell kommen.

Was ist eigentlich passiert?
Wie kommt es, dass mittlerweile selbst Quellen, von denen man dies niemals erwartet hätte, schreiben, dass Deutschland die D-MARK druckt und aus dem Euro aussteigen will?

Da die PIIGS die Euro-Zone mit ihrem Garanten nicht verlassen werden, muss Deutschland dies aus finanzieller Notwehr selbst tun. Dies ist eine Frage der Zeit und des öffentlichen Drucks.
Dabei wird es aber offenbar keinen Haircut, zumindest nicht für kleine Vermögen geben.
Denn die Wähler noch mehr zu verärgern, kann man sich ja wohl kaum leisten.
Also geht die Mark wohl leider mit den ganzen jetzigen Schulden und Bürgschaften in Betrieb.
Aber selbst damit steht Deutschland sich noch besser als viele andere Länder in  Europa.

Die Notwendigkeit einer zweiten Währungsreform wäre dann aber schon einmal gegeben.
Man kann also nur noch geschickt, evtl. im Windschatten der eskalierenden Italien-Krise verschwinden oder aber mit dem Euro untergehen und sich dadurch von den Schulden befreien. Nur dieser Weg wird immer schwieriger.

Die südlichen Länder würden dann unter sich bleiben.
Es ist wohl kaum anzunehmen, dass Österreich, die Niederlande, Luxemburg und Finnland dann die PIGS weiter mästen wollen und vielleicht auch noch den Anteil Deutschlands mit übernehmen wollen.
Wahrscheinlich würden sie sich Deutschland anschließen und den Fokus Richtig Nord- und Osteuropa
richten.

Die DM würde als eine Art Übergangs-Währung fungieren. Zu einem späteren Zeitpunkt kann es sein, dass mehrere zentral- nord- und auch osteuropäische Staaten ein neue Zone bilden. Ohne Frankreich, freilich.

Frankreich, bzw. der französische Präsident und seine Eliten, sind außer sich. Der Euro sollte doch eine
gigantische Umverteilungsmaschine sein, insbesondere zu Gunsten Frankreichs.
Viele Staaten haben das ganze Ausmaß nunmehr verstanden.
Es ist nicht nur Deutschland, welches gnadenlos ausgenutzt worden ist.


Frankreich droht eine Kaskade an Bankenpleiten. Ein mögliches Downgrade ohnehin. Man hat fest damit gerechnet, dass man Deutschland noch einmal herum bekommt.
Mit Charme, Drängen, Quengeln und sogar Kriegsdrohungen hat man geglaubt Deutschland dazu bewegen zu können, auch noch für die französischen Banken zu garantieren.

Deutschland aber, ist die einzig realistische Option für die Politik Sarkozy´s. Deutschland gehören übrigens über 90% der französischen Staatsschulden. Manche behaupten, Frankreich gehöre Deutschland schon.


Nun, Deutschland hat nichts, um seine Ansprüche am Ende durchzusetzen.


Frankreich weiß also, es muss Deutschland noch einmal herum bekommen. Sonst versinkt es mit den PIIGS im Chaos und ist endgültig von der deutschen Geldmaschine getrennt.
An die man sich, wie überall insbesondere in Südeuropa, aber schon zu viel gewöhnt hat.


Wer weiß, vielleicht gelingt es Frankreich noch einmal Angela Merkel herum zu bekommen.

Kommen wir noch einmal auf Frankreich und seine verzweifelte Ausgangslage zurück.
Was macht man in einer verzweifelten Ausgangslage? Man droht.
So konnte man auch von Kriegsdrohungen gegen Deutschland bereits letzte Woche in der Presse lesen.


Doch wie und was ist genau abgelaufen?


Folgendes soll sich genau so zugetragen haben:


"Frankreich soll Deutschland zugesichert haben, Schutz unter den nuklearen Schutzschirm Frankreichs zu bieten, für unkonventionellen Schutz von ganz Deutschland. Im Gegenzug für schnelle und unkonventionelle Finanzhilfe Deutschlands.

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Kommentare

..mir ist die ganze Finanzmisere und das politische Geplänkel hier in Europa sehr wohl
bekannt, und ich bin mehr als besorgt, was aber immer wieder eine nahezu unerträgliche Frechheit ist, sind manche selbsternannte Finanzexperten, die dann für irgendwen z.B. folgendes schreiben:






Why you should be worried about Europe
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By Douglas J. Elliott @CNNMoney October 26, 2011: 5:26 AM ETDouglas J. Elliott is a fellow at the Brookings Institution. This commentary is an edited version of testimony he delivered Tuesday before the House subcommittee on international monetary policy and trade.

The European debt crisis is deeply concerning.

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If Europe were to be shaken by a series of nations defaulting on their government debt, I am convinced that the continent would plunge into a severe recession.

Their recession would trigger a recession of our own, although a less severe one, through a number of links across the Atlantic. (Read: Greek default is just a matter of time)

Trade: Over $400 billion of our exports in 2010 went to the European Union. We should expect to lose a significant portion of this while Europe is in deep recession.

At the same time, European firms would likely gain market share at the expense of American sales and jobs, as the euro depreciated and difficulties in selling within Europe spurred greater export efforts.

Beyond Europe, emerging market countries like China also export substantial amounts to Europe and would find their growth slowing considerably. Our exports to those nations would be hit.

Grimmer by the moment
Investment: U.S. firms have over $1 trillion of direct investment in the European Union. Profits from those operations would decline markedly. We also have large sums invested in other nations, outside of Europe, that would be caught up in the same synchronized economic decline.

Financial flows: U.S. banks and their subsidiaries have $2.7 trillion in loans and other commitments to eurozone governments, banks and corporations -- and roughly $2 trillion more of exposure to the United Kingdom.

U.S. insurers, mutual funds, pension funds and other entities also have a great deal committed to Europe.

Credit losses would set back the progress we have made in moving beyond the financial crisis.

Business and consumer confidence: Individuals and businesses are already scared. They would surely pull back on spending and investment further if the European situation went badly wrong.

Europe will probably muddle through, even though the process will be ugly and frightening.

However, there is perhaps a one-in-four chance of a truly bad outcome, leading to a series of national defaults that include Greece, Portugal, Ireland, Spain and Italy.

0:00 / 2:55 EC's Barroso: We may need treaty change
Of course, that estimate is necessarily a very rough one. There are many different ways things could go wrong, since the eurozone is made up of 17 nations with their own political, economic and financial systems. Each risk has a low probability, but there are a multitude of those risks, so they add up. (Read: Moody's to France: We're watching you)

The actions expected to be announced this week may well improve the situation, but will be far from sufficient to resolve the core problems.

For one thing, government leaders are unwilling to increase their national commitments to the European Financial Stability Facility beyond the previously agreed €440 billion, which is clearly inadequate to reassure markets.

In addition, a bank bailout that adds approximately €100 billion of capital is also a step forward, but, again, will not lay investor fears to rest.

The technical details of the recapitalization will matter as well. If designed badly, the plan could even do harm by encouraging European banks to cut back on lending and to sell existing assets. A serious credit crunch would likely plunge Europe into recession.

Finally, strong-arming investors into "voluntarily" accepting losses of 40% to 60% on their Greek government bonds will certainly add to the risks of contagion if market concerns about other troubled eurozone countries spike again at some point.

Whatever happens this week, the U.S. government would be wise to prepare and encourage the Europeans to take the necessary steps.

The Federal Reserve should continue to provide U.S. dollar swaps to the European Central Bank for them to use to help their banks with dollar-based funding needs. Our regulatory agencies should continue to monitor the exposure of our financial institutions to European risks, but without making the Euro crisis worse by over-reacting.

We should stand ready to consider ways in which the International Monetary Fund might provide further assistance to Europe. The Eurozone has the joint resources to solve its own problems, but participation by the IMF brings multiple advantages. It increases the total pool of resources. It can impose some discipline on the borrowers through conditionality on its loans. And it can provide quite considerable technical aid in dealing with economic restructurings.

This is a European problem and they will need to provide the backbone of any solution, but it is strongly in our interests to help in any reasonable way that we can.




...selbst die größten Schuldner der gesamten Erde, nahezu jeder 10. kann nicht schreiben bzw. lesen, sehr hohe Arbeitslosenrate,.. und KEINERLEI wirtschaftliches Wachstum. Und vieles mehr.

..dem ist , denkeich zumindest, vorläufig nichts mehr hinzuzufügen.
Sie könnten Ihr Manuskript doch einem zweitklassigen S/F & Fantasyverlag anbieten.

Da lässt sich bestimmt Geld mit verdienen - aber lassen Sie Ihr Werk ins Russische übersetzen. Die Westler haben ja bald kein Geld mehr um sich Bücher zu kaufen.
Hallo Marktorakel,

sehe gerade, Sie haben unter Ihre roten Zeilen gesetzt, "(Quelle CB Jim Willie)".

Leider habe ich keine Ahnung, wer oder was CB Jim Willie ist. Vor allem begreife ich nicht, wieso heute die Erweiterung des Rettungsschirms von der BRD-Volkskammer durchgewunken wird, wenn wir uns doch den westlichen Erpressungen entwinden können und den atomaren Schutz Rußlands zur Verfügung haben.

Die bekannte Willfährigkeit der BRD-Vasallen paßt schlecht zu den Aussagen Ihres Artikels.

Ich würde mir ja auch wünschen, es wäre anders, aber die Wirklichkeit sagt mir, und Ihnen, daß Ihr schöner Text vielleicht nicht mehr ist als das Ergebnis von Wunschdenken.

Malbectannat
Hallo Marktorakel,

die Botschaft hört' ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube.

Das klingt einfach zu schön, um wahr zu sein und allzu sehr danach, als habe sich das ein intelligenter und historisch kundiger Autor ausgedacht, um endlich mal einen zündenden Gedanken unter die deutschen Blödhammel zu bringen.

Daß wir nur zusammen mit Rußland den westlichen Erpressungen entkommen können, ist klar.

Jedoch kann ich nicht glauben, daß die durch und durch korrupte und kriminelle BRD-Staatsmafia

1. Zu dieser Einsicht gekommen ist

2. Sich gegenüber westlichen Erpressungen auf die Hinterbeine stellt und

3. Tatsächlich vorab sich mit Rußland verständigt hat.


Ich wäre Ihnen überaus dankbar, wenn Sie sagen könnten, woher Sie Ihre Informationen bezogen haben, und ob Sie sich für deren Richtigkeit verbürgen, d.h., ob Sie sich nicht etwa einen intelligenten Aprilscherz erlaubt haben.

Vielen Dank im voraus

Malbectannat

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