Jakob Mähren, Immobilien, 2016, Investment, Berlin, Wirtschaft Jakob Mähren über clevere Immobilieninvestments 2016

Gastautor: Martin Brosy
01.03.2016, 18:26  |  46428   |   |   

Jakob Mähren ist ein erfolgreicher Immobilieninvestor. Als der Immobilienmarkt am Boden war, setzte er auf kluge Transaktionen und stieg bis heute zu einer der erfolgreichsten Investoren auf dem Berliner Immobilienmarkt auf. Für die nächsten Monate und Jahre hat Jakob Mähren mit seiner MÄHREN GRUPPE weiterhin Großes geplant.

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Wer Jakob Mähren trifft, sieht sich einem intelligenten Mann in den besten Jahren gegenüber, der mit einem Leuchten in den Augen von seinem Unternehmen und seiner Heimatstadt Berlin erzählt. Seine Gestik ist deutlich aber überlegt. Überraschend locker berichtet er von den vergangenen 14 Jahren seit der Gründung der MÄHREN GRUPPE. Mittlerweile beschäftigt diese über 40 Mitarbeiter und ist eine Größe der Berliner Immobilienwirtschaft. Ich konnte Jakob Mähren für ein Interview gewinnen.

M.Brosy: Herr Mähren, während Sie sich in den letzten Jahren mit der MÄHREN GRUPPE vor allem auf die Berliner Innenstadt konzentriert haben, investieren Sie nun auch zunehmend in die Lagen außerhalb des S-Bahn-Rings. Was hat Sie dazu bewegt, Ihren Investitionsradius zu erweitern?

Jakob Mähren: Ich bin immer noch von einer konstanten positiven Entwicklung des Berliner Marktes überzeugt. Die Berliner Immobilien sind sehr begehrt, weshalb sich die Mietpreise auf einem hohen Niveau befinden. Auch zukünftig ist ein Anstieg der Preise zu erwarten. Die Folge ist, dass sich viele Bewohner Berlins die hohen Mieten im Zentrum nicht mehr leisten können und äußere Bezirke zunehmend an Popularität gewinnen. Aus diesem Grund fassen wir jetzt auch die Lagen außerhalb des S-Bahn-Rings verstärkt ins Auge. Vor kurzem haben wir rund 900 Wohnungen in Berlin-Lichtenrade erworben.

M.Brosy: Halten Sie es denn dann überhaupt noch für lohnenswert in die Berliner Innenstadt zu investieren, Herr Mähren?

Jakob Mähren: Mit der entsprechenden Marktexpertise kann man auch in der Innenstadt noch gute Deals machen. Voraussetzung hierfür ist eine schnelle und unkomplizierte Kaufabwicklung, bei der man häufig die Bedingungen des Verkäufers akzeptieren muss. Außerdem geht der Trend in Berlin immer stärker zu Luxus-Immobilien. Beliebt ist zudem die Umnutzung von Bürogebäuden zu Wohnraum. Das ist beispielsweise für einen Büroturm nahe dem Stuttgarter Platz geplant.

M.Brosy: Herr Mähren, Sie sagten letztes Jahr, dass Sie stärker auch im Berliner Umland investieren wollen. Haben Sie dabei etwas Spezielles im Blick?

Jakob Mähren: Wir begrenzen uns nicht nur auf das Berliner Umland. Besonders die großen Städte in Mittel- und Ostdeutschland sind für uns interessant. Deren Bevölkerung wächst nämlich wieder, obwohl sie viele Jahre von Abwanderung betroffen waren. Seit der Wende sind 2012 zum ersten Mal mehr Menschen zu- als weggezogen. Innerhalb dieser Regionen erkennt man eine deutliche Landflucht – und das über alle Altersgruppen hinweg. Junge Menschen ziehen zum Studieren und Arbeiten in mindestens mittelgroße Städte. Genauso ältere Menschen, die vor allem die gute städtische Infrastruktur schätzen. Und dadurch, dass das Wohnen in Berlin und anderen deutschen Großstädten teurer wird, gewinnen Städte wie etwa Leipzig, Jena oder Dresden zusätzlich an Attraktivität.

M.Brosy: Welche weiteren Pläne haben Sie für die MÄHREN GRUPPE in diesem Jahr?

Jakob Mähren: Wir haben unser Investitionsziel auf 300 Millionen Euro erhöht. Neben unserem Heimatmarkt Berlin und mittel- und ostdeutschen Städten kommen für uns seit diesem Jahr alle deutschen Städte ab 100.000 Einwohnern mit einer positiven demografischen Prognose und einer guten Infrastruktur in Frage.

M.Brosy: Herr Mähren, zum Abschluss habe ich noch eine private Frage an Sie. Werden Sie selbst in Berlin bleiben?

Jakob Mähren: Auf jeden Fall! Ich könnte mir aktuell nicht vorstellen, wegzuziehen. Schließlich investieren wir größtenteils in der Hauptstadt. Außerdem ist Berlin meine Heimat. Hier bin ich groß geworden, hier sind Familie und Freunde.

M.Brosy: Vielen Dank für das Gespräch, ich wünsche Ihnen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.



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