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Türkische Lira – Fahrplan für Trader mit Trading-Idee!

Gastautor: Sebastian Hell
19.07.2016, 13:33  |  1965   |   |   

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

die Ereignisse vom Wochenende in der Türkei hallen am Finanzmarkt noch nach. Der missglückte Putsch-Versuch führt zu massiven Veränderungen in der politischen Landschaft des Landes. Erdogan scheint bereits Pläne für einen derartigen Fall in der Hinterhand gehabt zu haben und reinigt die Reihen von potentiellen Gegnern.

Türkische Lira im Fokus der Devisenhändler!

Aufgrund der Vorgänge in der Türkei fokussieren sich Devisenhändler verstärkt auf die türkische Lira. Das Währungspaar könnte in den kommenden Wochen für größere Ausschläge sorgen. Obwohl die Börse laut einem Sprichwort nichts so sehr hasst wie Unsicherheit, führt eben jene auch dazu, dass wir als Trader überhaupt Chancen im Markt finden können. Bei der Lira ist mit vielerlei Handelsmöglichkeiten im Sommer zu rechnen.

Kleiner Wehrmutstropfen – Manche Broker zügeln die Margin!

Aufgrund der Vorgänge in der Türkei haben sich ein paar europäische Broker dazu entschlossen kurzzeitig die Margin für Währungspaare, die die türkische Lira betreffen zu erhöhen. Dies ist eine reine Sicherheitsmaßnahme, um sowohl Trader als auch Broker zu schützen. Ähnliches wurde bereits vor dem Brexit-Referendum gemacht und auch nach der Entscheidung der Schweizer Notenbank im Januar 2015.

Damals wurde vor allem die Margin für Nordwährungen (Dänische, Schwedische und Norwegische Krone) erhöht. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Entwicklungen in der Türkei nicht zu abrupten Bewegungen von 10 bis 20 Prozent wie bei früheren Ereignissen (CHF-Aufwertung, Brexit) führen werden und somit die Margin schon in den kommenden Tagen bei den meisten Unternehmen wieder auf ein Normalniveau fallen sollte.

Wie sollten Trader reagieren?

Wie bereits erwähnt, sollten sich in den nächsten Tagen und Wochen durchaus Chancen in der türkischen Lira ergeben. Ich empfehle allerdings längere Haltedauern für Trader (Swingtrading von 2 bis 14 Tagen), da der Spread bei einem exotischen Währungspaar wie EUR/TRY (Euro/Türkische Lira) höher ist als bei liquiden Paaren wie EUR/USD. Daher muss ein Trader ein größeres Gewinnziel haben, um den Spread und zusätzliche Gewinne verdienen zu können. Ansonsten zahlt er nur Gebühren an seinen Broker.

3,46 TRY im Fokus!

Gerade der Bereich um 3,46 Lira für einen Euro ist am Markt im Fokus. Ein Ausbruch über dieses Niveau, wertet die Lira weiter ab und eröffnet Potential für einen Long-Trade bei EUR/TRY oberhalb dieses Niveaus (Ausbruchs-Strategie). Alternativ sollte auf eine Top-Bildung auf genau diesem Niveau geachtet werden. Bricht das Währungspaar nicht aus, sind Chancen auf der Short-Seite möglich. Behalten Sie dieses Level im Auge!

Ihr Sebastian Hell
Geschäftsführer QTrade
www.qtrade.de

 

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