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Parallelen zu Lehman Brothers Deutsche Bank – Game over! Ein Institut vor dem Untergang

Gastautor: Friedrich & Weik
06.10.2016, 10:04  |  25253   |   |   

Was Leser unseres Buches „Kapitalfehler“ schon seit Monaten wissen wird nun Allgemeingut. Die Deutsche Bank befindet sich im Endspiel und steht vor dem Aus. Das wird ein Game Changer sein.

Dieser Artikel ist ein exklusiver, aktualisierter Auszug aus dem aktuellen Bestseller  Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“

Was Leser unseres Buches „Kapitalfehler“ schon seit Monaten wissen wird nun Allgemeingut. Die Deutsche Bank befindet sich im Endspiel und steht vor dem Aus. Das wird ein Game Changer sein. Deutsche Bank Chef Cryan sah sich sogar gezwungen verlauten zu lassen, dass es der Bank gut geht und keine Anfrage auf Staatshilfen gestellt wurde. Das hat der Chef von Lehman Brothers kurz vor der Pleite 2008 ebenfalls verlauten lassen. Der Absturz der Deutschen Bank Aktie am letzten Freitag konnte nur durch ein ominöses Gerücht gestoppt werden, dass die Strafzahlung auf 5,4 Milliarden Dollar runtergehandelt wurden.

Wir bezweifeln dies stark! Zum einen, weil sich weder die US-Behörde, noch die Deutsche Bank dazu offiziell geäußert haben. Zum anderen weil die Verhandlungen der Deutschen Bank mit dem Department of Justice (DOJ) noch gar nicht begonnen haben und DB-Chef Cryan erst nächste Woche in die USA fliegt um dort mit dem DOJ zu verhandeln. Auch bei Lehman Brothers gab es immer wieder Gerüchte über Rettungen und potenzielle Käufer, die sich alle als Finten herausgestellt haben.

Die Parallelen zu Lehman Brothers sind erschreckend - auch im Chartverlauf:

Die Deutsche Bank hat so viele Fehler gemacht, dass ihr Modell sich überlebt hat. Sie steht vor dem Ruin.

Mittlerweile ist es nicht mehr zu leugnen – der Deutschen Bank steht das Wasser bis zum Hals. Das US-Justizministerium fordert in einem ersten Vergleichsvorschlag im Streit um windige Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise 2008 eine Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) – ein Riesenbatzen Geld. Die Rückstellungen der Bank in Höhe von 5,5 Milliarden Euro werden da wohl kaum ausreichen. Selbst wenn diese Strafzahlung auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert werden würde, wäre die Kasse schon recht knapp bei der Frankfurter Bank.

Die Bank hat unter den "systemrelevanten" europäischen Banken eine der schwächsten Kapitalpositionen und die meisten Derivate. Schon im Sommer diesen Jahres hat die DB einen unrühmlichen Titel gewonnen: Deutschlands größte Bank ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kontext systemischer Risiken in der Finanzwirtschaft das global gefährlichste Geldinstitut. Ende September 2016 ist der Aktienkurs der Deutschen Bank auf ein Rekordtief gefallen. Laut einem Bericht soll Bundeskanzlerin Angela Merkel Staatshilfen für die Bank kategorisch ausgeschlossen haben. Gegenwärtig ist der Aktienkurs des Instituts noch über 10 Euro. Sollte er jedoch unter 10 Euro fallen, dann könnte dies fatal für die Bank werden. Wir sind gespannt, wann Frau Merkel das Portemonnaie mit unseren Steuergeldern für das marode Bankhaus öffnen wird. Denn davon gehen wir aus.

Was ist aus Deutschlands größter Bank geworden? Wie konnte es so weit kommen, dass ein Bankhaus, das einst für Solidität und Seriosität und für den ehrbaren deutschen Bankkaufmann stand, heute berechtigterweise vor den Trümmern seiner Existenz steht?

Auch wenn die Deutsche Bank sich hierzulande noch immer gerne als Big Player aufspielt, ist sie im globalen Maßstab längst nicht mehr so wichtig, wie sie einmal war. Sie ist der Beweis dafür, dass man doch nicht unbegrenzt Geld mit Geld verdienen kann; dass Investmentbanking ein Geldhaus nicht nur in luftige Höhen, sondern auch auf den harten Boden der Tatsachen befördern kann. Und schließlich ist das Auf und Ab des deutschen Branchenprimus ein Beleg dafür, dass langjähriger Lug und Trug keine Basis für ein nachhaltiges Geschäftsmodell sind und sich eher früher als später bitter rächen werden. Mit einer Bilanzsumme von etwa 1.600 Milliarden Euro schafft sie es derzeit nicht einmal mehr unter die Top 10 der internationalen Großbanken. Im Vergleich zu 2006 hatte die Aktie bis Ende September 2016 knapp 90 Prozent an Wert verloren.

Heute ist die Bank nur noch 16 Milliarden Euro wert. Das ist weniger als der Baustoffhersteller HeidelbergCement. So sollte man nicht mit Geld hantieren.

Mit Blick auf den Aktienindex DAX kann man sagen: Bei der Deutschen Bank arbeiten vor allem Kapitalvernichter, die offensichtlich nicht mit Geld umgehen können. Wenn das der Fall ist, dann sollte sich ein jeder Sparer fragen, ob sein Geld bei dieser Bank noch gut aufgehoben ist. Aus den Negativschlagzeilen kommt die Deutsche Bank jedenfalls nicht heraus. 2012 haben wir in unserem ersten Buch beschrieben, wie das Frankfurter Geldhaus die Stadt Pforzheim offensichtlich bei Derivategeschäften falsch beraten hat. Seit Oktober 2015 ging die Stadt endlich juristisch gegen die Bank vor. Jetzt hat die Stadt einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Frankfurt über 7,7 Millionen Euro angenommen.

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Wertpapier
Deutsche Bank


7 Kommentare

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Kommentare

Haha,das beste,ist wohl die Karikatur,spricht da nicht ein Polizist,zu einem deutschen Richter,der Jahrzehntelang die Rechtskultur in diesem Land geschändet hatte,weil,immer,wenn die Opfer klagten,wurden die Banken als Systemrelevant bezeichnet,obwohl man stets vom Ausland her warnte,es wäre einer anständigen kultur abträglich,naja,vielleicht auch für ihn und seine Familie,ein angemessenes Zuhause,denn wenn der klüngel hier krachen geht,was Gott behüten möge,dann stürzt die ganze Seilschaft!(hilft nur der alte Seilschafts-Zauberspruch,"naja,ich musste ja auch meine Familie ernähren"
Aber,macht ja nix,aus Schaden ist man jetzt in krisen etwa 5x richtig reich geworden,mit einem Geschäftsgebahren,für das man sich in aller Welt,die Hände vor den Mund hält.
Das beste,ist noch,mit diesem Teilnehmer,der als einzig makelloses Institut in Deutschland verbliebe,trifft es wieder einmal den falschen,das freut die perversen und treibt ihnen die Opfer rein.
Oder lösen wir es dann links herum,hatte ja nach 2008 geklappt,die Opfer,waren selber schuld,sie waren zu reich,es musste eben umverteilt werden,ohje!
Ich hoffe,die kriegen trotzdem noch die Kurve,sonst schicken uns die Sozis 1x wöchentlich ne kontrolle ins Haus,weil die Omis und Opas immerwieder im Kopfkissen hamstern und sich den Straf-und Vergeltungszinsen entziehen !
In einer solchen Wirtschaft,ist leider einigen Teilnehmern,mögen sie noch so versiert sein,die Geschäftsgrundlage entzogen,die sind nicht schuld,der Fisch stinkt vom Kopf her,Negativzinsen,um ein paar durchschnittliche Bonzen anzuhimmeln,und ihr Versagen mit billigem Geld zu füttern,man,man,man,war die Zone,denn für kaputte nicht Spielwiese genug,ich hab das nun mehrmals durch,5x hat meine Familie bezahlt.
Solche Artikel braucht es um den fetten HF-Betrügern das Geld in die Kassen zu spülen.
Das ist genau deren Stil. Lasst Euch nur schön abzocken und verunsichern.
Ich hoffe wir finden heraus was passiert wenn eine Bande Verbrecher pleite geht...die Deutsche Bank hat mehr leid verursacht, als alles andere...das Ackermann und co. noch nicht im Knast sitzen ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Bürgers. Sollte das mit den Derivaten in der Höhe stimmen, gehört der Vorstand allein dafür weggesperrt.
Entschuldigung, aber nach dem lesen kann ich nur lachen
ein Beispiel, Zitat
.....Die Parallelen zu Lehman Brothers sind erschreckend - auch im Chartverlauf:.........
Frage
Warum sollte sich der Verlauf unterscheiden ??
Hier werden 2 Geldinstitute verglichen, beide haben das selbe Geschäftsmodell und ??

in diesem Artikel fehlt ein Satz von Goldman Sachs
....hätten wir gewusst ,was die Pleite von L B für die Finanzwelt bedeutet, hätten wir LB nicht in die Pleite geschickt...

und nun !!!
wissen ALLE was eine Pleite in dieser Größenordnung bedeutet...

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