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Wirtschaftspolitik über Wechselkurse

Gastautor: Daniel Saurenz
17.02.2017, 09:00  |  685   |   |   

EZB_Geldscheine1_SymbolDie expansive Geldpolitik unterstützte die globalen Finananzmärkte beträchtlich in den letzten Jahren. Die Effekte scheinen nun langsam zu verblassen. Die FED erhöhte den Leitzins zwei Mal im letzten Jahr. Zudem werden, ausgelöst durch gute Wirtschaftsdaten und steigende Inflation, drei weitere Zinsanhebungen erwartet. Das alles sind Argumente für fallende Anleihenkurse und steigende Renditen. Wir schauen uns eine Analyse von DEGIRO zum Thema an.

Die erwartete US-Steuersenkungen auf Firmenebene könnten das Wirtschaftswachstum weiter stärken. Kapitalabflüsse bei Anleihemärkten und Kapitalzuflüsse bei Aktienmärkten sind die Folge. Die weltweite Korrelation zwischen den Assetklassen fiel in den letzten Monaten von 50% auf 20% und damit das erste Mal seit 2006 auf Vorkrisenniveau. Es stellt sich die Frage, wie lange diese Divergenz weiter anhält.  Lesen Sie dazu auch: Trumponomics bieten Chancen

Stark steigende Renditen bei Anleihen erhöhen auch die Refinanzierungskosten. Das wiederum kann Neuinvestitionen vermindern und damit langfristig das Wirtschaftswachstum schwächen. Der Aktienmarkt ist dabei ein klassischer Frühindikator, der sensitiv auf ändernde Wirtschaftsdaten reagiert.

Wer nur ein schwaches Wachstum der Weltwirtschaft erwartet und sich absichern möchte, hat in einem Umfeld noch niedriger Volatilität mit Put-Optionsscheinen aus unserer ISIN-Liste auf DAX (SE555V), S&P 500 (GL20B1), Dow Joneses (VN53G2) oder auch die Nasdaq (XM09QX) eine gute und günstige Möglichkeit dazu. Unsere kurzfristigen Strategien können Sie im Profil Volastrategie sehen. Mittel-und langfristig sind wir in den Depots positioniert – Favoritendepot und Defensivdepot.

EUR/USD auf 5 Jahre

EUR/USD auf 5 Jahre

Der EUR/USD-Kurs handelt auf dem niedrigsten Level seit mehreren Jahren. Die US-Regierung ist, laut den Analysten, nicht sehr glücklich über den starken Dollar. Dieser wird das bereits sehr hohe Leistungsbilanzdefizit weiter erhöhen. Die USA beschuldigen Europa und vor allem Deutschland, durch den abwertenden Euro einen Wettbewerbsvorteil zu haben. Deutsche Produkte sind bei einem schwachen Euro für das Ausland günstiger zu erwerben, was die Exporte steigen lässt. Die deutsche Wirtschaft gab bei den Exporten das dritte Rekordjahr in Folge bekannt. Eine Einführung in Wechselkurse, den Devisenmarkt und bedeutende Währungspaare finden Sie in dieser X – markets- Broschüre.

Durch die divergierende Politik der Zentralbanken entstehen Spannungen zwischen den USA und Europa, was eines der wichtigsten Wirtschaftsthemen im Jahr 2017 werden könnte. Diese Spannungen werden auch an anderer Stelle verschärft. Präsident Trumps Wirtschaftsberater wollen die Bankenregulierung schwächen, um für US-Banken die Kreditvergabe zu erleichtern. Durch den Zusammenbruch im US-Immobilienmarkt, welcher eine globale Finanzkrise auslöste, folgten strengere Regeln für Kreditgeber.

Es wäre, nach Meinung der DEGIRO-Experten, schon eine Art Ironie, wenn ausgerechnet bei US-Banken wie Goldman Sachs und J.P. Morgan die Fesseln als erstes wieder gelöst werden sollten. Dies würde einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem europäischen Banksektor bedeuten, welcher seit Jahren durch strengere Regeln und aufgrund des niedrigen Leitzinses mit fallenden Renditen zu kämpfen hat. Wir werden sehen, in wie weit sich europäische Banken wie die Deutsche Bank oder die Société Générale im internationalen Wettbewerb im kommenden Jahr behaupten können.

Quelle: DEGIRO



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