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Capital Stage: Mini-Crash sorgt für Verunsicherung

Gastautor: Holger Steffen
09.03.2017, 07:31  |  1394   |   |   

Die Aktie von Capital Stage hatte sich seit Ende Januar sehr positiv entwickelt, die Produktionsdaten für 2016 schienen nun den Aufwärtstrend zu stützen. In den letzten beiden Tagen kam es dann plötzlich zu einer kräftigen Korrektur. Diese dürfte mit einer im Anschluss veröffentlichten Meldung zu tun haben.

Capital Stage hat seine Stromproduktion im Jahr 2016 eindrucksvoll um 56 Prozent auf 940 GWh gesteigert. Zusammen mit dem Output der im letzten Oktober mehrheitlich übernommenen Gesellschaft Chorus Clean Energy beträgt der Zuwachs sogar stattliche 500 GWh auf 1,5 TWh. Auf dieser Basis wurden die Prognosen für 2016 und 2017 bekräftigt.

Zuletzt konnte zudem der Anteil an Chorus auf mehr als 95 Prozent ausgebaut werden, und gestern wurde schließlich der Zukauf von fünf italienischen Solarparks mit einer kumulierten Kapazität von 5 MW und einem Jahresumsatz von 2,6 Mio. Euro vermeldet. Dafür wurden 19,5 Mio. Euro investiert.

Vor allem die Aufstockung des Chorus-Anteils dürfte eine Spekulation ausgelöst haben, dass nun ein Squeeze-out ansteht. Das hat den Kauf von Chorus-Aktien für Profis spekulativ interessant gemacht, zur Absicherung konnte man Capital Stage im Gegenzug leer verkaufen.

Und tatsächlich hat Capital Stage die Squeeze-out-Absicht gestern angekündigt. Die Intensität der Kursreaktion bei der Aktie des SDAX-Unternehmens ist dennoch überraschend, vom Zwischenhoch am 6. März bei 6,779 Euro ging es in der Spitze um fast 10 Prozent abwärts bis auf 6,13 Euro, bevor eine Gegenbewegung einsetzte.

Unter Umständen hat Capital Stage immer noch eine Unwucht im Aktionariat, da für die Übernahme von Chorus eine sehr große Kapitalerhöhung durchgeführt wurde. Die notwendige Bereinigung könnte noch nicht abgeschlossen sein, oberhalb von 6,50 Euro gab es im Anschluss an die Transaktion mehrere Verkaufswellen.

Da nach den jüngsten Produktionsdaten und Insiderkäufen aber keine negativen Überraschungen anstehen dürften, werten wir den Rückschlag als spekulative Kaufgelegenheit. Zwar hat die konstruktive Charttechnik etwas gelitten, aber solange der Boden bei 6,00 Euro hält, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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