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Deutsche Bank, Commerzbank – was heute wichtig wird

Gastautor: Daniel Saurenz
15.03.2017, 14:35  |  1132   |   |   

Börse-EZB-DAX4Man könnte von gutem Timing sprechen, denn die Vola des Nasdaq100 ist unmittelbar vor der FED-Sitzung und der ersten europäischen Wahl auf ein Rekordtief gefallen. Der VXN, der Vola-Index des Nasdaq100, ging am Montag mit einem Rekordtief aus dem Handel. Möglicherweise beendet Janet Yellen die Lethargie, denn vor der FED-Sitzung wurde der Handel, wenn man auf die Indizes schaut, praktisch eingestellt. Die dritte Zinserhöhung seit Dezember 2015 scheint eingepreist. Dennoch bietet die heutige Sitzung das Potential für Überraschungen. Folgt in diesem Jahr eine zweite, dritte oder gar vierte Zinserhöhung? Und wie sind die Folgen für die US-Börsen. Eigentlich könnte man ja annehmen, die Zinserhöhungen sprächen für die Stärke der US-Wirtschaft, was sich positiv auf die US-Börsen auswirken sollte. Ob diese Rechnung so gilt, diskutieren wir in großer Runde ab 18.00 Uhr in unserem Webinar “Finanzmarktrunde”. Im Fokus steht auch die Entwicklung der US-Bonds. Die 10-jährigen US-Staatsanleihen drohen zum zweiten Mal nach Dezember 2016 an der Marke von 2,60 abzuprallen. Am Mittwoch fällt die Rendite um 0,5 Prozentpunkte. Die Entwicklung stützte bislang die Rally der Banken, auch bei Commerzbank und Deutscher Bank. Zur Vorsicht mahnt weiterhin die große Sorglosigkeit und der vielfach hohe Optimismus bei den Akteuren.

Größere Schwankungen werden eingepreist

Allerdings steht das Angstbarometer auf den S&P 500, der VIX-Index, mit zwölf Punkten auf einem geringen Niveau. Ein Anstieg bis in den Bereich um 20 bis 25 Prozent wie zuletzt bei der Brexit-Entscheidung und den US-Wahlen wäre durchaus zu erwarten. Die derzeit noch hohen Netto-Short-Positionen auf den VIX überraschen vor allem auch vor dem Hintergrund der mittelfristig steigenden Volatilitätskurve. Im Frühjahr und Sommer rechnen die Profis mit stärkeren Bewegungen an den Märkten. Vor allem auch viele mittel- bis langfristig ausgerichtete Investoren dürften daher nur noch sehr vorsichtig agieren. Viele warten auf eine Korrektur, um mit einem besseren Chance-Risiko-Verhältnis einzusteigen. Dies gilt sowohl für die US-Börsen wie auch den DAX. Während bereits rund die Hälfte der DAX-Aktien unter ihren Monatsdurchschnitt (21-Tage-Linie) notiert und sich somit die kurzfristige Marktbreite zuletzt verschlechtert hat, behaupten noch 28 der 30 Papiere ihre langfristige 200-Tage-Linie. In der Vergangenheit waren ähnlich extreme Vorgaben häufig vor einer Korrektur zu beobachten. Erst wenn wieder weniger als 15 Prozent der Indexmitglieder den 200-Tage-Durchschnitt behaupten, lag meist ein Tiefpunkt beim DAX und somit ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis vor.



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