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Tesla – Gewerkschaftskrieg in Rheinland-Pfalz!

Gastautor: Daniel Saurenz
19.04.2017, 11:30  |  2035   |   |   

Tesla_ItalienTrier ist nicht zwingend das Silicon Valley von Deutschland und das Aushängeschild von Rheinland-Pfalz seit 1945 am ehesten der 1.FC Kaiserslautern. Ob Elon Musk diesen kennt, ist nicht übermittelt. Doch Trier kennt er offenbar. Und dort legt sich Tesla mit den Gewerkschaften an. Unsere Papiere auf Tesla – VN79LS und DT6P1G – kennen Sie bereits – Egmond ist klar positiv eingestellt – ausführlich begründet in zahlreichen Webinaren. IN der Finanzmarktrunde besprechen wir Tesla ebenfalls. Zurück nach Prüm. Beim dortigen Tesla-Partner liegt das Lohnniveau um etwa 25 bis 30 Prozent unter dem Tarifgehalt, sagte Betriebsratschef Uwe Herzig. Tesla bietet 150 Euro im Monat mehr. 

Musk erklärte in einem Brief dazu, dies sei anständig und jeder Grohmann-Mitarbeiter solle Tesla-Aktien im Wert von 10 000 US-Dollar erhalten, die vierteljährlich über die nächsten vier Jahre ausgeschüttet würden, sowie einen sofortigen Bonus über 1000 Euro in bar.

Es solle Gespräche mit dem Betriebsrat geben, “um sicherzustellen, dass die Vergütung jedes einzelnen Mitarbeiters wettbewerbsfähig ist”, kündigte Musk an. “Im Endeffekt wird jeder Tesla-Grohmann-Mitarbeiter die Chance haben, mit Gehalt und Aktienanteilen deutlich mehr zu verdienen als es in der Branche und relativ zu den Lebenshaltungskosten in Prüm üblich ist”, versprach er.

Zugleich griff der Tesla-Chef die IG Metall an, fängt einen Kleinkrieg mit der IG Metall an. Alles bei Tesla diene der Mission, den Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen, “und ich glaube nicht, dass die IG Metall unsere Mission teilt”, schrieb er.

Unsere Chartanalyse:

Während die Tendenz des Deutschen Aktienindex seit Anfang April nach Süden gerichtet ist, bleibt der übergeordnete Trend noch positiv. Doch die Käufer machen es in der ersten Wochenhälfte spannend und greifen erst in allerletzter Sekunde zu. Dies zeigt, dass die Stimmung nicht unbedingt optimistisch ist.

chart1

Bis an die Untergrenze des kurzfristigen Abwärtstrends im 5-Minuten-Chart bei 11.960 Punkten fiel der DAX, bevor er sich am Dienstag stabilisieren konnte. Die Gültigkeit dieses Kurskorridors könnte sich bei einer Erholung auch auf dessen Oberseite erstrecken, so dass der Bereich um 12.160/12.180 sich zur Wochenmitte als Barriere erweisen dürfte – zumal er auch mit einer horizontalen Wendezone (rot) auf etwa der gleichen Höhe zusammen fällt. Darüber hinaus gehende Kursgewinne werden heute zunehmend unwahrscheinlich, wären aber ein erstes Signal für eine Bodenbildung. Erst wenn der Index sich aber auch über die nächstfolgende Hürde bei 12.225/12.245 erholt, kann Entwarnung gegeben werden.

chart2

Auch im mittelfristigen Chart ist nun eine Unterstützung erreicht. Hier steigert die Untergrenze des bis Jahresanfang zurück reichenden Aufwärtstrends (orange punktiert) die Nachfrage. Schon mehrfach diente dieser Kurskorridor dem Index als Auslöser für Wendepunkte auf beiden Seiten. Dementsprechend negativ wäre ein Ausbruch nach unten zu werten, der nach einer nun zu erwartenden, kurzen Atempause des Abwärtstrends durchaus auch weiterhin möglich ist. Dann ist das Areal um 11.850 Punkten das nächste Kursziel.

chart3

Im Tageschart bleibt das Potenzial begrenzt: Hier ist nach wie vor der 2016er-Aufwärtstrend (grün punktiert) ein Hindernis, ebenso das vor zwei Jahren markierte Allzeithoch bei 12.390 Punkten. Deutlich – also mehr als 100 bis 200 Punkte – darüber hinaus gehende Gewinne sind in den kommenden Monaten auch bei einem eher freundlichen Börsenverlauf das wesentlich unwahrscheinlichere Szenario.

Diskussion: Tesla – Milliardenchance oder purer Irrsinn?


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