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Anlegerverlag: Warum der Euro jetzt zur Gefahr für den DAX wird
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Anlegerverlag Warum der Euro jetzt zur Gefahr für den DAX wird

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
20.04.2017, 11:57  |  656   |   |   

Je stärker die eigene Währung, desto schwieriger wird es für die heimischen Unternehmen, ihre Waren im Ausland loszuwerden, weil sie dadurch teurer werden. Vor allem teurer als die der Konkurrenz aus Räumen mit schwächerer Währung. Der jahrelange Abstieg des Euro zum US-Dollar war damit für die Eurozone ein entscheidender Vorteil. Einer, der jetzt verloren gehen könnte.

Dabei ist es nicht eine zeitweise befürchtete Zinswende durch die EZB, die den Euro aktuell wieder steigen lässt, sondern der US-Präsident. Donald Trump hat, was bislang ein Tabu war, öffentlich erklärt, dass ihm ein schwächerer US-Dollar recht wäre, weil eine zu starke Währung der Wirtschaft schade. Zunächst hielt sich die Reaktion auf diese bereits vor einer Woche getätigte Äußerung zwar in Grenzen. Aber jetzt rutscht der US-Dollar eben doch ab, der Euro zieht an. Und das jetzt in ein Terrain, das sehr nahe an eine auch mittelfristige Trendwende heranreicht. Sehen wir uns das im Chart an:

 

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Wir sehen hier eine potenzielle Trendwendeformation in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter. Deren Nackenlinie war Ende März schon kurzzeitig überwunden worden, dann wurde der Euro aber an der doppelten Widerstandslinie aus mittelfristigem Abwärtstrend und 200-Tage-Linie abgewiesen. Doch jetzt läuft bereits die zweite Attacke der Euro-Bullen. Daraus ist eine zweite rechte Schulter entstanden, ein Phänomen, das gar nicht so selten ist. Wenn es diesmal gelingt, den Kurs über diese Hürden zu tragen und das Ende März bei 1,0905 US-Dollar markierte Zwischenhoch zu überwinden, würde das dem DAX alles andere als gut tun, denn:

Das würde die deutschen Waren im Ausland verteuern, die der US-Konkurrenz wären damit wettbewerbsfähiger. Und angesichts der hohen Zahl exportlastiger Unternehmen im DAX, denken wir nur an die Autobauer, an die Chemie- und Pharmawerte, kann das den Index ganz erheblich belasten. Fazit: Jetzt muss man immer mit einem Auge auf Euro/Dollar schauen, diese Entwicklung wird für den DAX kurz- und mittelfristig zu einem wichtigen Zünglein an der Waage!

 

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Kommentare

Ja,den Berg rauf,gehts immer schwerer,als den Berg runter,aber es ist noch eine Menge Raum,wenn man von 1,50 kommt,wer im Glashaus sitzt,sollte nicht mit Steinen werfen,Trump,hat nicht angefangen,Tabus zu brechen,selbst,als der Euro auf 1,20 runter rauschte,da erinnern wir uns an Herrn Draghi,der die Märkte,mit den wundervollen Worten beglückte,die mir noch in den Ohren klingen "We need a lower euro!".
Immerhin,hatte sich Draghi verkniffen,zu betonen,"The Euro,maybe ouer currency,but its your problem!",was dann etwas schneller Ärger gegeben hätte,weil in früheren Zeiten gerne Amerikaner solche Sprüche geklopft hatten,man kann es betrachten,wie man will,es gibt noch Tabus,die auf ihre Zertrümmerung warten,oder wir betrachten Europa gleich als gänzlich Tabulos,...
So schlimm,wird es schon nicht kommen,es sei denn,die in Aussicht gestellten Zins-Erhöhungen,in den USA würgen die Konjunktur ab,aber die werden da wohl aufpassen.
Langfristig wird der Zins wieder so hoch sein müssen,dass einer,der Geld verleiht auch die Möglichkeit hat,einen Profit davon zu tragen,falls wir es einmal nicht,mit einer Schuldenschnitte versuchen,aus der Welt zu schaffen,denn das Risiko,muss fair bezahlt werden,sonst fährt er lieber in Urlaub,so ist das!

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