DAX-0,45 % EUR/USD-0,03 % Gold+0,12 % Öl (Brent)+0,62 %

MariCann Medizinischer Cannabis: MariCann zeigt, wo es langgeht

Gastautor: Marc Davis
17.01.2018, 12:36  |  23726   |   

Man sagt, sehen heißt glauben. Meine Leser in Deutschland sollten sich bereit machen, dass scheinbar Unglaubliche zu glauben. Dies ist die Realität. Eine riesige ehemalige Fleischverarbeitungsanlage in Ebersbach bei Dresden ist dabei, eine der weltweit größten Produktionsanlagen für medizinischen Cannabis zu werden. Es wird auf jeden Fall die mit Abstand größte in Europa.

Und es ist ein kanadisches Unternehmen, die Maricann Group Inc. (CSE: MARI) (Frankfurt: 75M), welches das möglich macht. Die Verwandlung der Fabrik, die vor einigen Jahren geschlossen wurde, ist bemerkenswert. Damals war es für den US-Eigentümer Cargill günstiger, Fleisch in der Tschechischen Republik zu verarbeiten.

Mit dem neuen Geschäftsmodell wird diese moderne Fabrik nicht von einer Umsiedlung an einen billigeren Standort bedroht, sei es nach Osteuropa oder China. Das liegt am Anbau von medizinischem Cannabis für den deutschen Heimatmarkt, der strengen Regularien hinsichtlich der Sicherheit und der Qualitätskontrolle unterliegt – und unter dem wachenden Auge der deutschen Gesundheitsbehörden erfolgt.

Maricann will damit auch die Wirtschaft in der ökonomisch unterentwickelten Region unterstützen, in der man jetzt tätig ist. Dies wird sich in einer Reihe von gut bezahlten Arbeitsplätzen für qualifizierte Arbeitnehmer niederschlagen, die von den Weltklassezüchtern von Maricann ausgebildet werden.

Auf dem Weg zum Mittelpunkt der deutschen medizinischen Cannabis-Industrie
Die nahe dem kanadischen Toronto ansässige Maricann hat sich den Ruf erarbeitet, einer der besten industriellen Produzenten von Cannabis in Nordamerika zu sein.

Damit meine ich, dass das Unternehmen seine Fähigkeit unter Beweis gestellt hat, jeden einzelnen Stamm von medizinischem Cannabis zu standardisieren. Das heißt, dass jeder Stamm einer Pflanze, von denen es nur eine Handvoll sorgfältig gezüchteter Varianten gibt, identisch hinsichtlich der Zusammensetzung, der Wirksamkeit und des medizinischen Nutzens ist.

Maricann baut nun also eine ehemalige Fleischverarbeitungsanlage zum Anbau von pharmazeutisch nutzbarem Cannabis um. Sobald die Genehmigungen erteilt sind, wird das Unternehmen die Möglichkeit haben, die Produktionsflächen auf 76.180 Quadratmeter auszuweiten. Damit wird eine der weltweit größten Produktionsanlagen entstehen.

Die ehemalige Cargill-Verarbeitungsanlage hat einen Wert von rund 80 Mio. Euro. Maricann hat aber die Option, die komplette Anlage zu sehr günstigen Konditionen zu kaufen. Die Kosten für den Neubau einer solch hochmodernen Anlage dürften gegenwärtig bei mindestens 120 Mio. Euro liegen.

Kurzfristig, also noch im ersten Quartal 2018, will Maricann pharmazeutisch nutzbares Cannabis nach Deutschland und in andere europäische Länder exportieren. Sobald dies erfolgt, wird das Unternehmen seine hochwertigen Produkte - darunter margenstarke Cannabis-Öle - direkt über einen deutschen Vertriebspartner für Pharmazeutika vertreiben.

Der Verkauf an Patienten, denen medizinisches Cannabis verschrieben wurde, wird über die deutschen Krankenkassen abgerechnet. Dies dürfte wesentlich kosteneffizienter sein, als für die teuren pharmazeutischen Medikamente der Patienten zu zahlen.

Maricanns CEO Ben Ward geht davon aus, dass die deutschen Patienten medizinisches Cannabis begeistert begrüßen werden, vor allem vor dem Hintergrund der Tradition von kräuterbasierten Medikamenten in Deutschland. Sein Unternehmen arbeitet deshalb an einem aggressiven Zeitplan, um darauf vorbereitet zu sein, ein wahrscheinlich explosives Nachfragewachstums zu befriedigen.

Wir gehen davon aus, dass wir, wenn es die regulatorische Bedingungen erlauben und unter Berücksichtigung eines Wachstums der Patientenzahlen wie im vergangenen Jahr, bis zum Ende des Jahres rund 4.000 Kilogramm getrocknete Cannabisblüten in Deutschland verkaufen können.“

Maricann hat darüber hinaus die Genehmigung zum Verkauf von Gelkapseln mit dem wichtigsten medizinischen Inhaltsstoff von Industriehanf - dem nicht-psychoaktiven CBD - in Deutschland unter dem Markennamen Mariplant erhalten. Diese Produkte werden im Online-Shop des Unternehmens verfügbar sein.

Hervorzuheben ist hier, dass diese verkapselten Cannabis-Öle insofern eine wichtige Innovation darstellen, da sie den Patienten mit jeder Kapsel die richtige Dosis liefern.


Dies sind aber nicht die einzigen Innovationen, mit denen sich Maricann vom Wettbewerb abhebt. Das Unternehmen hat auch eine Lizenz zur Verwendung der global patentierten VesiFact-Technologie.

Mit diesem bahnbrechenden Durchbruch wird den Patienten eine höhere Bioverfügbarkeit von Cannabinoiden geboten, so dass diese vom Körper fiel besser und schneller verarbeitet werden können, als es bei einer Einnahme von Cannabis durch Öle, Essen oder andere Wege möglich ist.

Seite 1 von 5

Verpassen Sie keine Nachrichten mehr zum Cannabis-Markt und abonnieren Sie jetzt kostenlos den passenden Newsletter dazu:

Unser kostenloser Newsletter-Service


Disclaimer