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Plusvisionen-Analyse Wirecard Aktie // Neue Short-Attacke macht Discount-Zertifikat attraktiv

Gastautor: Wolfgang Raum
24.01.2018, 12:50  |  1004   |   |   

Nach einer Short-Attacke erholte sich die Wirecard Aktie zwar vom Tief, bleibt aber noch sehr volatil.

Wieder einmal war Wirecard das Ziel einer Short-Attacke. Ein völlig unbekannter und höchst fragwürdiger sogenannter Research-Dienst mit dem seltsamen Namen Southern Investigative Reporting Foundation stellt das Geschäftsmodell des erfolgreichen Zahlungsabwicklers in Frage. Und schon stürzte die Aktie (747206) in der Spitze rund 15 Prozent ab. Zum Glück setzte die Börse dann den Handel aus, um den Irrsinn zu stoppen. Nach Wideraufnahme beruhigte sich das Geschehen schnell und die Aktie erholte sich deutlich. Zum Ende des gestrigen Dienstags-Handel stand aber trotzdem noch ein Minus von knapp vier Prozent. Die enorme Volatilität zeigt sich am Tageshoch bei 110,35 Euro und dem Tagestief bei 95,30 Euro – bei sehr hohen Handelsumsätzen.

Am heutigen Mittwoch folgten positivere Analystenkommentare zu Wirecard. So senkte Natixis das Urteil nach der Kursrallye der vergangenen Monate zwar auf Halten, erhöhte aber das Kursziel auf 107 Euro. Und auch das Unternehmen selbst setzte seine positive Berichterstattung fort: Zunächst folgte ein Dementi und eine Klarstellung (natürlich), später vermeldete der TecDAX-Konzern, dass seine Mobile-Payment-App boon erweitert wurde und damit nun Zahlungen in Echtzeit abgewickelt werden können. Trotzdem ist der Titel leicht schwächer in den Handel gestartet.

In Summe ist die Short-Attacke erneut ein Beispiel, dass vermeintlichen Verbrechern am Kapitalmarkt noch immer nicht das Handwerk gelegt werden kann. Ob wir die Wirecard-Aktie (747206) zum Kauf empfehlen, lesen Sie auf Plusvisionen (hier klicken).

Für Anleger, die gegebenenfalls auch mit einer attraktiven Seitwärtsrendite zufrieden sind, kommt ein Discounter der Deutschen Bank (DS03XB) auf die Wirecard-Aktie ins Spiel. Das Papier mit Cap bei 95 Euro läuft bis 14. Juni 2018. Geht die Aktie über dem Cap durchs Ziel, zahlen die Blauen 95 Euro aus. Bei einem aktuellen Zertifikate-Kurs von 86,50 Euro ergibt sich eine schnelle Maximalrendite von 9,8 Prozent oder hochgerechneten 24,7 Prozent p.a. Kommt es jedoch zu einem neuen Schwächeanfall bei der Aktie und die Aktie notiert dann unter dem Cap von 95 Euro, dann tilgt die Deutsche Bank in Form von Aktienlieferungen. Pro Zertifikat bekommt der Anleger eine Aktie ins Depot gebucht. Der Einstandskurs beträgt dann 86,50 Euro, was einem aktuellen Rabatt von knapp 15 Prozent entspricht.

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Wirecard-Aktie (Wochenchart): Aufwärtstrend trotz Short-Attacke weiter intakt

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