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Toyota: Gewinnsprünge aufgrund von Wechselkursen und Steuergewinnen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
09.02.2018, 14:00  |  269   |   |   

Die Toyota Motor Corporation (WKN:853510) hat bekannt gegeben, dass ihr Betriebsergebnis im Quartal, das am 31. Dezember endete, um 54 % gestiegen sei – dank starker Verkäufe in seinem Heimatmarkt und günstiger Verschiebungen der wichtigsten Wechselkurse.

Der Betriebsgewinn von 673,6 Milliarden Yen (6,2 Milliarden US-Dollar)  für den Zeitraum lag weit über der Konsensschätzung der Analysten von 527,22 Milliarden Yen, wie Thomson Reuters meldet. Der Netto-Jahresüberschuss war sogar noch höher: 941,8 Milliarden Yen (8,6 Milliarden US-Dollar), fast doppelt so hoch wie im Vorjahr, dank  den neuen US-Steuergesetzen.

Getragen von diesem starken Ergebnis hat Toyota seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. März endet, angehoben.

Die rohen Zahlen

Wie viele japanische Unternehmen verwendet Toyota ein Geschäftsjahr, das am 1. April beginnt. Das Quartal, das am 31. Dezember 2017 endete, war das dritte Quartal des Toyota-Fiskaljahres 2018.

Kennzahl Q3 2018 Q3 2017 Veränderung im Jahresvergleich
Umsatzerlöse 7.605,7 Milliarden Yen 7.084,1 Milliarden Yen 7,4 %
Fahrzeugabsatz 2.361.000 2.645.000 (0,5 %)
Operatives Ergebnis 673,6 Milliarden Yen 438,5 Milliarden Yen 53,6%
Betriebsgewinnmarge 8,9% 6,2% 2,7 pkt
Jahresüberschuss 941,8 Milliarden Yen 486,5 Milliarden Yen 93,6%
Yen/US-Dollar, Durchschnitt im Berichtszeitraum 113 Yen 109 Yen 4 Yen
Yen/Euro, Durchschnitt im Berichtszeitraum 133 Yen 118 Yen 15 Yen

DATENQUELLE: TOYOTA MOTOR CORPORATION. DIE FAHRZEUGVERKÄUFE BEINHALTEN NICHT KONSOLIDIERTE JOINT VENTURES VON TOYOTA IN CHINA UND WERDEN AUF TAUSEND GERUNDET.

Was Toyotas Gewinnzuwachs im Vergleich zum Vorjahr angetrieben hat

Anders als der Konkurrent Honda (WKN:858326), der die meisten seiner Fahrzeuge in den Regionen herstellt, in denen sie letztendlich verkauft werden, stellt Toyota immer noch einen bedeutenden Prozentsatz seiner Gesamtproduktion in Japan für den Export in andere Märkte her. Das macht das Unternehmen besonders anfällig für Wechselkursschwankungen, sei es zum Guten oder zum Schlechten, insbesondere für die Wechselkursschwankungen von Yen zu US-Dollar und Yen zu Euro.

Für die Investoren ist der entscheidende Punkt, dass, wenn Toyota eine signifikante Veränderung des Betriebsgewinns gegenüber dem Vorjahr erzielt, die Wechselkurse in der Regel ein wichtiger Faktor sind. Das traf in diesem Quartal definitiv zu: Toyotas Betriebsergebnis stieg um 235 Milliarden Yen (2,15 Milliarden US-Dollar) gegenüber dem Vorjahresquartal und das Unternehmen schrieb 83 % dieses Anstiegs – 195 Milliarden Yen (1,78 Milliarden US-Dollar) – Wechselkursschwankungen zu.

Und der Rest? Die Ergebnisse der laufenden Kostensenkungsbemühungen von Toyota wurden durch erhöhte Aufwendungen im Quartal kompensiert. Der Verkauf eines höheren Prozentsatzes von (ertragsstärkeren) SUVs statt (ertragsschwächerer) Limousinen machte etwa 60 Milliarden Yen aus, obwohl ein Großteil davon durch höhere Ausgaben für Kaufanreize, insbesondere in Nordamerika, kompensiert wurde. Die Erhöhung der Bewertung von Derivaten (wie z. B. Zinsswaps), die von Toyota gehalten werden, sorgte für einen Großteil des verbleibenden Gewinns.

Hier ist ein Blick darauf, wie sich das alles auf das Betriebsergebnis von Toyota nach Regionen ausgewirkt hat.

Wie wir sehen, stieg das Betriebsergebnis von Toyota in Japan dank günstiger Wechselkursentwicklungen und eines moderaten Umsatzsprungs (3,3 %) stark an. Allerdings gingen die Gewinne in Nordamerika stark zurück, zum Teil wegen der Wechselkurse – und zum Teil wegen der Entscheidung von Toyota, seine Anreize auf dem trägen US-Markt zu erhöhen.

Was ist mit der Steuererleichterung?

Der Nettogewinn von Toyota hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und ist im Vergleich zum Vorjahr um 455,3 Milliarden Yen gestiegen. Ein Teil dieses Anstiegs war natürlich auf die Gewinne im operativen Ergebnis zurückzuführen – aber Toyota realisierte auch eine Senkung der Ertragssteuern um 291,9 Milliarden Yen, die größtenteils auf den neuen, niedrigeren Körperschaftsteuersatz in den USA zurückzuführen ist.

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