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Börse: Die Turbulenzen sind bald zurück

Gastautor: Frank Fischer
26.02.2018, 07:32  |  4125   |   |   

Die jüngsten Turbulenzen an den Börsen haben viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Man könnte meinen, dass die Zahlen zur Lohnentwicklung in den USA aus heiterem Himmel gekommen wären. Plötzlich kamen wieder Zinsängste auf. Die Börsen knickten ein – und der Abwärtstrend wurde dann auch noch durch automatische Verkaufsprogramme - vor allem an der Wallstreet - verstärkt. 1600 Punkte verlor der Dow Jones innerhalb weniger Stunden. Panik machte sich breit. Doch nur wenige Tage später schien alles wieder vergessen gewesen zu sein. Zwar war die Volatilität an die Märkte zurückgekehrt, aber im Großen und Ganzen beruhigten sich die Gemüter wieder. Die Zinsängste schwingen zwar immer noch mit, aber DAX, Dow Jones, S%P 500 & Co. kehrten wieder zum Alltag zurück.

Steigende Zinsen scheinen nicht mehr zu schrecken 

Dies vor allem auch nach der Veröffentlichung der Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed, woraus zwar ersichtlich wurde, dass die Zinsen „schrittweise weiter nach oben“ gesetzt werden sollen. Die Notenbank hat dabei signalisiert, dass 2018 wohl drei bis vier Schritte nach oben folgen könnten. Doch nach Aussage des Währungshüters Patrick Harker kann die Fed 2018 möglicherweise auch mit zwei Zinserhöhungen auskommen und müsste die Zügel damit nicht so straff anziehen wie bislang signalisiert. Zwei Schritte nach oben seien „wahrscheinlich angebracht“, so der Chef des Fed-Ablegers in Philadelphia. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass Harker im Offenmarktausschuss, der die Zinsen festlegt, nicht stimmberechtigt ist. Wie dem auch sei: Solche Aussagen hören die Märkte gerne. Der Dow Jones, S&P 500  und die Kurse an der Nasdaq stiegen prompt wieder. Die Beruhigungspille hatte gewirkt.

Viele Investoren sind derzeit zu sorglos und naiv

Doch es ist genau diese Sorglosigkeit der Marktteilnehmer, die uns Value-investoren Bauchschmerzen bereiten. Denn immer wenn die Anleger in zu guter Stimmung sind, ist das nächste Unheil nicht weit. Dies geht auch aus den jüngsten Daten zur Stimmung an den Märkten hervor, wie sie von den Analysten von Sentix erhoben werden. Diese weisen extreme Warnsignale für die Kapitalmärkte aus. So hat der Sentix Overconfidence-Index für Aktien einen oberen Extremwert erreicht, was auf erhöhte Risiken hinweist, während das Gegenstück für US-Anleihen einen Tiefstand erreicht hat. Der Overconfidence-Index misst dabei, ob Anleger dazu neigen, den Trend eines Marktes naiv und damit risikoerhöhend in die Zukunft fortzuschreiben. Und genau dieser Zustand ist am Aktienmarkt derzeit erreicht. „Mr. Market“ ist bester Laune – für uns eine gefährliche Gemengelage.

 

Hinzu kommt, dass wir uns zwar noch nicht am Ende des konjunkturellen Zyklus befinden, aber schon in einem sehr weit fortgeschrittenen Status. Das bedeutet: noch kann man mit Aktien Geld verdienen, aber die Volatilität wird zunehmen. Deshalb haben wir auch die Aktienquote in unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem PRIMA – Globale Werte gesenkt und halten mehr Cash. Das schützt zum einen vor größeren Verlusten, wenn es an der Börse abwärts geht, auf der anderen Seite halten wir genügend Pulver trocken, um dann gute Aktien günstig zu erwerben, wenn am Markt wieder die Panik ausbricht. Dann fällt „Mr. Market“ wieder in tiefe Depressionen – und wird damit zu unserem Freund. Frei nach dem Motto von Warren Buffett: Sei ängstlich, wenn alle andere gierig sind und werde gierig, wenn die anderen aus Angst sich selbst von den besten Aktien trennen! Dann warten eigentümergeführte Unternehmen, die einen Burggraben um ihr Geschäftsmodell gezogen haben, wie etwa Sixt & Co. nur darauf, von uns wieder genauer unter die Lupe genommen zu werden. 

 

 

 

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