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So räumt NVIDIA die Konkurrenz aus dem Weg

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.04.2018, 08:00  |  1090   |   |   

Wenn du NVIDIA (WKN:918422) schon länger verfolgst, habst du wahrscheinlich herausgefunden, dass die größte Stärke des Unternehmens auch seine größte Bedrohung ist: die künstliche Intelligenz (KI).

Das Unternehmen war der Pionier der Grafikprozessoreinheit (GPU), die Bilder in Videospielen von kastenförmigen Monstrositäten in nahezu lebensechte Bilder verwandelte. Das Gaming-Geschäft von NVIDIA war das Fundament, auf dem das Unternehmen aufgebaut wurde, und es sorgte für ein stabiles, wenn auch etwas unvorhersehbares Wachstum.

Das Ganze änderte sich Anfang 2017, als das Rechenzentrumsgeschäft des Unternehmens, getrieben durch die weit verbreitete Einführung der KI, ein dreistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Die gleiche parallele Rechenleistung, die GPUs perfekt für das Rendern von Bildern machte, funktionierte ebenso gut für die datenintensiven Anforderungen der KI.

Dieser anhaltende Erfolg hat die Aufmerksamkeit einer Vielzahl von potentiellen Konkurrenten erregt, von Startups bis hin zu großen Technologieunternehmen, die alle hoffen, ein Produkt zu entwickeln, das der Dominanz von NVIDIA entgegenwirkt. Mindestens ein Analyst ist jedoch der Meinung, dass die Investoren von NVIDIA nichts zu befürchten haben.

Chips sind erst der Anfang

Die NVIDIA-Aktie hat sich allein in den letzten zwei Jahren um über 500 % erhöht und ist extrem hoch bewertet worden, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 50 nach 12 Monaten.

Hans Mosesmann, ein Analyst bei Rosenblatt Securities, sieht das anders, basierend auf der gerade abgeschlossenen NVIDIA GPU Technology Conference. In einem Interview mit Barron’s argumentiert Mosesmann, dass NVIDIA bei den Prozessoren und der dazugehörigen Software so schnell bei der Entwicklung und so innovativ ist, dass es „fast unmöglich ist, Schritt zu halten“.

NVIDIA stellte eine Reihe neuer Produkte und Plattformen auf der jährlichen Veranstaltung des Unternehmens vor, die als die wichtigste Entwicklerkonferenz der Branche gilt. In der Hauptrede erklärte Jensen Huang, CEO und Gründer von NVIDIA: „Wir sind kein Chip-Unternehmen, wir sind ein Computerarchitektur- und Software-Unternehmen“. Dieser Fokus nicht nur auf die Prozessoren, sondern auf das gesamte KI-Ökosystem legt den Grundstein für den weiteren Erfolg des Unternehmens.

Größer, besser, schneller

Verwechsele die Aussage von Huang nicht mit dem Hinweis, dass sich das Unternehmen auf seinen Lorbeeren ausruht, wenn es um die bahnbrechenden GPUs von NVIDIA geht. NVIDIA stellte das neueste Upgrade des Tesla V100 vor, den das Unternehmen als „den fortschrittlichsten Rechenzentrums-Grafikprozessor bezeichnet, der je gebaut wurde, um KI, High-Performance-Computing und Grafik zu beschleunigen“. Das Upgrade verfügt über den doppelten Speicher des Vorgängermodells, wodurch es noch besser für das Training von Deep Learning-KI-Modellen geeignet ist.

Das Unternehmen präsentierte auch die neueste Version des DGX, NVIDIAs „KI-Supercomputer in einer Box“. Der DGX-2 Server kombiniert 16 Tesla-V100 GPUs und ist speziell für KI-Anwendungen konzipiert. Es hat die Rechenleistung von 300 Servern, die 15 Racks Platz im Rechenzentrum beanspruchen – ist aber 60-mal kleiner und 24-mal energieeffizienter.

Versuch mal, damit Schritt zu halten

Mosesmann sagte:

[NVIDIA geht] an die Grenzen dessen, was das Unternehmen in Bezug auf Prozesse und Systeme tun kann, um Speicher mit intelligenter Switch-Technologie und Software zu integrieren, und das Unternehmen arbeitet dabei in einem Tempo, das es in dieser Phase für jeden unmöglich macht, zu konkurrieren.

Die Ergebnisse sprechen für sich. NVIDIAs Rechenzentrumssegment, in dem das KI-Wachstum angesiedelt ist, machte im Geschäftsjahr 2016 weniger als 7 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus, macht aber nun 21 % des Gesamtumsatzes aus – und das Geschäft wuchs im letzten Quartal um mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr.

Wir sind noch im Anfangsstadium der KI, und natürlich könnte jemand mit einem besseren Produkt um die Ecke kommen. Aber wenn NVIDIA das halsbrecherische Innovationstempo beibehält und ein Ökosystem aufbaut, das zum Goldstandard wird, ist es schwer zu vorstellbar, wie NVIDIA diesen Bereich nicht weiterhin dominieren wird – zumindest auf absehbare Zeit.

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