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Tesla, Apple, Netflix – Bullenmarkt oder Seitwärtstrend?

Gastautor: Daniel Saurenz
11.06.2018, 07:30  |  487   |   |   

USA_GoldenGateDer Bullenmarkt stirbt nicht an Altersschwäche und die J.P. Morgan-Experten prognostizieren noch für 18 bis 24 Monate das Anhalten der Rally am US-Markt. Jedoch sollten sich Anleger davon nicht blenden lassen und gerade bei Einzeltiteln die individuelle Situation des Unternehmens betrachten. Dass dabei auch Analystenmeinungen nicht das Maß aller Dinge sind, zeigten wir in unserem Artikel Apple – verrückte Verkaufsempfehlung, die von den Goldmännern kam. Wem der Apple-Put VA25G6 zu stark nach unten ausgerichtet ist, der greift zum Inliner HX0VGD  und kassiert bei einem Seitwärtstrend eine dreistellige Rendite.

Attraktiv sind auch die folgenden Inliner auf US-Titel:

Netflix für Mutige: HX0VFL

Netflix: HX1KWH

Tesla Top Favorit: HX0VL3

Tesla: HX0X30

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Die US-Aktienexperten von J.P. Morgan Asset Management teilen nicht die Sorge vieler Anleger, dass dem Zyklus die Luft ausgehen könnte. Im Gespräch erläutert Susan Bao, Portfolio Managerin des JPMorgan Funds – US Select Equity Plus Fund, dass ein guter Indikator ein Blick auf das Trendwachstum sei, das weiterhin aufwärts strebt. Wir blicken auf den aktuellen Marktkommentar:

Neigt sich die Zeit der steigenden US-Aktienmärkte langsam dem Ende?

Susan Bao: Die anhaltend starke US-Rally veranlasst viele Anleger, sich über Spekulationsblasen Sorgen zu machen. Ein solch negatives Sentiment der Investoren ist nicht untypisch für den aktuellen Zyklus, denn er glich einem Hindernislauf mit vielen Hürden. Seit 2009 mussten Aktien eine „Wand der Angst“ erklimmen: Im Jahr 2011 kam es zur europäischen Schuldenkrise, 2013 versetzte die mögliche Straffung der US-Geldpolitik die Märkte in Sorge (Taper Tantrum) und in 2013 sowie 2016 erfolgten deutliche Korrekturen im verarbeitenden Gewerbe, die mit dem Einbruch des Ölpreises zusammenhingen. Die Rally verlief also alles andere als reibungslos, doch der US-Aktienmarkt trotzte jedem Hindernis.

Höhere Bewertungen von US-Aktien lassen nun die Frage aufkommen, die derzeit auch viele andere Anleger umtreibt: Ist es mittlerweile zu spät, in US-Aktien zu investieren? Unseres Erachtens weist die Rally nach wie vor gute Ertragsmöglichkeiten auf. In den letzten zwölf Monaten warteten viele Anleger in der Hoffnung auf günstigere Einstiegspunkte eine weitere Korrektur ab. Wenn wir aber in der letzten Zeit etwas gelernt haben, dann dass es sinnvoller ist, sich auf das Trendwachstum zu fokussieren. Und der Trend deutet weiter nach oben.

Steht eine Rezession ins Haus?

Susan Bao: Im Durchschnitt dauern Expansionen 47 Monate an, und je länger der aktuelle Zyklus fortschreitet, wird immer wieder ein Ende prognostiziert. Doch wie gesagt stirbt ein Bullenmarkt nicht am Alter, und in der Regel bedarf es einer Rezession, damit dieser zu Ende geht. Angesichts starker wirtschaftlicher Fundamentaldaten lassen sich derzeit keinerlei Anzeichen dafür ausmachen.

Nach unserem Dafürhalten deutet vieles auf eine Fortsetzung der aktuellen wirtschaftlichen Rally für mindestens weitere 18 bis 24 Monate hin. Unser Rezessions-Barometer – eine Kombination von Top-down-Makro-Daten und den Bottom-up-Informationen unseres US-Researchteams – hilft uns dabei, eine Rezession zu prognostizieren. Momentan steht die Mehrheit unserer Signale eindeutig auf grün. Wir befinden uns also nach wie vor auf festem Terrain und es gibt keinerlei Hinweise, die diese große Angst vor dem „R“-Wort stützen.

US Rezession

Wie lauten Ihre Erwartungen für die Unternehmensgewinne?

Susan Bao: Der US-Dollar hat sich zu Beginn des Jahres abgeschwächt, was US-Unternehmen Rückenwind bescheren wird. Mehr als 40 %[2] der Gewinne der Unternehmen im S&P 500 Index werden im Ausland erzielt. Ein schwächerer US-Dollar kommt somit den Gewinndaten zugute. Allerdings ist der US-Dollar wieder moderat etwas angestiegen, aber im historischen Kontext nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Wir glauben daher, dass der US-Dollar nach wie vor als Rückenwind für US-Unternehmensgewinne dienen kann.

Der Energiesektor leistete im S&P 500 Index seit jeher einen starken Gewinnbeitrag. Mit dem Einbruch des Ölpreises im Jahr 2014 und seiner anhaltenden Schwäche bis in das Jahr 2016 wies der Energiesektor in diesem Zeitraum ein negatives Gewinnwachstum auf und schmälerte in den letzten zwei Jahren das Gewinnwachstum im S&P 500 Index. Das Jahr 2017 brachte leicht höhere Ölpreise mit sich, die sich allerdings nach wie vor deutlich unterhalb ihres 5-Jahres-Durchschnitts befanden. Selbst unter der Annahme, dass Öl auf diesem niedrigen Niveau verharrt, prognostizieren wir in den nächsten Quartalen für den Energiesektor ein positives Gewinnwachstum.

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