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„5 Aktien, die du sofort verkaufen musst!“

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
11.06.2018, 09:21  |  321   |   |   

Verzeih mir bitte, wenn ich dich auf eine falsche Fährte geführt habe. Denn in diesem Artikel wird es nicht wirklich um fünf Aktien gehen, die man besser verkaufen sollte, sondern lediglich um diese marktschreienden Werbeanzeigen, die aus emotionalen Motiven versuchen, Klicks und Verkäufe zu generieren.

Oftmals verbergen sich hinter derartigen Werbeanzeigen nämlich schamlose Versuche, für teures Geld einen Report zu verkaufen. Daher möchte ich dich im Folgenden dafür sensibilisieren, derartige Anzeigen eher kritisch zu hinterfragen.

Das Geschäft mit der Angst

Es gibt gewiss viele Gründe, weshalb mir diese Anzeigen gegen den Strich gehen. Der Wesentlichste ist jedoch, dass es sich hierbei um sehr emotional aufgeladene Versuche handelt, dich nur durch Angst und Panik zu etwas zu bewegen, das du ohne Einschüchterung vielleicht gar nicht haben willst.

Versteh mich nicht falsch. Börsenbriefe können definitiv einen Mehrwert für alle Investoren haben. Und auch ein gewisses Quäntchen Marketing gehört natürlich bei der Anpreisung der eigenen Produkte dazu. Jedoch finde ich es persönlich ziemlich frech, wenn die Verkaufsstrategie lediglich dort ansetzt, wovor sich viele Investoren fürchten: Dem Verlust.

Das alleine stellt in meinen Augen bereits eine qualitative Abwertung dieser Produkte dar, obwohl ich die Inhalte natürlich nicht kenne. Dennoch bin ich bei so etwas einfach vorsichtig, da mir die Art und Weise dieser Strategie nicht gefällt und ich mit denjenigen, die so etwas nötig haben, eher wenig zu tun haben möchte.

Der Take-Away-Aspekt für dich

Nachdem ich meiner offenkundigen Skepsis gegenüber solchen Anzeigen inzwischen ordentlich Luft gemacht habe, kommen wir nun zum Wesentlichen: Den Aspekten, oder wohl besser Fragen, denen du dich stellen solltest, sofern du dich manchmal von derartigen Werbeanzeigen angesprochen fühlen solltest.

  • Sind die Drohungen wirklich wahrscheinlich? Vielleicht ist das die wichtigste Frage, die du für dich beantworten solltest. Viele derartige Produkte beziehen sich in Anbetracht der Werbeanzeigen wohl eher auf das, was möglich ist. Was sie jedoch unter Umständen vernachlässigen könnten, ist die Wahrscheinlichkeit, mit der die Prognosen eintreffen könnten. Manchmal können zwischen diesen Sichtweisen bereits Welten liegen.
  • Was weiß ich über das Unternehmen hinter dem Produkt? Genauso wie bei der Aktien- und Unternehmensanalyse selbst solltest du gerade bei Anbietern von Berichten hinterfragen, wer überhaupt der Herausgeber ist und ob derjenige einen seriösen Ruf genießt, oder womöglich als stets panischer Crash-Prophet bekannt ist.
  • Und abschließend die womöglich wichtigste Frage in Bezug auf dich selbst: Ist es Logik, oder wirklich Angst, die mich beim Interesse an solchen Dienstleistungen antreibt. Wenn du selbst natürlich die ersten Anzeichen für eine schwächere Konjunktur, schwerwiegende Belastungen innerhalb einer Branche oder Probleme bei einem Unternehmen erkennen kannst, können diese Berichte natürlich helfen. Wobei nicht sicher ist, dass du im Vorfeld überhaupt etwas über die angesprochenen Unternehmen erfährst. Sofern du jedoch einfach aus genereller Panik agierst, denk lieber zweimal nach, bevor du etwas Unüberlegtes machst.

Sei daher besser auf der Hut!

Insgesamt kann ich dich daher auch nur dazu ermutigen, solchen reißerischen Anzeigen mit einer gehörigen Prise Skepsis zu begegnen. Womöglich sind deine hart ersparten Euro woanders doch besser aufgehoben, als bei derartigen Angeboten, die dich mit Einschüchterungsversuchen zum Erwerb der jeweiligen Börsenbriefe bewegen wollen.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.


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