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IEA sieht Risiken in Iran und Venezuela, Nachfrage stabil

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Nachrichtenquelle: Shareribs
13.06.2018, 13:15  |  465   |   
Paris 13.06.18 - Die Internationale Energieagentur hat ihren jüngsten Monatsbericht zum globalen Ölmarkt veröffentlicht. Darin wird für das kommende Jahr ein stabiles Nachfragewachstum erwartet. Beim Angebot sieht man hingegen Risiken.

Der jüngste Bericht der Internationalen Energieagentur sieht bei der Nachfrageentwicklung in diesem und dem nächsten Jahr eine Stabilisierung. Das Wachstum in den Jahren 2018 und 2019 wird auf 1,4 Mio. Barrel pro Tag geschätzt und dürfte im zweiten Quartal 2019 auf mehr als 100 Mio. Barrel pro Tag steigen.

Grundlage für die Prognose sind stabilere Ölpreise und ein solider ökonomischer Hintergrund, so die Ökonomen der IEA. Risiken hingegen seien in höheren Preisen und einer Zuspitzung der Handelsspannungen zu sehen. Die Einschätzungen könnten deshalb auch in den nächsten Monaten noch geändert werden.

Risiken sehen die Analysten auch bei der Angebotsentwicklung. So wurde mitgeteilt, dass die Ölmärkte in einem knappen Gleichgewicht seien, selbst wenn Förderausfälle in Iran und Venezuela kompensiert werden können. In der Folge könnten die Preise, bei zusätzlichen Förderausfällen, weiter steigen. Die Annahme basiert auf einer Schätzung, laut der die kombinierte Produktion Irans und Venezuelas bis zum Ende des kommenden Jahres um 1,5 Mio. Barrel sinkt. In der Folge würden die Lagerbestände um täglich 1,6 Mio. Barrel/Tag sinken, wenn die zwölf anderen OPEC-Staaten ihre Förderung vom gegenwärtigen Niveau nicht weiter anheben.

Die globalen Lagerbestände waren für die OPEC der Grund, die Förderkürzungen um 1,8 Mio. Barrel/Tag Anfang 2017 zu vereinbaren. Laut IEA sind diese im April auf ein Drei-Jahrestief von 2,809 Mrd. Barrel gesunken und liegen um 27 Mio. Barrel unterhalb des von der OPEC avisierten Fünf-Jahresschnitts.

Die Förderung außerhalb der OPEC dürfte in diesem Jahr um 2,0 Mio. Barrel/Tag wachsen, 1,7 Mio. Barrel/Tag sollen es dann im nächsten Jahr sein, angeführt von den USA. Dort, allerdings, kommt es zu infrastrukturellen Engpässen, die eine zügige Ausweitung der Förderung und die Versorgung von Senken schwieriger macht.

Das Fass Brent-Rohöl verliert 0,3 Prozent auf 75,69 USD, WTI-Rohöl gibt 0,2 Prozent auf 66,26 USD/Barrel ab.

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