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Nordafrika Piratensender im Nahen Osten kapert Bundesliga-Bilder

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
06.07.2018, 17:11  |  1881   |   |   
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Das illegale Abgreifen von Fernsehsignalen populärer Sportübertragungen im Nahen Osten und in Nordafrika weitet sich aus. Betroffen ist laut eines Berichts der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe) auch die Fußball-Bundesliga. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will nun gegen den Piratensender BeoutQ vorgehen, der bislang ungestört geklaute Programme über einen Satelliten des im saudischen Riad ansässigen Unternehmens Arabsat ausstrahlt.

In einer schriftlichen Stellungnahme teilte die DFL mit, dass Piraterie die qualitativ hochwertige TV-Berichterstattung der Bundesliga und die dahinterliegenden Geschäftsmodelle gefährde. Das während der Fußball-Weltmeisterschaft aufgefallene saudi-arabische Piratenangebot BeoutQ sei der DFL bekannt, denn die Bundesliga-Rechte seien betroffen. "BeoutQ ist von der DFL in keiner Weise autorisiert, Bundesliga-Inhalte zu verbreiten. Die DFL ist bereits aktiv und behält sich weitere Maßnahmen vor, um ihre Rechte und die Rechte ihres Lizenznehmers zu schützen." Beim Rechteinhaber in der betroffenen Region Nahost und Nordafrika handelt es sich um den Sportableger "BeIn" des Nachrichtenkanals "Al Dschazira" aus Qatar. BeoutQ sorgt derzeit während der Fußball-WM für negative Schlagzeilen. Der Piratensender hat bisher alle Turnierspiele gezeigt - ohne Lizenz. Der Weltverband FIFA will ebenfalls dagegen vorgehen. Wie die FAZ weiter schreibt, soll auch das staatliche iranische Fernsehen involviert sein. Hier waren zum Ende der vergangenen Saison mehrere Bundesligapartien gezeigt worden, obwohl die DFL dorthin keine Senderechte vergeben hatte. Als im Mai die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Männerpartie zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München leitete, überblendeten die Iraner Nahaufnahmen von ihr in der "geklauten" Übertragung. Zur Piraterie des iranischen Staatsfernsehens äußerte sich die DFL nicht. Im Iran werden Urheberrechte aus dem Westen oft nicht geachtet, auch wenn in den letzten Jahren Bewegung in das Thema gekommen ist, um Investoren anzulocken.


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