DAX-0,64 % EUR/USD-0,03 % Gold-0,09 % Öl (Brent)+0,17 %

Made in Greece Griechenland ist das europäische Kalifornien, wenn es um Cannabis geht

27.02.2019, 12:37  |  13825   |   |   

Griechenland hat sich zum Ziel gesetzt, neue Geschäftsmöglichkeiten für die Cannabisindustrie zu schaffen. Die erster Lizenzen wurden bereits vergeben. Nun zieht Zypern nach.

Im Februar 2019, nachdem im März letzten Jahres Griechenland Cannabis zu medizinischen Zwecken legalisiert hatte, folgt auch Zypern. Zukünftig sind der Anbau, die Ein- und Ausfuhr sowie der Besitz und die Verwendung von medizinischem Cannabis legal. Zypern kann nun finanziell solide Cannabis-Unternehmen, mit weltweiter Erfahrung, anziehen.  

Griechenland ist bereits ein Schritt weiter

In Griechenland wurden die ersten beiden Lizenzen an Unternehmen für den Anbau von medizinischem Cannabis bereits Ende 2018 erteilt. Zwölf weitere Lizenzen werden nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft und Entwicklung bis Ende 2019 vergeben.

Der Anbau und die Produktion von industriellem Faserhanf (der Art Cannabis sativa L mit einem Tetrahydrocannabinol-Gehalt (THC) von unter 0,2 Prozent) wurde 2016, nach einer gemeinsamen Ministerentscheidung der Gesundheits- und Finanzministerien, legalisiert. Mit der Entscheidung legte man auch die Bedingungen für den Anbau fest. Nach der Gesetzgebung müssen Cannabisproduzenten vor dem Pflanzen eine Vorabgenehmigung einholen und auch Cannabissamen verwenden, die bestimmte Kriterien erfüllen.

Gesundheitsminister Andreas Xanthos, Wirtschafts- und Entwicklungsminister Stergios Pitsiorlas und der stellvertretende Minister für landwirtschaftliche Entwicklung Vassilis Kokkalis gaben bekannt, dass mit den 14 Lizenzen rund 770 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Diese Unternehmen sind schon dabei

Es wird erwartet, dass rund 185 Millionen Euro an Investitionskapital fließen. Die ersten beiden Empfänger der Cannabis-Produktionslizenzen sind die in Korinth ansässige Bioprocann und die in Larissa ansässige Biomecann. Laut Minister Pitsiorlas belaufen sich die beiden ersten Investitionen auf 22 Millionen Euro und sollen 117 Arbeitsplätze schaffen.

In einem Interview sagte der Generaldirektor Dionysis Sarmazanidis, Cannatec Griechenland - eine Tochtergesellschaft von Golden Greece Holdings - man werde bis Ende 2019 auch Verarbeitungsanlagen in Betrieb nehmen. Die erste Verarbeitungsanlage von Cannatec soll ihren Sitz in Kilkis haben. Es gibt auch schon Abnehmer in Europa, so Sarmazanidis. Die Gesamtinvestitionen werden sich auf mindestens 255 Millionen Euro belaufen.

Minister Pitsiorlas geht davon aus, dass die ersten medizinischen Cannabisprodukte - Made in Greece - voraussichtlich innerhalb von etwa einem Jahr auf den Markt kommen. Er sagte, dass "es ein großes Interesse gibt, hauptsächlich aus Kanada und Israel".

Tatsächlich wurde bereits festgestellt, dass ausländische Investoren aktiv daran arbeiten, die Vorteile der griechischen Gesetzgebung zu nutzen. DevCann, ein in Ohio ansässiges Unternehmen, investiert voraussichtlich 12 Millionen Euro in Griechenland, um medizinischen und industriellen Cannabis anzubauen, zu verarbeiten und zu exportieren. "Griechenland ist das europäische Kalifornien", sagte DevCann CEO James Ickes gegenüber dem "Wall Street Journal". 

Quellen:

Greece

Hanfjournal



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel