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Anleihe - WARNUNG! Nordwest Industrie Group GmbH - NWI nicht zeichnen!

Gastautor: Volker Glaser
10.04.2019, 00:02  |  1564   |   |   

Der Spruch vom Bock, der zum Gärtner gemacht wird, ist bekannt und trifft im Falle der gerade am Markt via IKB Bank umhergereichten NWI Group-Anleihe (Nordwest Industrie Group GmbH) komplett zu. Die Beteiligungsgesellschaft aus dem Hause Zech, einer Bremer Bau-Familie mit breitem unternehmerischen Ansatz, wirbt um bis zu 20 Mio. Euro Fremdgeld, welches natürlich unbesichert zu 4.5 % Zinsen (das war vor 3 Jahren die Rate für erstklassige Immobilienfinanzierungen) dem Volk schmackhaft gemacht werden soll.

Wir sind entsetzt ob der Chuzpe, die NWI an den Tag legt. Die Zech-Gruppe ist am Kapitalmarkt durch ihr intelligent-rabiates Verhalten bei KTG Agrar und KTG Energie bekannt und gefürchtet. Warum ein klardenkender Investor solch einer Truppe sein Geld anzuvertrauen gedenken sollte, erschließt sich uns nicht. In den zuvor beschriebenen Fällen bei KTG hat sich Zech rechtlich einwandfrei verhalten und getreu dem Motto „der Stärkere gewinnt“ Eigen- und Fremdkapitalgeber böse versetzt und alle sich bietenden juristischen Hintertürchen und Tricks angewandt. Das 2018er Zahlenwerk der NWI (385 Mio. Euro Umsatz, Jahresüberschuss rund 12 Mio., 28 % EK-Quote) gibt sich solide, das Geschäft mit Büromöbeln sowie das in der Metallbranche läuft rund. Der 20 Mio. Euro-Bond passt zur Bilanz, die Laufzeit bis 2025 ist Mittelstandsanleihen konform. Auch wenn das Bilanzielle stimmig ist, sehen wir keinen Grund, das Papier zu erwerben, denn Beteiligungsgesellschaften sollten mit Eigenkapital ausgestattet sein. Bei Zech dürften durch die dreiste KTG-Nummer ja ausreichend Gewinne aufgelaufen sein. Finger weg von dieser Anleihe.

www.vorstandswoche.de

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