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Gold – nächste Chance für die Bullen

Gastautor: Daniel Saurenz
17.04.2019, 07:00  |  633   |   |   

goldbarren02Kann das Edelmetall Gold perspektivisch wieder nach oben ausbrechen? Dafür gibt es gute Argumente. Des Weiteren ist bis auf Weiteres von einer volatilen Preisentwicklung am Ölmarkt angesichts der aktuell unterschiedlichen Entwicklungen auf der Angebotsseite auszugehen. Die Gelegenheit für einen Gold-Einstieg ist günstig. Hier sind Sie zum Beispiel bei Ophirum mit physischem Gold gut aufgestellt. Goldman Sachs bietet ein Open-End Zertifikat mit der WKN GS0HH0. Wer den Währungseffekt ausschalten möchte, greift bei “Quanto” zu und zahlt dafür eine kleine jährliche Gebühr - GS72X2Mit moderatem Hebel 2 sind Sie mit der WKN SC2TPV der Societe Generale dabei.

Rohöl: Unterschiedliche Signale aus den USA und der OPEC

Die Ölpreise kletterten jüngst auf den höchsten Stand seit knapp fünf Monaten. Das Überangebot am globalen Ölmarkt wurde im Laufe des ersten Quartals 2019 weitgehend abgebaut. Dies lag an der beschlossenen und umgesetzten Fördermengenkürzung der OPEC+ (inkl. Russland). Zudem ist das weltweite Angebot durch ungeplante Produktionseinschränkungen im Iran und Venezuela verknappt worden. Beide Länder sind nicht Teil des Kürzungsabkommens der OPEC+. In den USA hingegen ist die Ölförderung bis zuletzt angestiegen. „Angesichts dieser unterschiedlichen Entwicklungen auf der Angebotsseite wird es im weiteren Jahresverlauf kaum gelingen, den Ölmarkt kontinuierlich im Gleichgewicht zu halten, was für eine volatile Preisentwicklung spricht“, prognostizierten die Analysten der DekaBank.

Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und ihre Verbündeten treffen sich im Juni, um zu entscheiden, ob sie die Förderung weiterhin zurückhalten wollen. „Ich erwarte, dass Öl vorerst in einem relativ engen Band von etwa 70 US-Dollar pro Barrel gehandelt wird“, sagte die Ölanalystin bei Energy Aspects in Singapur, Virendra Chauhan, mit Verweis auf unterschiedliche Signale aus den USA und der OPEC bezüglich der zukünftigen Förderpolitik. „Führende Indikatoren für das US-Angebot deuten darauf hin, dass das Aktivitätsniveau zunimmt, was für ein starkes Produktionswachstum im zweiten Halbjahr spricht”, so Chauhan. Aber gleichzeitig deuteten Aussagen verschiedener Offizieller der OPEC+-Allianz darauf hin, dass die Fördermenge der Gruppe nicht automatisch ab Sommer ausgeweitet werde.

Der de facto-Anführer der OPEC, Saudi-Arabien, ist bestrebt, das Angebot weiter knapp zu halten. Jedoch gibt es auch Stimmen innerhalb des Kartells, die davon ausgehen, dass Riad die Produktion ab Juli wieder anheben könnte, sollten die Störungen an anderer Stelle (Venezuela, Libyen) anhalten. So warnte jüngst der Chef der libyschen National Oil Corp., dass erneute Kämpfe im Land die Rohölproduktion gänzlich zum Erliegen bringen könnten.

5-Jahres-Chart Brent, Quelle: Bloomberg Finance L.P.

Gold: Gute Argumente für mittelfristig steigende Preise

Seit Ende 2018 hat der Goldpreis deutlich zugelegt und damit den Kursrutsch von April bis Mitte 2018 fast wieder wettgemacht. In den letzten Wochen ist die Erholung beim Goldpreis aber wieder erlahmt. War es das schon wieder oder ist das nur eine kurzzeitige Verschnaufpause, bevor es wieder nachhaltig über die Marke von 1.300 US-Dollar/Unze gehen kann?

Ein Ausbruch nach oben ist kurzfristig schon wegen des aktuell starken Dollarkurses kaum wahrscheinlich. Der Greenback zeigt sich in diesem Jahr gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen sehr robust. Ein stärkerer Dollar ist meist negativ für den Goldpreis.

Wie aber steht es um die mittel- bis längerfristigen Aussichten? Kann Gold perspektivisch wieder Boden gewinnen? Dafür gibt es gute Argumente. Zunächst ist festzustellen, dass viele Notenbanken, allen vorneweg die Federal Reserve, einen geldpolitischen Schwenk vollzogen haben bzw. im Begriffe sind diesen zu tun.

Hat die US-Notenbank Ende vergangenen Jahres noch mehrere Zinserhöhungen für 2019 in Aussicht gestellt, ist sie von diesem Kurs komplett abgerückt. Nach Einschätzung des Fed-Präsidenten von Chicago, Charles Evans, könnte die Fed sogar bis weit ins Jahr 2020 hinein die Füße stillhalten. Evans begründet dies mit der mauen Inflation. Steigende Zinsen bzw. Renditen am Anleihemarkt sind normalerweise ungünstig für den Goldpreis, denn dadurch sinkt die Attraktivität von Gold als Anlage im Verhältnis zu Anleihen.

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