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Forex-Report Analogien zu 2008, es schwelt, wird es auch brennen?

Gastautor: Folker Hellmeyer
26.06.2019, 10:28  |  1810   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1355 (07:19 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1344 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 107.44. In der Folge notiert EUR-JPY bei 122.02. EUR-CHF oszilliert bei 1.1087.    

Geschichte wiederholt sich nicht, sie kann sich jedoch ähneln. Ich fühle mich in wesentlichen Ansätzen an das Jahr 2008 vor Ausbruch der Lehman-Krise erinnert. Die Oberflächlichkeit, mit der an den Finanzmärkten der weitere Lauf der Dinge diskontiert wird, ist partiell so grotesk wie im Vorlauf des Lehman-Debakels.

Das Organigramm, dass die globalisierte Welt zusammenhält, wird in Atem beraubendem Tempo von den USA angegriffen und in entscheidenden Teilen destabilisiert. War es 2008 die US-Finanzbranche ist es nun der US-Hegemon!

Ja, eine Eiche (Organigramm) hat zum Zeitpunkt des Zersägens des Stammes noch grüne Blätter, aber nicht mehr lange!

Auch 2008 waren die USA der Ausgangspunkt der Krise. Sie sind es heute auf mannigfaltige Art. Einige sollen genannt sein:

  • Angriff auf das Organigramm der globalisierten Weltökonomie, u.a. WTO
  • Nichtanerkennung der Souveränität von Drittstaaten
  • Handels- und Wirtschaftskriege ohne sachliche und rechtliche Grundlagen
  • Missachtung internationaler Vertragswerke
  • Ansätze staatlicher Lenkung von Waren- und Dienstleistungsströmen, Abkehr vom Ansatz der freien Märkte
  • Konjunkturelle Erschlaffung im Rahmen eines reifen Konjunkturzyklus
  • „Push-Economy“ auf Basis von öffentlichen Defiziten
     

Wenn man als US-Hegemon selbstverschuldet nachhaltig schwächelt (USA: Keine Reformen, maßgeblich alles auf Kredit) und der Rest der Welt strukturell besser aufgestellt ist (z. B. Eurozone: Wiederkehrende Einkommen, aufstrebende Länder OBOR),  muss der Rest der Welt auch mit Krisen infiziert werden, um Macht zu erhalten.

Das war auch 2008/2009 so. Über MBS wurden die Krise in die Bilanzen europäischer Banken exportiert. Auf der Basis dieser Erschütterung wurde dann der Angriff gegen die Eurozone mit dem Ziel der Zerlegung gefahren. Mario Draghis Intervention mit „Whatever it takes!“ setzte dem dann ein Ende. Erkennt Europa endlich einmal Muster oder ist die intellektuelle Basis nicht mehr gegeben?

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