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Autokrise voraus Fiat: Ist das Ende nahe?

19.08.2019, 13:02  |  60352   |   |   

Die Klimakrise beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen: Die Autoindustrie als ein CO2-Hauptverursacher wird sich wohl in Zukunft komplett umstellen müssen. Kleine Autobauer wie z. B. Fiat Chrysler, welche die Mobilitätswende verpassen, könnten untergehen, prognostizieren Experten gegenüber der "Bild-Zeitung".

Wolfgang Bernhart von der Beratungsfirma Roland Berger erklärte: "Wenn wir von den acht westlichen Herstellern reden, werden nicht mehr als sechs bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts übrigbleiben". Autobauer müssten schnellst möglich E-Autos in Masse produzieren und verkaufen. Ansonsten seien schärfere staatliche CO2-Ziele nicht zu erreichen, was erhebliche Strafen nach sich ziehe.

Branchen-Experten gehen davon aus, dass nur große und finanzstarke Autohersteller die Verkehrswende hin zur klimafreundlichen Mobilität schaffen können. Sie hätten das nötige Finanzpolster, um ihre Produktion umzustellen und Elektroautos  in Masse zu produzieren. Kleinere Hersteller wie Fiat Chrysler müssten sich mit größeren zusammentun, sonst hätten sie kaum eine Chance.

Stefan Randak von der Managementberatung Atreus sieht "Fiat Chrysler nicht mehr sehr lange am automobilen Himmel" und hält sogar eine Zerschlagung für möglich. Schon seit Jahren versuche der italienisch-amerikanische Autobauer vergeblich einen Partner zu finden. Zuletzt hatte er es bei Renault versucht.

Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management teilt die bestehenden Autobauer in drei Gruppen ein: "Die einen, die es sich kaum leisten können, eigene Elektroplattformen zu erstellen. Die brauchen Partner. Dann kommen diejenigen, die schon ein bisschen größer sind und möglicherweise auch Geld haben, aber sich überlegen müssen, ob sie langfristig bestehen können". Die dritte Gruppe seien die weltgrößten Autohersteller, also Volkswagen, Toyota und General Motors. Ihnen rechnet Bratzel die größte Überlebenschance zu.

Der defizitäre US-Elektroautobauer Tesla fällt in keine der drei genannten Gruppen. Wegen der enormen Verschuldung sei es aber ungewiss, ob Tesla langfristig überleben werde. Wolfgang Bernhart erklärt: "Das ist ein unternehmerisches Wagnis. Wenn das gelingt, kann Tesla seine hohe Bewertung rechtfertigen. Wenn nicht, wird es schwierig".

Autor: Ferdinand Hammer

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5 Kommentare

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Kommentare

Das ist aber ein politisch gesteuerter Artikel. Wieso wird Fiat jetzt schon abgeschrieben, wo erstens noch gar nicht feststeht, ob E-Autos überhaupt erfolgreich sein werden (und vieles deutet immer mehr darauf hin) und zweitens die Menschen sich wieder stärker nach effizienten Verbrennungsmotoren umsehen (werden), so dass Fiat hiervon profitieren könnte. Wenn beinahe alle Hersteller auf das "Allheilmittel" E-Auto setzen und die Menschen es aber nicht kaufen werden, weil sie durchschauen, was das E-Auto tatsächlich für ein umweltschädliches Auto ist (Batterieherstellung und -entsorgung, regelmäßiges Laden mit Atom- und Kohlestrom mit mehr und mehr Zukäufen aus dem Ausland, Ausbau des Ladenetzes, zu kurze Haltbarkeit der Batterie etc.), dann werden viele sehr spät erwachen und das Nachsehen haben und die großen Autobauer Probleme bekommen. Fiat als kleiner Autobauer wird flexibler reagieren können und erstmal abwarten, wie die großen Autobauer sich mit den E-Autos schlagen. Wenn das nicht gut läuft, steht Fiat gut da und kann effiziente/sparsame Benzin- und Dieselmotoren anbieten, denen die Leute vertrauen werden, weil man weiß, was man kauft und die Zahlen am Ende für sich sprechen. Ich schreibe Fiat daher noch lange nicht ab, im Gegenteil. Fiat könnte vom wahrscheinlich erfolglosen "E-Auto-Boom" mehr profitieren, als die meisten das heute absehen können. Zudem sind das Problem nicht die Abgase, sondern der Feinstaub aus Reifen- und Bremsabrieb. Der entsteht auch mit einem E-Auto. Außerdem wird die Erde massiv weiter ausgebeutet, da Lithium, Kobalt und Nickel immer mehr gebraucht werden. Das zieht in den Abbauregionen massive Probleme nach sich. Darüber redet jedoch niemand. Hauptsache, unsere Städte sind vermeintlich sauberer.
Ich bin übrigens überzeugter Fiat-, Lancia- und mittlerweile Alfa Romeo Fahrer.
Die Aussage "Die Autoindustrie sei ein CO2-Hauptverursacher " ist schlicht und ergreifend eine Lüge. Laut der Studie des FHG-ISE "Was kostet die Energiewende" beträgt der Anteil am CO2 Ausstoß in der BRD am gesamten Energieverbrauch nur 20%. Der Hauptversucher ist die Energiewirtschaft und die Stromerzeugung mit 40% !!! Der Autor will dem Leser aber weiß machen dass die e-Mobilität der Weisheit letzter Schluss sei mit eine Energieform, die mit 40% am CO2 Ausstoß beteiligt ist. Wie absurd ist das denn? Da kann man nur sagen, dass der Autor keine Ahnung von der Energiewirtschaft hat. Wahrscheinlich ein Banker, der von der Technik keine Ahnung hat.
Ich finde das gesamten E-Mobilität einen Schwachsinn!
A.) es fehlt die Infrastruktur die ganzen Autos zu laden, B) Sie müssen eine E-Motor Fahrzeug fahren für ca. 10 Jahre einen Co² Bilanz zu bekommen! C) Die Batterie Rohstoff ist auch nicht ewig verfügbar.

Ich denke das Wasserstoff verbrennen, nicht das Fuelcell ist der richtige Weg.

BMW hat es früher gemacht, aber aufgehört weil die Markt damals, war zu klein.
Aber jetzt ist die richtige Zeit nochmal es zu versuchen!
Die ganze Infrastruktur für die Automobilbranche bleibt bestehen!
Wir werden immer noch Motorenteile, Getriebe, und Karossiere Teile brauchen.
Können Sie es vorstellen wenn alle Automobilhersteller auf E-Mobilität setzen?
Die hälfte Arbeitsplätze fallen sofort weg. Was sollen dann die ganzen Arbeitslosen tun?
Harz IV?
Der Artikel ist faktisch unwahr.

Es geht nicht um den CO2 Ausstoss, da Elektroautos beim deutschen Energiemix gegenueber Benzinern/Dieseln nichts einsparen. Bei den sparsamen Kleinwagen von Fiat duerfte die Bilanz noch unguenstiger sein.

Das heisst, hier gehts um sozialistische Planwirtschaft, Bevormundung und Ausschaltung von Konkurrenten.

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