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Brent-Rohöl wieder unter 59 USD

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Nachrichtenquelle: Shareribs
21.10.2019, 14:25  |  535   |   
London 21.10.2019 - Die Ölpreise bewegen sich zum Wochenauftakt nach unten. Die Marktteilnehmer schauen auf die Nachfrageentwicklung, die kaum zu neuen Zukäufen veranlasst.

Die Stimmung an den Ölmärkten bleibt eher schlecht. Im Handelsstreit gibt es keine greifbaren Fortschritte, obgleich im November ein Treffen von US-Präsident Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi stattfinden soll, im Rahmen dessen es einen Teil-Deal zwischen beiden Ländern geben soll.

Nun hat aber China mitgeteilt, dass man Vergeltungssanktionen gegen die USA plane. Dabei geht es um 2,4 Mrd. USD und liegt begründet in einem Entscheid der Welthandelsorganisation WTO, welchen die USA missachtet haben soll. Der Vorfall ereignete sich noch in der Amtszeit von Barack Obama. Abseits dessen hat China klar gemacht, dass man vor der Wiederaufnahme großer Orders von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den USA eine Rücknahme der US-Handelszölle erwarte.

Die Stimmung wird hiervon beeinträchtigt, da erst ein Deal zwischen China und den USA die fortgesetzte Abschwächung des globalen Wachstums stabilisieren könnte.

Angebotsseitig spekulieren die Marktteilnehmer auf eine Ausweitung der Förderkürzungen seitens der OPEC. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Förderländer nicht umhinkommen, das Angebot weiter künstlich zu senken, um ein Überangebot und damit zu geringe Preise zu verhindern. Gegenwärtig haben die Länder im OPEC+ Format die Fördermengen um 1,2 Mio. Barrel/Tag gekürzt.

Russland gab am Wochenende bekannt, dass man die Kürzungsvereinbarungen im September nicht eingehalten habe. Grund dafür sei eine Erhöhung des Ausstoßes von Erdgaskondensat.

Darüber hinaus finden derzeit Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Kuwait über eine mögliche Wiederinbetriebnahme eines gemeinsamen Ölfeldes statt. Dieses hat eine Förderkapazität von 500.000 Barrel/Tag. Während Saudi-Arabien nicht unbedingt an einer Anhebung der Gesamtförderung interessiert sein dürfte, könnte eine Ausweitung der Reservekapazitäten für Entspannung am Ölmarkt sorgen. Mit den Ausfällen nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen im September sind die Reservekapazitäten gegen Null gesunken.

Das Fass Brent-Rohöl gibt 1,0 Prozent auf 58,82 USD ab, WTI-Rohöl verliert 0,8 Prozent auf 53,35 USD/Barrel.



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