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Mutares "ÖBB wird Sorgenkind Stückgut nicht ohne Mitgift los"

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
23.10.2019, 08:47  |  419   |   |   
Scale | Mutares:

So titelte "DER STANDARD" am 10.07.2019 über das Ziel der Begierde der Mutares AG (ISIN: DE000A2NB650).

Am 18.10.2019 hieß es, dass die Mutares AG "(..)hat heute über eine Tochtergesellschaft ein notariell beurkundetes, verbindliches Angebot zum Erwerb des Geschäfts der Q Logistics GmbH, einer Logistik-Tochter der Österreichische Bundesbahnen - Holding Aktiengesellschaft (ÖBB), einschließlich der Q Logistics Tochtergesellschaft in Tschechien, abgegeben."

Und ab 13:30 Uhr nutzte gestern die eher unbekannte Mutares AG die Chance sich dem Kapitalmarkt zu präsentieren. Die Mutares hat - wie man erfahren konnte selber derzeit rund 100 Mitarbeiter - bis Ende des Jahres wohl rund 130. Davon sind derzeit 50 (Ende 2019 70-80) Consultants, die bei einer Übernahme alle Schlüsselpositionen abdecken können. Teams von 5-6 Managern steigen bei neuen Beteiligungen ein und "stellen alles auf den Kopf und in Frage". Genau das richtige für Sanierungsobjekte. Genau das richtige für Q Logistics. Es überraschte deshalb auch wenig, dass -auf Nachfragen - der CEO zu der Aussage gebracht werden konnte, dass auch Q Logistics ein "typischer Mutares Deal" sei; daraus deuten wir: KEIN KAUFPREIS plus MITGIFT.Warum die Dividende von 1,00 EUR sicher ist für die nächste Zeit, wurde überzeugend begründet. Einzelheiten dazu demnächst. Erstmal zum Konzept:

Zielunternehmen sind...

... die ungeliebten Kinder von Konzernen: Verlustbringer, lange subventioniert und mitgeschleppt. Kaufpreiszahlungen entfallen so bei den meißten Objekten der Begierde, vielmehr erwartet Mutares eine Mitgift in Höhe der prognostizierten Sanierungs- bzw. Restrukturierungskosten. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte das Managementteam eindrücklich. Neben einem bereits erfolgreich abgeschlossenem Logistikprojekt in Frankreich, wo innerhalb weniger Jahre aus einem Defizitunternehmen ein Gewinne erwirtschaftender Exit (für Mutares) gemacht wurde. {loadmodule mod_custom,Nebenwerte - Anzeige in Artikel (Google)}

Erfahrung von 10 Jahren als Mutares mit exorbitanten Wachstumsraten, allein 8 Unternehmenskäufe in diesem Jahr zzgl. - bei Gremienzustimmung - der Erwerb der Q Logistics der ÖBB - 250 Mio. Umsatz, fast 1.000 Mitarbeiter, defizitär.

Q Logistics ist ein großer Fisch

Aber auch die ebenfalls vorgestellten "Musterkinder" Balcke Dürr Group und Donges Group - beides Unternehmensgruppen, die um einen defizitären Kern mit anschließenden ADD-on Käufen (auch hier wohl i.d.R. ohne Kaufpreis plus Mitgift), herum aufgebaut wurden und auf dem Weg zur Profitabilität (beide erwirtschaften schon jetzt bzw. dieses Jahre erstmals mehr als 5% Umsatzrendite) - UND das aus defizitären Resterampen innerhalb weniger Jahre. Ein weiteres Beispiel war die STS Group, die mittlerweile börsennotiert ist, an der aber Mutares weiterhin 60% hält. Der Teilexit über die Börse lieferte Geld für Zukunftsprojekte (Aber das ist eine eigene Geschichte), der Emmissionspreis wurde jedoch nie wieder an der Börse erreicht (bisher, falsche Branche Automotive plus Umsatzrückgang), die Aktie trudelte vielmehr in den tiefroten Bereich, aber wie gesagt Fortsetzung folgt.

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