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Forex-Report Das Risiko von Vorverurteilungen und Narrativen – Fed im Fokus 

Gastautor: Folker Hellmeyer
11.12.2019, 13:10  |  463   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1090 (06:44 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1065 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.75. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.61. EUR-CHF oszilliert bei 1.0923.

Die kritische Haltung, die wir gegenüber Narrativen und Vorverurteilungen in diesem Report einnehmen setzen wir als bekannt voraus, ebenso unsere ablehnende Haltung aus Vorverurteilungen und Narrativen schwerwiegende politische Maßnahmen zu verfügen, da das dem Rechtsverständnis innerhalb eines demokratischen Gefüges widerspricht.
 
In den letzten 24 Stunden erreichten uns nachfolgende Meldungen:

1.    Bei dem Angriff vom 14. September auf saudische Ölanlagen können die Vereinten Nationen einen iranischen Ursprung der Raketen und Drohnen nicht bestätigen. Die USA, europäischen Staaten und Saudi-Arabien hatten den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht. Der Iran hat eine Verwicklung immer bestritten. 

Was nun Washington und Europa?  Werden verfügte Maßnahmen gegen den Iran revidiert? Entschuldigt man sich jetzt in Teheran? Wem hat der Anschlag genutzt? Waren es die Huthis oder war es ein „Agent Provocateur“?

Wir wissen es nicht, aber das Narrativ und die Vorverurteilung haben Folgen gehabt, die heute Teil einer schlechteren Realität sind.

2.    Der Versuch von Russlands Außenminister Lawrow scheiterte gestern, die Vorwürfe der Einmischung in den US-Wahlkampf 2016 mit der Veröffentlichung von Korrespondenzen zwischen Moskau und Washington zu widerlegen. Diesen großzügigen Vorschlag Moskaus hätte die US-Regierung schlicht abgelehnt. Außenminister Lawrow betonte, eine Offenlegung von engen Austäuschen zwischen Oktober 2016 und November 2017 würde deutlich machen, dass Russland sich nicht in den US-Wahlkampf eingeschaltet hätte. 

Der Untersuchungsausschuss, der in den USA bezüglich der unterstellten Einmischung Moskaus eingesetzt wurde, konnte diesen Vorwurf nicht stichhaltig belegen. Die Unterstellung wird politisch und medial jedoch weiter gepflegt. 

Moskau will diesen Vorwurf ausräumen, da dieser Vorwurf Grundlage für Sanktionen gegen Russland war. Die von Moskau angebotene Transparenz, ein bemerkenswerter Akt, wird von Washington abgelehnt. Wer zeigt hier sachliches Aufklärungsinteresse?

Wer nutzt Narrative? Wer basiert politische Handlungen auf Basis von Vermutungen und daraus resultierenden Vorverurteilungen? Wessen Agenda nutzt es?

Wissen wir in Bremen, was ultimativ passiert ist? Nein, aber Transparenz und Faktenchecks sind für uns intellektuell und politisch interessanter als extreme politische Maßnahmen, Sanktionen sind nichts anderes, die auf Narrativen und Vorverurteilungen basieren.

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