Bis zu 831 Euro sparen "Finanztest" über den Smartbroker: "Da kann keiner der ‚klassischen‘ Anbieter mithalten"

23.10.2020, 08:31  |  14485   |   |   

Wer mit Wertpapieren handeln möchte benötigt ein Depot. Fast alle Kreditinstitute bieten ihren Kunden entsprechende Produkte an – doch die eigene Hausbank ist oft die schlechteste Wahl, wie eine aktuelle Studie zeigt.

So kostet beispielsweise das „Aktiv-Depot“ der Berliner Volksbank in einer Beispielrechnung der renommierten Fachzeitschrift „Finanztest“ 697 Euro pro Jahr. Deutlich günstiger geht es mit dem Smartbroker, der für das „große Musterdepot“ gerade einmal 18 Euro verlangt. Heißt im Klartext: Wer wechselt, kann pro Jahr mehrere hundert Euro sparen – und zwar ohne Einbußen bei Auswahl oder Service.

Die Redakteure der „Finanztest“ (das Magazin gehört zur bekannten Marke „Stiftung Warentest“) haben die Preiselisten von neun bundesweit tätigen Filialbanken, 13 regionale Angebote von Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie 13 Direktbanken und Online-Broker in einer umfangreichen Studie (Ausgabe 11/2020) untersucht. Das Ergebnis der unabhängigen Jury: „Bei allen Musterdepots setzte sich der Smartbroker an die Spitze. Wertpapierkäufe kosten pauschal 4 Euro, über andere Handelsplätze sind Orders zum Teil noch billiger oder sogar kostenlos“. Mit Blick auf andere Broker schreibt die „Finanztest“: „Da kann keiner der ‚klassischen‘ Anbieter mithalten.“

Tatsächlich fallen im Ranking vor allem die namenhaften Banken negativ auf. So kostet beispielsweise das „Klassikdepot“ der Commerzbank in der eingangs beschriebenen Beispielrechnung 757 Euro pro Jahr. Der Warenkorb für das „mittelgroße Musterdepot“ ist sogar noch teurer. Kunden der Commerzbank müssen laut „Finanztest“ mit 822 Euro pro Jahr rechnen. Das „mittelgroße Musterdepot“ beinhaltet Vermögenswerte in Höhe von 50.000 Euro, verteilt über 13 Positionen. Dazu kommen zwölf Orders über 6.000 und 2.500 Euro.

Zum Vergleich: Die Gebühren für den Smartbroker belaufen sich in der gleichen Modellrechnung auf nur 55 Euro. Die Differenz (und damit das Sparpotenzial der Anleger) beläuft sich also auf stolze 767 Euro. Bei einem Wechsel von der Berliner Volksbank sind sogar 831 Euro möglich. Kunden der Hypovereinsbank können jährlich bis zu 627 sparen und wer bislang ein „Privatdepot Comfort“ bei der Deutschen Bank besitzt, zahlt beim Smartbroker für den gleichen Warenkorb 586 Euro weniger.
 


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Angesichts dieses Preisgefälles dürfte das deutliche Fazit der „Finanztest“ nicht überraschen: „Bei den Filialbanken und Sparkassen ist […] vieles noch wie früher. Kunden zahlen meist nicht nur jährliche Gebühren für ihren Wertpapierbestand, sondern rund 1 Prozent der Ordersumme für jeden Kauf oder Verkauf.“

Doch auch die aufstrebenden Online-Broker sind oft alles andere als preiswert. Maxblue, Consors, Comdirect, ING, S-Broker und Flatex kommen in der Modellrechnung für das „große Musterdepot“ auf Gebühren zwischen 100 und 184 Euro. Damit sind die Online-Broker zwar günstiger als die alteingesessenen Großbanken aus Frankfurt, aber immer noch (bis zu) zehnmal so teuer wie der erst im Dezember 2019 gestartete Smartbroker.

Wie kommen diese Preise zustande? Smartbroker-Vorstand Thomas Soltau kennt die Antwort: „Filialbanken sind grundsätzlich teuer, da sie den kompletten Bank- und vor allem Filialbetrieb und das dafür notwendige Personal mitfinanzieren müssen. Dazu kommt, dass die wenigsten Anbieter Preisvorteile an die Kunden weitergeben. Wir dagegen haben von Anfang an darauf geachtet, uns möglichst effizient aufzustellen und verzichten ganz bewusst auf Einnahmen durch Gebühren. Wir wollen Trading wieder attraktiv machen und dazu müssen aus meiner Sicht zunächst die preislichen Hürden fallen.“

Der „neue Spitzenreiter Smartbroker“ – so die Tester – beweist, dass dieser Ansatz funktioniert. Innerhalb von zehn Monaten haben rund 60.000 Anleger ein Smartbroker-Depot eröffnet. Die Berliner verwalten inzwischen Vermögenswerte in Höhe von ca. 1,4 Milliarden Euro. Soltau und sein Team haben bereits mehrfach Gebührensenkungen durchgesetzt.

Über den Börsenplatz gettex handeln Smartbroker Aktien, Fonds, ETFs und Anleihen deshalb bereits für 0 Euro. Bei Lang & Schwarz zahlen Anleger 1 Euro pro Order – in beiden Fällen ab einem Volumen von mindestens 500 Euro. Bei allen anderen deutschen Börsenplätzen kostet der Service nach wie vor nur 4 Euro. Über die Premiumpartner Morgan Stanley, HSBC, UBS und Vontobel können Derivate seit Mitte des Jahres sogar kostenfrei gehandelt werden.

Autor: F.R.

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2 Kommentare

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Kommentare

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27.10.20 12:08:54
warum sollte man den Smartbroker nicht mit den klassischen vergleichen können?

Man kann den Handelsplatz auswählen - im Gegensatz zu beispielsweise DeGiro, wo nicht mal ersichtlich war bei welchen der beiden deutschen Handelsplätze man seine Order platziert. Zudem bei DeGiro die intransparente Verwaltung des Guthabens über einen Fonds, der bei mir trotz angeblicher Erstattung nur ins Minus lief.

Die Verschmelzung von w:o und Smartbroker ist ja in Arbeit.
Im Vergleich zu den Großen bezahlt man deutlich weniger Gebühren, frage mich wo das Problem ist.
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23.10.20 21:32:25
Den Smartbroker kann man wohl kaum mit den "klassischen" Brokern vergleichen. Hier müsste man Robinhood, Trade Republic, Gratisbroker, Justtrade, usw. heranziehen. Prinzipiell begrüße ich das neue Angebot von Smartbroker, sehe aber auch keine großen Nachteile bei ING oder Consors. Viele günstige Broker bieten dann eben schlechtere Währungskurse, Nachteile bei Dividenden, Negativzinsen, usw. . Letztendlich kommt die Rendite durch intelligentes Investieren, einer ausreichende lange Haltedauer ohne Herumgetrade, sowie ausreichendes Risikomanagement zustande und weniger durch Pfennigfuchserei.

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Bis zu 831 Euro sparen "Finanztest" über den Smartbroker: "Da kann keiner der ‚klassischen‘ Anbieter mithalten" Wer mit Wertpapieren handeln möchte benötigt ein Depot. Fast alle Kreditinstitute bieten ihren Kunden entsprechende Produkte an – doch die eigene Hausbank ist oft die schlechteste Wahl, wie eine aktuelle Studie zeigt.



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