Daten sind das neue Öl Super Apps mischen den asiatischen Markt auf - Seite 2

Gastautor: Henning Lindhoff
08.09.2020, 09:41  |  505   |   |   

Kalifornien steht nicht allein da. Die Zusatzzahlungen werden Schritt für Schritt in den gesamten USA eingeführt. Jedoch ist keinerlei Finanzierung in Sicht, sobald die anfänglich genehmigten 44 Mrd. USD aus dem FEMA-Fonds aufgebraucht sind.

WIE NACHHALTIG IST DIE ERHOLUNG?

In Europa warnt die Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) nun vor einer „verlängerten Risikolaufzeit für institutionelle und private Anleger“ sowie  „möglicherweise erheblichen Marktkorrekturen“. „Besonders besorgniserregend“ seien die Nachhaltigkeit der jüngsten Markterholung und die möglichen Auswirkungen eines weiteren breiten Marktausverkaufs, so die ESMA in ihrem Bericht über Trends, Risiken und Schwachstellen im Jahr 2020.

Abgesehen von den unmittelbaren Risiken, die von einer zweiten Corona-Welle ausgingen, könnten auch andere externe Ereignisse wie der Brexit oder Handelsspannungen zwischen den USA und China die aktuell fragilen Marktbedingungen in naher Zukunft weiter destabilisieren.

Langfristig gesehen dürfte die Krise die Wirtschaftstätigkeit dauerhaft beeinträchtigen – „aufgrund dauerhafter Arbeitslosigkeit oder struktureller Veränderungen, die sich auf die künftigen Erträge auswirken könnten“. Der Anstieg der Verschuldung des privaten und öffentlichen Sektors könnte auch zu Solvenzproblemen führen.

DERIVATE-PROBLEMBERG BEI SOFTBANK

Am gestrigen Montag verlor die Aktie des japanischen Telekommunikationskonzerns deutlich mehr als 7 Prozent. Einige Stunden zuvor hatte die Financial Times von massiven Wetten des Konzerns auf US-Tech-Werte berichtet. Bei der nächsten Korrektur drohen hohe Verluste. Insgesamt sollen Kaufoptionen im Wert von rund 30 Mrd. USD im Raum stehen. SoftBank selbst hat zuletzt Investitionen in Höhe von 4 Mrd. USD in die Aktien von AmazonMicrosoftNetflix und Tesla offengelegt.

Bereits in dessen Gründungsjahr 1999 steckte SoftBank 25 Mio. USD in den B2B-Marktplatz Alibaba von Jack Ma. Der Börsengang von Alibaba folgte 2014 und ließ 25 Mrd. USD in die Unternehmenskassen fließen. Zum Vergleich: Facebooks IPO im Jahr 2012 generierte „nur“ 16 Mrd. USD.

Das bis dato wichtigste Alibaba-Produkt ist womöglich die App Tmall. Für westliche Augen eine schnöde Shopping App. Doch langfristig soll sie mehr werden als nur ein Marktplatz für die Hosentasche. Sogenannte „Super Apps“, die Chats, Video-Streaming, Shopping und Bezahlsysteme vereinen, sind in Asien der große Renner.

DAS RENNEN IN INDIEN

Reliance Jio, von dem ich Ihnen an dieser Stelle bereits vergangene Woche berichtet habe, kooperiert aktuell mit Facebook, um zeitnah die Jio Super App auf den indischen Markt zu bringen. Diese soll das enorme Netzwerk von 10.901 Retail-Filialen ergänzen und den großen internationalen Wettbewerbern Amazon und Walmart Paroli bieten.

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Disclaimer

Daten sind das neue Öl Super Apps mischen den asiatischen Markt auf - Seite 2 Mukesh Ambani, Vorstandsvorsitzender von Jio, kennen Sie sicherlich bereits dank seines Ausspruchs „Daten sind das neue Öl“. Im Jahr 2007 erweiterte er sein Petrochemie-Konglomerat Reliance Industries um den Mobilfunkanbieter Jio Infocomm. Seitdem wurde das Portfolio um Streaming, E-Commerce, Virtual Reality und diverse Unterhaltungsmedien ergänzt. Die in Kooperation Facebook entwickelte App soll alsbald den Schlussstein bilden, der das Gesamtgefüge zusammenhält und in bare Münze wandelt.

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