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AXA Colonia-Integrationskonzept für Albingia steht

Gastautor: Thomas Badtke
07.09.1999, 17:28  |  2230   |   |   

AXA Colonia Konzern AG, Zentrale Kommunikation Eckpunkte des Integrationskonzeptes von AXA Colonia und Albingia stehen Gemeinsame Hauptverwaltung kommt nach Köln Integration Albingia: 1.400 Arbeitsplätze bleiben erhalten Verhandlungen mit Betriebsräten gestartet

Hamburg/Köln, 07.09.1999 Das Konzept für die Integration der Albingia Versicherungs-AG in den AXA Colonia Konzern steht: Die Vorstände haben am heutigen Dienstag Betriebsräte und Mitarbeiter über die Rahmenplanung informiert, die bis September nächsten Jahres umgesetzt werden soll. Die Unternehmensleitung ist bestrebt, noch im Oktober eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretungen über den vorgelegten Interessenausgleich und den Sozialplan zu erzielen. Die AXA Colonia Konzern AG hatte im Mai dieses Jahres mittelbar 83,7 % der Kapitals der Albingia übernommen.

Die Integration der Albingia erfolgt in die Strukturen, Prozesse und Systeme der AXA Colonia. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Zusammenschluß innerhalb des gesetzten Zeitrahmens bewerkstelligen zu können. Mit Vollzug der Integration zum Stichtag 30. September 2000 wird der Marktauftritt einheitlich unter dem Namen AXA Colonia stattfinden und der Markenname Albingia entfallen. Sitz der Hauptverwaltung des Unternehmens, das mit einem Gesamt-Beitragsvolumen von über 12 Milliarden DM, davon rund 2 Milliarden DM von Albingia, weiterhin Platz vier unter den deutschen Erstversicherern einnimmt, bleibt Köln. Auch wenn es die Direktion der Albingia in Hamburg nicht mehr geben wird, bleibt dieser Standort als Außenstelle der Hauptverwaltung mit etwa 200 Arbeitsplätzen erhalten. Auf der regionalen Ebene erfolgt die Integration der Zweigniederlassungen und Industrie-direktionen der Albingia in die sieben Zweigniederlassungen der AXA Colonia in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Während die Integration in den Zweigniederlassungen sowie in den Vertrieben (Ausschließlichkeitsorganisationen und Maklervertrieb) nach dem Konzept der Unternehmensleitung nicht zu betriebsbedingten Beendigungskündigungen führen soll, sind Einschnitte am Standort Hamburg nicht zu vermeiden. Der Abbau soll jedoch sozialverträglich erfolgen. "Wir sind bestrebt, die Zahl der betriebsbedingten Beendigungskündigungen in der Direktion so gering wie möglich zu halten", erläutert Frank. J. Heberger, Vorstandsmitglied der AXA Colonia Konzern AG.

Neben Ausnutzung der natürlichen Fluktuation und Einführung einer Vorruhestandsregelung für Mitarbeiter ab 55 Jahren soll dies durch Arbeitsplatz-Angebote in anderen Bereichen des Konzerns geschehen. Das Unternehmen will der Mehrzahl der betroffenen Mitarbeiter eine neue Stelle auf dem konzerninternen Arbeitsmarkt anbieten. So sind derzeit zirka 190 Positionen innerhalb der AXA Colonia Gruppe unbesetzt. Darüber hinaus werden integrationsbedingt rund 200 weitere neue Positionen an anderen Standorten, insbesondere in der gemeinsamen Hauptverwaltung in Köln, entstehen, die vorrangig Albingia-Mitarbeitern angeboten werden.

Zentrale Funktionen bleiben in Hamburg

Trotz der Verlagerung nach Köln werden künftig einige zentrale Funktionen in Hamburg bleiben. In der Hansestadt wird neben der gemeinsamen Zweigniederlassung von AXA Colonia eine Außenstelle der Hauptverwaltung mit etwa 200 Arbeitsplätzen entstehen. Hier werden Bereiche aus der heutigen Albingia-Direktion verbleiben, die nach eingehender Prüfung auch im gemeinsamen Unternehmen betriebswirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll sind und daher dauerhaft in Hamburg betrieben werden können. Im einzelnen betrifft das Aufgaben im Rechnungswesen, der Vertragsbear-beitung in der Lebensversicherung, Einzelfunktionen im Industriekundengeschäft sowie standortgebundene Funktionen.

Hamburg wird auch Standort eines "Solution Centers", in dem 45 DV-Anwendungsentwickler Dienstleistungen für die gesamte Unternehmensgruppe auf Dauer erbringen werden. Weiterhin werden von Hamburg aus die Sportversicherung sowie der Kraftfahrtversicherer "die Alternative" betrieben. Beide Albingia-Spezialbereiche werden im neuen Konzern mit unveränderter Personalstärke fortgeführt.

Nicht in die Integration einbezogen werden die Albingia Rechtsschutz-Versicherungs-AG sowie die Albingia Krankenversicherungs-AG. Beide Gesellschaften sollen veräußert werden. Die Verkaufsverhandlungen sind im Gange.

Volker Bremkamp, Vorsitzender des Vorstandes der Albingia Versicherungs-AG, weist darauf hin, daß 1.400 Arbeitsplätze erhalten bleiben: "Nach Köln bleibt Hamburg mit rund 800 Mitarbeitern in der Zweigniederlassung und der künftigen Außenstelle der Hauptverwaltung der wichtigste Standort der Gruppe." Trotz der Einschnitte für diesen traditionsreichen Versicherungsstandort durch die Integration wird die Marktposition und die Vertriebskraft des Unternehmens nachhaltig gestärkt.

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